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      <title>Mittel- und Südamerika verzaubern uns</title>
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          Am 15. Februar 2025 flogen wir vom Hato Flughafen auf Curaçao nach Guatemala Ciudad. Alles hatte bestens geklappt. Die neuen Eigner waren überglücklich, nach sechs Jahren endlich ihr Traumschiff gefunden zu haben und unser Broker gestand uns beim abschliessenden Lunch, dass dies sein absoluter Rekordverkauf gewesen sei. Er habe noch nie ein Schiff in drei Wochen verkauft. Wir hatten richtig Freude, dass alle drei Parteien zufrieden waren.
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           Nun landeten wir also in Guatemala City bei Dunkelheit und wurden von einem Taxifahrer des Hotels abgeholt. Das Abenteuer «Overland in South America» hatte begonnen. Wir verbrachten ein paar entspannte Tage in der Stadt, besuchten Museen und bestaunten die modernen Shopping Zentren. Die Menschen waren hilfsbereit und freundlich, nur Englisch konnte praktisch niemand. Wir würden nicht darum herum kommen, etwas Spanisch lernen zu müssen. Caroline fand die App von Duo Lingo auf dem Iphone, und wir begannen, täglich eine Spanisch-Lektion zu machen. Let’s see, was daraus wird. 
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           Unser erster Stop war Antigua, eine der bekanntesten Attraktionen Guatemalas. Wir tauchten ein in die Mayakultur, genossen die bunten Bilder, die uns die Menschen boten. Die Kleider der Einheimischen waren richtig farbig, mit tollen Mustern in den Stoffen. Wir konnten uns kaum sattsehen. Die Stadt bot viel Kultur, wir begannen uns wohl zu fühlen in Guatemala. Die Menschen entpuppten sich als extrem hilfsbereit und sehr freundlich. Wir bestiegen den Vulkan Pacaya, von dem wir eine phenomenale Aussicht auf den fast 4000 m hohen Acatenango hatten. Unsere Kondition war dermassen lausig, dass wir nicht am entferntesten dararan dachten, einen weiteren Vulkan zu besteigen. Die monatelange Seglerei war nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Einige Tage später – nach notabene tausend Kurven, ewigem auf und ab – erreichten wir den Atitlan See, ein Not-to-be-missed Naturwunder umsäumt von hohen Vulkanen. Der See leuchtete je nach Tageszeit in intensiven Blautönen. Die Dörfer entlang des Sees können mit Fähren angelaufen werden. Wer Zeit und die nötige Geduld aufbringt, kann sich auch mit einem der zahlreichen Tuk Tuks umhertuckeln lassen. Wir richteten uns in einem hübschen Familienhotel für ein paar Tage ein. Ein Besuch der umliegenden Dörfer und Bummel durch die zahlreichen Märkte liessen die Tage vorbeifliegen. Jeweils an Donnerstagen und Sonntagen fand in Chichicastenango der «Chichi Market» statt. Den mussten wir natürlich sehen und besuchten ihn am Donnerstag. Dieser Markt stellte alles bisher Gesehene in den Schatten. Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein. Ein unbeschreibliches Verkehrschaos, ein farbenprächtiges Treiben von unzähligen Ständen in den Strassen. Die Geräusche, die Farben, das Lachen der Menschen, die Gerüche – alle Sinne wurden angesprochen. Und wir mitten drin. Wir konnten uns fast nicht sattsehen und hätten am liebsten einfach alles gekauft, was uns gefiel. Aber, wir waren mit unseren Rolltaschen unterwegs und hatten kein Schiff mehr, also mussten wir Zurückhaltung üben. 
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           Auf der langen Strecke nach Coban besprachen wir die folgenden zwei Wochen und fassten den Entschluss, nach Besichtigung von Tikal einen «Splurge» in Form eines Helikopterflugs nach El Mirador, zur «versunkenen» und vermutlich sagenumwobensten Mayastadt im Dschungel zu machen. Wir lancierten eine Email an ein entsprechendes Heliunternehmen.  Die bekannteste und touristisch besterschlossene Mayastadt in Guatemala ist natürlich Tikal. Caroline, Operation Manager und Reiseleitung in Personalunion, hatte uns in der «Jungle Lodge» mitten im Dschungel und einen Steinwurf der Pyramiden von Tikal entfernt, ein Bungalow für drei Nächte organisiert. Am Tor der Einfahrt zum historischen Gelände lernten wir Josue Castillo, unseren Führer der nächsten zwei Expeditionen kennen. Wir vereinbarten Zeit und Ort des Treffens für den nächsten Tag, kauften unsere Tickets am Schalter und fuhren die letzten Kilometer zur Lodge. Das erste Mal seit langem schliefen wir wieder im Dschungel. Die Geräusche waren faszinierend. Wir glaubten, sogar einen Jaguar gehört zu haben. Am meisten Lärm aber veranstalteten die Howling Monkeys, von denen es um uns herum nur so wimmelte. Herrlich!
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           Die besterhaltenen «Ruinen» von Tikal hauten uns um. Josue erzählte uns dazu die Geschichte, und wir wanderten fasziniert durch den Dschungel von Tempel zu Tempel. Am Abend stand der Sonnenuntergang auf der höchsten Pyramide auf den Programm. Es ist schon mystisch, wenn man in kompletter Ruhe an diesem Ort dem Versinken der Sonne am Horizont zuschaut und einem die Bilder der lebendigen Mayastadt durch den Kopf gehen. Die Energie ist unbeschreiblich!
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           Am nächsten Tag stöberten wir noch einmal allein durch die Anlage und entdeckten das eine oder andere faszinierende Detail, das wir am Vortag übersehen hatten.
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           Zwischen Flores und Tikal richteten wir uns in der Maya Lodge am See ein und besuchten an einem der folgenden Tage Yax-Ha nicht weit der Grenze von Belize. Weil sich dort ein kleiner «Grenzverkehr» abspielt, mussten wir vor der Besichtigung die entsprechenden Grenzdokumente ausfüllen und konnten erst danach unser Boot besteigen. Die Anlage ist vom Massentourismus verschont, und wir  konnten in Ruhe mit unserem Führer die schönsten Tempel besichtigen. Durchaus ein Besuch wert, wenn auch die Anfahrt etwas umständlich ist.
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           In der Zwischenzeit hatte Josue Costillo mit einem befreundeten Helikopterunternehmer Kontakt gehabt und dem Abenteuer «El Mirador» stand nichts mehr im Wege. Am 15. April 2025 war es soweit und ein moderner Heli mit Pilot, Josue und uns hob ab in Richtung El Mirador nahe der mexikanischen Grenze mitten im Dschungel. Wir flogen gute 35 Minuten über die Wildnis bis der Pilot eine Waldlichtung ansteuerte, die man von blossem Auge kaum erkennen konnte. Sanft setzte er das Fluggerät auf den Boden und meldete über die Bordfunkanlage «welcome to El Mirador, you have a bit more than four hours to visit the site. Enjoy it». Der archäologische Leiter hatte uns bereits erwartet und nahm uns in Empfang. Zusammen mit seinem einheimischen Grabungsleiter machten wir uns nach Besichtigung des Camps auf den Weg durch den heissen und stickigen Dschungel zu den einzelnen Grabungsstätten. Während der Wanderung erzählte uns der Leiter die Geschichte von El Mirador, und wir tauchten ein in die mystische Welt der Mayas. Wir konnten richtig fühlen und hatten die Bilder vor Augen, wie es damals gewesen sein muss. Erst rund fünf Prozent der ganzen Stadt ist ausgegraben. In den 1920-er Jahren wurde die Stadt von Archäologen wiederentdeckt und erst seit den 1970-er Jahren intensiver erforscht. Aus Geldmangel und wegen der schweren Zugänglichkeit kommen die Grabungen kaum voran. El Mirador ist eine der grössten Maya Städte und hatte ihre Blütezeit zwischen 300 v.Chr. und 150 n.Chr. Sie gilt als Schlüsselort zum Verständnis der Mayakultur und besitzt mit La Danta die nach Volumen grösste Pyramide der Welt. Eigentlich können wir nicht beschreiben, welche Gefühle wir an diesem Ort hatten. Auf der Enterprise würde Spock bescheiden sagen: «Faszinierend!». Gegen Mittag erreichten wir La Danta und kletterten schweisstriefend die Stufen bis zur Spitze hoch. Ein Traum von uns ging in Erfüllung. Wir Fünf waren ganz alleine und genossen die Ruhe und die Eindrücke. Wir verspeisten unsere Lunchpakete und teilten die Früchte und Sandwiches auf. Der archäologische Leiter erzählte Geschichten aus der Maya Zeit. Wir liessen die Bilder durch unsere Köpfe gehen und hörten ihm völlig «verloren in Raum und Zeit» zu.  Punktgenau nach vier Stunden waren wir zurück im Camp und nach einer kalten Cola flogen wir mit dem Heli zurück nach Flores. Das einzigartige Erlebnis hallt bis heute nach. 
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           Noch ein paar Tage in Flores mit Ausflügen auf dem See, und wir waren wieder im Flugzeug nach Cancun in Yucatan, Mexico. Nur kurz blieben wir in diesem Touristenort, übernahmen wieder einen Wagen und zogen ganz in den Norden an den hübschen Küstenort El Cuyo. Kaum Touristen, keine Seealgen, eine zauberhafte Lodge, liebenswerte Menschen und das beste Ceviche bis dato am Strassenrand auf Plastikstühlen. Wir erholten uns von Cancun und dem Trubel der letzten Tage und bereiteten uns auf die Fülle von Mayastätten vor, die wir alle in den nächsten drei Wochen besuchen wollten. Die Geschichte dieses Volkes und deren mysteriöses Verschwinden hatte uns gepackt. Verschwinden ist vielleicht übertrieben. In ganz Guatemala und Yucatan leben die Nachfahren der Mayas, sprechen immer noch über zwanzig verschiedene, teils jahrhundertalte Dialekte (die ausser sie niemand verstehen kann) und praktizieren ihre Bräuche und religiösen Rituen weiter, als wäre die Zeit stillgestanden. Das Eintauchen in ihre Welt ist wirklich faszinierend. Auf dem Weg nach Valadolid besichtigten wir Ekbalam. Ein lohnenswerter Besuch einer der besterhaltenen Mayastätten. Valadolid war für uns Zwischenstation mit einer schönen Kathedrale (mit son et lumière), um die weltberühmte Mayastadt Chichen-Itza besuchen zu können. Absolut sehenswert, aber der Touristenrummel dort hat alles Bisherige geschlagen. Die Stände der Händler sind dermassen zahlreich, dass sogar Dutzende davon in den heiligen Stätten aufgeschlagen worden sind. Von Ruhe und Respekt keine Spur und die Security Beamten hatten alle Hände voll zu tun, die Touristen von Besteigungen der Tempel abzuhalten. Gleichwohl war es wunderschön und die Touristen füllen die Kassen für den Unterhalt der Anlage, was nicht von der Hand zu weisen und ein positiver Aspekt des Trubels ist. Um Mandis Geburtstag gebührend begehen zu können fuhren wir über Izamal mit seinem berühmten Kloster San Antonio de Padua nach Puerto Progreso am «Scheidepunkt» des Golfs von Mexico und der karibischen See.  Ausser gutem Essen, Strand und ein bisschen karibischem Flair bot der Ort nichts. Das Mayamuseum «Mundo Maya» auf dem Weg nach Merida dagegen wurde zum Knüller und kann nur wärmstens empfohlen werden. Wir verbrachten gute zwei Stunden darin und liessen uns in die Geschichte entführen. 
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           Merida mit seinem schönen Zentrum gefiel uns auf Anhieb. Sie ist Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan und stark spanisch geprägt. Herrliche Gebäude mit kühlen Innenhöfen laden zum Verweilen ein. Oft findet man so eine Trouvaille, wo man die Zeit vergisst. 
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           Auf dem Weg nach Santa Elena lag Uxmal, eine weitere besterhaltene Mayastadt mit eindrücklicher Geschichte. Ein Hammerteil, das man unbedingt besuchen muss. Wir errichteten in Santa Elena in einem Bungalow Hotel unser Camp und besuchten in den nächsten Tagen nacheinander Kaban, Labna, Sayil und Klapak. Völlig überladen mit Eindrücken erreichten wir drei Tage später Campeche am Golf von Mexico und mussten mal verschnaufen. Die befestigte Altstadt von Campeche, der Malecon und die kühlenden Winde taten gut nach diesem Besichtigungsmarathon. 
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           Nach zwei Tagen zog es uns bereits wieder zu den Mayas nach Edzna, eine sehenswerte Mayastadt auf dem Weg nach Xpujil. Becan und Chicana zogen wir anderntags rein. Wir hatten ein Bungalow mit Skorpion im  Wald gemietet und konnten so in Ruhe die ganze Region erforschen. Insbesondere wollten wir nochmals in den Dschungel zwischen Yucatan und Guatemala, um die grosse Mayastadt Calakmul zu besuchen. Sie liegt nur ca. 38 Kilometer nördlich von El Mirador, ist aber über eine Strasse durch den Dschungel nach rund einer Stunde Fahrzeit zu erreichen. Das Forschungsfieber hatte uns gepackt und so fuhren wir nach Süden und erreichten nach einer einsamen Stunde durch den Dschungel die Mayastadt. Mit unserem Plänli auf der App «Organic Maps» waren wir in der Lage, die grosse Anlage allein zu besichtigen. In der Zwischenzeit waren wir kleine Profis geworden und konnten uns ziemlich gut zurechtfinden. Da wir wieder völlig alleine waren, spürten wir die Energie, die von diesem Ort ausging. El Mirador, nur ein grosser Steinwurf entfernt und Calakmul, welch ein Erlebnis. Wir hätten vor Freude schreien können.
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           Zwei Tage später waren wir in Bacala, an der Ostküste der Halbinsel Yucatan vor einer Lagune (Lago de Bacalan), die je nach Sonnenstand völlig unterschiedliche Blautöne hervorzauberte. Wir liessen es uns nicht nehmen, eine Bootstour zu machen, um nach langer Zeit wieder das sanfte Wiegen eines Schiffs geniessen zu können. Caroline hatte noch einen weiteren Leckerbissen recherchiert. Mahahual an der Atlantikküste bot uns noch zwei entspannte Tage am Meer. Der Ort ist zwar fest in der Hand der Kreuzfahrer, bietet aber genug Abwechslung für erschöpfte «Archäologen» wie wir. Tulum mit der gleichnamigen Mayastadt war dann schliesslich die letzte Station bevor wir zurück nach Cancun fuhren. Der Strand von Tulum war bereits von Sargassum verseucht. Die Seealge fängt zum Gott Erbarmen an zu stinken, wenn sie an die Strände gespühlt wird. Die Einheimischen verzweifeln fast, weil sie ihnen die Gäste vertreibt. Auch wir liessen die schönen Strände rechts liegen. Nach vier intensiven Kulturwochen gaben wir in Cancun unser Auto ab und zogen uns noch zwei Nächte in ein luxuriöses Hotel zurück. 
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           Der Flug nach Lima und die Einreise in Peru verlief ohne Komplikationen. Wir blieben nur drei Tage, besichtigten die wichtigsten Hotspots und flogen weiter nach Cusco, wo uns Alisha und Manuel bereits ungeduldig erwarteten. Sie hatten schon sieben Monate Südamerika mit ihrem Land Rover hinter sich und unser Treffen sollte ein kleiner Höhepunkt unser beider Reisen mit einem gemeinsamen Besuch von Machu Picchu werden. Am Flugplatz übernahmen wir einen KIA SUV und fuhren zum Hotel in der Stadt. Das Wiedersehen war wunderschön und voller Freudentränen. Wir genossen es, die beiden Abenteurer wieder in die Arme schliessen zu können. Sie hatten einen Apéro auf ihrem Zimmer vorbereitet und einen Tisch in einem tollen Restaurant reserviert. Der Abend hätte nicht schöner sein können.
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           Die nächsten Tage wurden zu einer Kulturreise ins Reich der Inkas. Die Zugfahrt nach Aguas Calientes am Urubamba, die Busfahrt hoch zum Eingang von Machu Picchu und das Warten, bis sich am frühen Nachmittag endlich die Wolken verzogen und den Blick auf die sensationelle Anlage freigab, werden unvergesslich bleiben. Die Höhe von fast zweitausendfünfhundert Metern auf Machu Picchu und 3,400 m in Cusco setzte uns Meereshöhe gewohnten Seglern etwas zu. Wir assen fleissig Coca Bonbons und tranken Cocatee, damit wir keine Kopfschmerzen bekamen. Mit Besuchen des Markts von Pisac, den kreisförmigen Terrassenanlagen von Moray, den Salineras de Maras und den Bummeln durch Cusco schlossen wir die gemeinsame Zeit in und um Cusco schliesslich ab. Wir verabschiedeten uns und Alisha und Manu blieben noch in der Gegend während wir uns in Richtung Titicacasee aufmachten. Wir sollten uns noch weitere drei Mal in Peru sehen. 
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           Das Hochland der Anden ist umwerfend. Wir genossen die Fahrt durch die Berge in vollen Zügen. Der höchst gelegene See der Welt empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, aber tiefen Temperaturen. Von Puno aus besuchten wir die Uros auf ihren «Islas flotantes de los Uros», tauchten ein in diese Kultur und staunten ob der unendlichen Geduld, mit deren diese Menschen alle paar Wochen ihre Inseln aus dem Schilf erneuerten und reparierten. Aufgrund der Stadtflucht der jungen Bevölkerung rechnet man mit dem Untergang dieses Volkes in den nächsten dreissig Jahren. Wir kauften einige Souvenirs und zogen uns am späten Nachmittag dann auf die Seeterrasse unseres Hotels zurück. 
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           Auf dem Weg nach Arequipa fuhren wir an Hunderten von Lamas, Alpakas und Vikunjas vorbei. Diese Tiere haben sich perfekt an die grossen Höhen angepasst und liefern den Menschen Wolle, Fleisch und Milch. Die Wolle der beiden Letzteren ist unbeschreiblich fein, weich und warm und gehört zu den wertvollsten Sorten der Welt. Arequipa, wie Cusco, ist eine der grössten Andenstädte und Schmelztiegel der Andenvölker mit wunderschönen Märkten, grandiosen Kirchen und einer Vielfalt an Gerüchen, Kultur, Essen und buntem Treiben, dass man sich tagelang vertun kann, ohne dass es langweilig wird. Wir nahmen an einem peruanischen Kochkurs bei Maggie teil und lernten, Lomo Saltado, Pisco Sour und Vorspeisen aus einigen der rund viertausend Sorten Kartoffeln dieses Landes zuzubereiten. Ein Besuch bei Michell &amp;amp; Cia. S.A. vervollständigte unser Wissen über die Verarbeitung der Wolle von Alpakas und Vikunjas. Wir amüsierten uns köstlich in dieser Stadt und hätten wochenlang so weitermachen können. Da zu dieser Zeit gerade Papst Franziskus verstorben war, gab es Prozessionen und Gedenkfeierlichkeiten in der Stadt. Wir waren beeindruckt, wie die Andenvölker es schafften, den Spagat zwischen ihren alten Göttern und dem Gott der spanischen Conquistadoren zu machen. 
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           Immer wieder begegneten wir den Inkagöttern, aber die Symbiose der beiden «Weltanschauungen» klappt offenbar hervorragend. 
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           Der Weg über die teils über 4,500 m hohen Andenpässe forderten unseren kleinen Benziner recht, aber die Qualität der Strassen zerrte manchmal noch eine Stufe mehr an unseren Nerven.  Man darf die Strasse keine Sekunde aus den Augen lassen, sonst droht Achs- oder Felgenbruch.  Als wir schliesslich Ica im gleichnamigen Tal erreichten, waren wir dermassen an die löchrigen Strassen gewohnt, dass uns der völlig desolate Zustand der Zufahrtsstrasse zur Hacienda la Caravedo nicht mehr umhaute. Eigentlich inmitten der Atacama Wüste liegt dieses fruchtbare Tal und beherbergt die  besten Weinberge Perus. Aus diesem Wein wiederum wird das Nationalgetränk Pisco destilliert und «unsere» Hacienda produziert mit dem «Pisco Porton» den, unserer Meinung nach, besten Pisco des Landes.  Die Hacienda bietet alles, was das Herz begehrt und ist eine Oase des Friedens in der knochentrockenen Wüste. Alisha und Manuel hatten sich ebenfalls auf den Weg hierhin aufgemacht, und zwei Tage später schlossen wir sie wieder in die Arme. Alles hatte wunderbar geklappt. Sie bekamen eine Villa mit Terrasse direkt am Swimming Pool. Gleich nach ihrem Einzug ging es direkt zur Führung durch die Distillerie mit anschliessender Degustation. Was will man mehr. Mit einer Runde Pisco Sour con Porton läuteten wir den Abend ein. Welch ein Wiedersehen. 
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           Alisha und Manu wollten in die Dünen von Huacachina, um eine Runde «Snowboard» von den Sanddünen zu machen. Also nichts wie hin, einen Buggy chartern und sich in der Wüste austoben. Das Erlebnis ist unvergesslich. Wir kamen uns wie die Wilden vor, als wir die Dünen hoch und runter rasten und die beiden Abenteurer probierten selbstverständlich das «Sandboarding» aus. Ein Riesengaudi für die ganze Familie. 
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           Viel zu schnell verflogen die Tage. Wir verabredeten uns ein weiteres Mal in Paracas am Pacific, das mit seinem grossen Naturschutzgebiet ein weiteres Off Road Abenteuer versprach. Auf der klassischen Panamericana fuhren wir mit unserem SUV durch eine gigantische Einöde von Sand, Steinen und Abfall am Strassenrand. Das Problem der Abfallentsorgung harrt bei allen drei bisher besuchten Ländern des Kontinents noch einer nachhaltigen Lösung und wird über kurz oder lang wahrscheinlich zu einem riesigen Problem werden. PET wird zur Pest der Menschheit werden. Wir sind den Flaschen auf dem Ocean begegnet, an den Küsten wieder und jetzt entlang der Strassen. Es sind traurige Bilder, die einen da verfolgen. Paracas ist, obwohl in den Touristenführern als netter Küstenort angepriesen, eigentlich nichts Besonderes. Das Meer ist eher schmutzig, die Strände nicht sonderlich schön und die Kulinarik haut einen auch nicht vom Sockel. Das Highlight der Gegend sind die netten Menschen und der erwähnte Nationalpark. Wir vereinbarten unser drittes Treffen am Eingang des Parks und verbrachten einen Off Road Tag vom Feinsten an der wilden Küste. Der Park ist landschaftlich wunderschön und mit einem 4x4 erreicht man auch die abgelegensten Orte. Nach zwei Tagen fuhren wir auf der Panamerica zurück nach Lima, gaben unser treues Auto ab und begrüssten unsere Südamerikareisenden zum letzten Mal auf dem Kontinent. Wir verbrachten noch zwei herrliche Tage zusammen, bevor sich unsere Wege dann definitiv trennten. Sie fuhren in den Norden und wir flogen zu unserer letzten Destination in Südamerika, Buenos Aires in Argentinien. 
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           Der Mai wird in Buenos Aires bereits kühl und das erste Mal seit langem kamen wir lange Hosen und Jacken zum Einsatz. Unser Aufenthalt hier diente einem einzigen Zweck. Als blutige Anfänger wollten wir Spanisch und Tango lernen. Zu diesem Zweck hatten wir uns in der Academia für vier Wochen eingeschrieben und gleichzeitig einen Tangokurs zweimal die Woche gebucht. Caroline hatte uns ein AirB&amp;amp;B im Montserrat organisiert, und die Schule gleich beim Plaza Mayo war zu Fuss knappe 25 Min. entfernt. Bei Regen konnten wir entweder den Bus oder die Sub nehmen. Perfekt. Am 12. Mai 2025 ging der Unterricht los. Die vier Wochen wurden ein Knüller. Die Schule mit unserer Lehrerin Mariel war super, das Tanzen mit Karen Alcaraz an der Florida 656 ein pures Vergnügen. Untertags hatten wir vier Stunden Schule, zweimal die Woche Tangounterricht, an den Abenden kochten oder lernten wir, und mindestens einmal pro Woche gingen wir ins Theater, an ein Musical oder sahen uns eine Tanzshow an. Wir assen Fleisch wie die Einheimischen – Argentinien hat den weltweit höchsten Fleischkonsum pro Kopf – genossen ab und zu eines der bekannten Grillrestaurants und verbrachten die Wochenenden an einem der zahlreichen Märkte. Der SanTelmo Markt hatte es uns angetan, und die Choripan dort werden wir nie mehr vergessen. Die Wochen verflogen im Nu und der Abschied von unserer Klasse rückte näher. Mariel lud uns vier Schüler zu einem argentinischen Asado im Haus ihres Freundes etwas ausserhalb der Stadt zum Abschied ein. Einige ihrer Freunde gesellten sich später am Abend zu uns, und so verflogen die Stunden bei Wein, Grillade und angeregten Diskussionen in brüchigem Spanisch. Wir schliessen mit Evitas Worten «Don’t cry for us Argentina», wir kommen zurück, Du hast unsere Herzen für immer erobert.
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           Am 10. Juni 2025 bestiegen wir frühmorgens die Maschine nach Bogota und einige Stunden später diejenige nach Curaçao. Am Flughafen erwartete uns Sandro mit unserem Wagen und kurz darauf waren wir in unserem AirB&amp;amp;B in einem der Aussenbezirke von Willemstad bereits eingerichtet. Die Insel war ja fast unser zweites Zuhause geworden, soviel Zeit hatten wir hier schon verbracht. Wir holten unser Gepäck aus der American Storage und verschickten die Gepäckstücke mit Swissport nach Basel. Mit Serge, unserem Broker, trafen wir uns kurz darauf zu einem letzten Lunch und verabschiedeten auch ihn anständig. Avalon besuchten wir nicht mehr in der Marina. Es hätte uns das Herz gebrochen. Wir wollen sie so in Erinnerung behalten, wie wir sie verabschiedet haben. Ein Schiff hat eine Seele, ob Ihr es glaubt oder nicht!
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           Jetzt waren wir bereit für die Heimreise und die Rückkehr in die Schweiz. 
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           Mit diesem letzten Bericht schliessen wir unser Segelprojekt «Avalon» ab. Sie ist in der Zwischenzeit in Aruba auf dem Trockenen, wird nach der Hurricaneseason wieder eingewassert und den neuen Besitzern hoffentlich viel Freude bereiten. 
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           Wir verdauen jetzt die vielen Eindrücke und werden in den nächsten zwei Jahren zu neuen Abenteuern aufbrechen.  – Ende -  
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      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 14:23:30 GMT</pubDate>
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      <title>Der grosse Meilenstein</title>
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          Es ist vollbracht. Avalon ist am 7. Februar 2025 mit der finalen Unterschrift auf dem Kaufvertrag an ein sympathisches deutsches Paar verkauft worden. Obwohl das Sprichwort besagt, dass es in einem Seglerleben zwei freudige Ereignisse gibt, nämlich, wenn man ein Schiff kauft und wenn man das Schiff wieder verkauft hat, flossen trotzdem ein paar Tränen. Wir hatten eine tolle Zeit mit Avalon und sie hat uns sicher und wohlbehalten über zwei grosse Meere gebracht. Da steckt Herzblut drin. Und ob man das glaubt oder nicht, ein Schiff hat eine Seele. Da kommen dann die Emotionen hoch und man sieht die unvergesslichen Bilder der vergangenen vier Jahre an einem vorbeiziehen. Die Wehmut wird sicher noch etwas anhalten, dann aber von den schönen Erinnerungen abgelöst werden. Wir bleiben noch bis Mitte Februar in Curaçao, um die Formalitäten abzuwickeln. Danach werden wir Mittelamerika und vielleicht ein Stück Südamerika mit der Reisetasche als «Overlander» bereisen. Es dürstet uns nach Kultur, Märkten und lebhaften Orten. Davon soll es in Guatemala, Yucatan und so weiter genug geben. 
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           Wir werden Euch noch ein Stück auf dieser Reise mitnehmen und dann unser Projekt «Mit der Avalon um die Welt» abschliessen.  
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  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 09 Feb 2025 12:50:08 GMT</pubDate>
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      <title>Manchmal kommt es anders.......</title>
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          «Gebt ihr auf….», «hört ihr auf zu Segeln…», «ist eure Reise schon zu Ende….», «macht ihr den Pazifik nicht…..», sind die meisten Fragen, die an uns herangetragen werden seit wir verkündet haben, Avalon in Curaçao zu verkaufen. Nein, wir hören weder auf zu Segeln, noch hören wir auf zu Reisen. Wir wechseln lediglich das Transportmittel für die jetzige Reise. Auf den langen Passagen der letzten Monate sind wir uns angesichts der Endlichkeit des Seins bewusst geworden, dass wir viele unserer Reiseziele nur unter schwierigen Umständen, sehr langsam, mit langen Wartezeiten dazwischen, oder, rational gedacht, mit Avalon praktisch nicht erreichen können. Dass wir die Schritte zum Verkauf bereits jetzt im Februar 2025 statt erst am Ende der Saison im Mai oder Juni unternommen haben, hat schlicht mit der Wind- und Wettersituation und den, wie erwähnt, entsprechenden Wartezeiten zu tun. Wollen wir all unsere Träume in den nächsten Jahren verwirklichen können, müssen wir einen Zahn zulegen.
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           Am 19. Januar 2025 unterzeichneten wir einen Brokervertrag mit Yachtbrokercarribean, und Serge Dauvillier kam auf das Schiff und machte gefühlt Tausend Fotos, Filme, 360 Grad Aufnahmen. Er liess sogar eine Drohne steigen, um Avalon auch von oben festzuhalten.  Kurze Zeit später war sie im Internet. Caroline ergänzte die Ausschreibung noch um ein Inserat in Boat24, um die Verkaufschancen in Europa zu erhöhen. Dann wollten wir ausschiffen und scheiterten grossartig an den beiden dafür vorgesehenen Trailern der Marina. Die waren schlicht völlig ungeeignet, einen Twinkieler aus dem Wasser zu hieven. Unsere Lernkurve ging wieder einmal exponential nach oben. Wir könnten vermutlich inskünftig als gutbezahlte Consultants für andere Reisende tätig werden, die Solches oder Aehnliches planen. Es blieb uns nichts anderes übrig, als Avalon im Wasser zu lassen. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Selbst die Variante mit einem hydraulischen Kran verwarfen wir, als klar wurde, dass wir den Mast zu diesem Zweck legen müssten.  Sollte sich der Verkauf über Monate hinziehen war das Liegen im Wasser für uns nicht gerade die ideale «Aufbewahrungsart». Unser Plan B sah vor, dass wir bei einem Nichtverkauf bis Dezember 2025 Avalon selbst in die USA oder über die Azoren nach Europa segeln würden. Wir hofften, der Bewuchs am Rumpf im warmen Wasser würde sich im Rahmen halten.  
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           Caroline organisierte uns eine Airbnb Wohnung. Unser Mietauto konnten wir problemlos verlängern und mit der Marina und unserem Broker einigten wir uns auf das weitere Vorgehen und den künftigen Liegeplatz. Wir leerten das Schiff von allem Verderblichen, putzten es gründlich, überprüften das gesamte Inventar und erstellten ein Manual, das am Ende über vierzig Seiten umfasste. Bis zum Verkauf wollten wir unsere Ausrüstung an Bord belassen.  
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           Jetzt sind wir bereit für die weiteren Abenteuer. 
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      <pubDate>Sun, 02 Feb 2025 20:43:17 GMT</pubDate>
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      <title>Einsamkeit</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Am Abend des 25. Novembers legten wir ab und segelten der untergehenden Sonne entgegen. Diese magischen Momente, wenn die glühende Scheibe hinter dem Horizont verschwindet, sind immer wieder ergreifend. Wir lächelten uns an und wussten, dass das letzte Abenteuer mit Avalon begonnen hatte. Wir hatten keine Ahnung, ob unsere Pläne überhaupt funktionieren würden, ob uns die Winde gnädig sein werden oder ob wir komplett umdisponieren werden müssen. Alles war offen und wir waren auch bereit für Aenderungen. Am Morgen des 27. November erreichten wir Isla La Blanquilla und legten uns an der Westküste vor Anker. Es schien, als wären wir die einzigen Menschen auf der Welt. Wir sahen bis am Abend keine Menschenseele und konnten uns ausgiebig ausruhen, baden, essen und schlafen. Als es eindunkelte, legte sich ein Fischer in unsere Nähe und irgendwann in der Nacht fand sich nördlich von uns ein Katamaran ein. Nach einem ausgiebigen Frühstück holten wir den Anker ein und machten uns auf den Weg zu den Islas Los Roques, die rund 80 Seemeilen (nm) nördlich von Caracas liegen und zu den absoluten Musts der Karibik gehören. Ein Naturwunder im Atlantik, ein Archipel bestehend aus verschiedenen Korallenbänken mit kleinen Inseln, in dem man Wochen verbringen könnte. In der Ausprägung sehr flach, bietet es eigentlich nur wenig Schutz gegen Wind, aber recht guten gegen hohe Wellen. Am Morgen des 29. November erreichten wir Gran Roque, setzten uns mit Alejandro Linares, unserem Agenten, in Verbindung und warfen in einem Sandpatch vor dem hübschen Ort Anker. Wir wasserten unser Dinghi ein, fuhren zum «Flugplatz» und trafen uns mit Alejandro. Er erledigte das Ein-/Ausklarieren in Rekordzeit, liess unsere Pässe sowohl mit einem Ein- wie auch Ausreisestempel zwei Wochen später versehen, händigte uns die Port Declaration und Aufenthaltsbewilligungen mit Gast-Flagge und Karte des Gebiets aus und schickte Routen und Ankerplätze von Navionics auf whats app. Innerhalb von kaum zwanzig Minuten hatten wir alles, was wir brauchten. Sympathisch und korrekt von der  Scheitel bis zur Sohle, war Alejandro jeden Dollar wert, den wir ihm für seinen Service zahlten. Er bot uns einen 24 Stundenservice für die zwei Wochen an und verabschiedete sich dann. Venezuela gefiel uns vom Start weg! Wir assen etwas und zogen uns dann müde aufs Schiff zurück, um nach der langen Ueberfahrt endlich wieder am Stück schlafen zu können. Am nächsten Tag erkundeten wir den kleinen Ort, fanden Einkaufsmöglichkeiten und schöne Restaurants. Da über Nacht stärkere Winde angesagt waren, wollten wir am Abend noch etwas mehr Kette stecken, aber unser Motor, respektive der Starter machte keinen Wank mehr. Ueber Batterie liessen wir die Kette raus und mussten am nächsten Morgen Alejandro um Hilfe bitten. Wie immer in solchen Fällen war Wochenende und natürlich konnte Alejandro erst am Montag mit seiner Suche nach Anlasser und Mechaniker starten. Zwei Tage später gab er Entwarnung und vermeldete,  vermutlich den einzigen Volvo Penta Starter in ganz Venezuela aufgetrieben zu haben. Es vergingen noch weitere zwei Tage, dann flog der Mechaniker samt Ersatzteil ein. Mit dem Dinghi holten wir ihn aufs Schiff und nachdem er alles auseinandergenommen hatte, diagnostizierte er ein elektrisches Problem. Er reparierte alles und wir entschieden, den Anlasser zu unserem Ersatzteillager hinzuzufügen. Man weiss ja nie, was noch alles kommt.  Wir bedankten uns herzlich und schipperten den Mech zurück an Land. Endlich konnte das Abenteuer Los Roques starten. Wir suchten den ersten von Alejandro vorgeschlagenen Ankerplatz auf und waren auf weiter Flur wieder das einzige Segelschiff. Herrlich, nach den aufregenden letzten Tage. In Gran Roques hatten wir genügend Nahrungsmittel gebunkert, so konnten wir uns den lukullischen Genüssen voll und ganz hingeben und endlich nach Lust und Laune schwimmen. Da uns Alejandro den Aufenthalt zusätzlich um drei Tage verlängert hatte, konnten wir uns Zeit lassen und das Archipel in Ruhe besuchen. Am zweiten Tag draussen erwischte uns ein Squall mit fast 50 Knoten, riss eines der oberen Solarpanele ab und beim Wegfliegen schlug das Panel alle drei Propellerflügel des Windgenerators um jeweils ein Drittel deren Länge kürzer. Das bedeutete, dass wir durch die Nacht keinen Strom mehr generieren konnten und vor allem bei Fahrten mit dem Autopiloten wahrscheinlich entweder die Kühlschränke abstellen werden oder irgendwann den Motor mitlaufen lassen müssen. Da wir immer noch in Reichweite der Antennen von Gran Roques waren, konnten wir nach einer längeren 3G Internetsuche bei SVB in Deutschland die Ersatzblätter bestellen und nach Hause liefern lassen. Urs und Stefany würden uns das Ersatzteil nach Bonaire bringen können. Die Tage flogen dahin mit Besuchen der einzelnen Inselchen. In Crasqui bot sich uns die einmalige Gelegenheit, bei einer einheimischen Familie zu essen. Sie bereiteten extra für uns Ceviche und eine Languste mit Beilage zu. Das Essen und die Stimmung waren absolut unvergleichlich. Wir unterhielten uns in Spanisch, mit Händen und Füssen. So kam es, dass wir uns vornahmen, Spanisch als nächste Sprache zu lernen.  Wir besuchten auch die Schildkrötenstation in Dos Mosquices, brachten den Rangern fünf Liter Frischwasser – das Versorgungsschiff kommt dort nur alle zwei Wochen – und hielten kleine Schildkröten in Händen. Die Ausgrabungen frühzeitlicher Kulturen auf der Insel sind kaum mehr auszumachen, aber die kleine Ausstellung in einem schattigen Pavillon geben einem einen Eindruck der Entdeckungen. Es seien die ältesten Funde von Ureinwohnern in Venzuela. Mit Cayo de Agua schlossen wir die etwas über zwei Wochen im Archipel ab. Am 15. Dezember 2024 segelten wir nach Bird Island (Barlovento) auf Aves, einer der zwei kleinen Inseln zwischen Los Roques und den holländischen Antillen. Auf der Höhe des Leuchtfeuers im Schutz des Riffs fanden wir eine grosse Sandstelle und warfen Anker auf 4m Wassertiefe. Von Los Roques waren wir glasklares Wasser in den schönsten Blautönen gewohnt, so fiel uns anfänglich gar nicht auf, dass man auch hier fast den Boden unter dem Schiff sehen konnte. Am Abend kamen Fischer  und baten uns um Hustenpastillen für einen von ihnen. Unsere umfangreiche Bordapotheke kam wieder einmal zum Einsatz. Sie wollten uns dafür eine Conch (Riesenmuschel) zum Essen geben. Wir lehnten dankend ab und erfreuten uns stattdessen an einer Portion Spaghetti Pesto. Tags darauf nahmen wir die sechzehn Seemeilen nach Sotavento unter den Kiel und legten uns buchstäblich vor der Station der venezolanischen Küstenwache vor Anker. Leider waren wir dort von der Dünung nicht ganz geschützt, konnten wegen der rasch abnehmenden Wassertiefe aber nicht weiter in Landnähe. Mit der Küstenwache funkten wir etwas hin und her, verstehen tat uns aber niemand. So gab es laufs des Nachmittags dann einen kleinen Besuch von drei netten Beamten, die sich wahrscheinlich mehr aus langer Weile dieses Schweizer Schiff anschauen wollten. Wir servierten Orangensaft und warfen für die «Inspektion» noch USD 20.— in den grossen Topf. Nach kurzer Zeit war der Zauber vorbei und drei glückliche Beamte verliessen uns wieder.  Die 45 Seemeilen bis Bonaire waren mühsam und bis in die Abdeckung der Insel von Kreuzsee geprägt. Der Atlantik wollte offenbar wieder mal zeigen, wer hier der Herr war. Wir waren froh, nach über drei Wochen auf See wieder mal in einen ruhigen Hafen zu fahren und ohne Krängung zu kochen und zu schlafen. Die Harbour Village Marina in Bonaire ist klein, aber hübsch und der Hafenmeister ein wirklich netter und hilfsbereiter Mensch. Wir klarierten vorher noch ein und waren somit mit allen Dokumenten ausgerüstet als wir vor dem Marina Office festmachten. Wir bekamen unseren Platz zugewiesen, verholten und liessen uns nieder. Die Suche nach einem Mietwagen für die geplanten zehn Tage gestaltete sich schwierig. Es war Hauptsaison und Weihnachtsferienzeit. Caroline ist bei Internetrecherchen unschlagbar und fand nach einer Stunde Suchen schliesslich einen KIA Picanto. Nicht gerade ideal für die Offroadpisten im Norden der Insel, aber besser als nichts. Wir konnten den Wagen mit unseren Klapprädern am Flugplatz holen und waren jetzt für alle Fälle gerüstet. Am Heiligabend flogen Urs und Steffy ein, und wir holten sie mit unserem Picanto ab. Die Tage mit Ihnen waren gefüllt mit Weihnachts- und Neujahrsfestivitäten, Ausflügen an die verschiedenen Schnorchel-Beaches, einem Segeltag nach Klein Bonaire mit Schnorcheln wie auch gemütlichen Abenden mit hervorragenden Essen. Leider hatten wir immer wieder heftigen Regen, sodass am Ende der Wandertag im Washington Nationalpark buchstäblich ins Wasser fiel. Am 1. Januar klarierten wir aus und am 2. Januar frühmorgens wollten wir nach Curaçao segeln.  Nur, die Starterbatterie versagte ihren Dienst. Es nützte alles nichts, sie war durch. Wir warteten bis Budget Marine um 0800 Uhr öffnete, holten eine neue, bauten sie ein und konnten um 0845 Uhr endlich los. Anfänglich unter Motor machten wir flott Fahrt und holten die verlorene Zeit etwas auf.  Nach acht Seemeilen setzten wir die Genua und segelten bei schwerer Kreuzsee rund zwei Stunden, bis uns das Geschaukel und der abnehmende Wind schliesslich zu stark auf die Nerven gingen und wir unter Motor und gelegentlich gesetzter Fock die restlichen Meilen bis Willemstad abspulten. Vor der Queen Emma Bridge in der Einfahrt riefen wir den Brückenwärter und die Marina per Funk an und konnten nach kurzer Wartezeit die Pontonbrücke passieren und nach weiteren zwei Meilen in die Marine Zone einlaufen. Customs und Immigration waren noch offen, so bestellten wir uns ein Taxi und liessen uns zu den beiden verschiedenen Aemtern fahren. Als das schliesslich ebenfalls erledigt war, gönnten wir uns ein Nachtessen im ersten (chilenischen)  Restaurant, das wir gleich neben dem Customsgebäude fanden. Sie servierten sogar einen «Pain Killer», der auf dieser Länge praktisch unbekannt ist. Wir durften in den kommenden vier Tagen das Auto der Marina haben und waren somit wieder hundertprozentig flexibel. Wir fuhren mit Urs und Steffy ein Teil der Insel ab, liessen sie für sich beachen und ATV Tour fahren und kümmerten uns in der Zwischenzeit um einen Broker und besprachen mit der Marina das weitere Vorgehen. Wir hatten nach eingehender Routenplanung, Wind- und Wetterstudium entschieden, Avalon bereits zum jetzigen Zeitpunkt zum Verkauf auszuschreiben und falls notwendig sofort aus dem Wasser zu nehmen. Die kulturellen Höhepunkte in Kuba, Guatemala und ggfs. Mexico wollten wir auf dem Landweg machen. Wenn alle Stricke reissen sollten, wäre Aruba eine Alternative und sonst müssten wir Avalon über die Bermudas und die Azoren zurück nach Europa segeln.  Am 10. Januar 2025 fuhren wir Urs und Steffy auf den Flughafen und verabschiedeten uns von ihnen für die nächsten Monate. Jetzt harren wir hier in der Marina aus, bis wir mit dem Broker die Vertragsformalitäten, Fotos und last but not least die nächsten Schritte besprechen können.  
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  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 13 Jan 2025 13:15:29 GMT</pubDate>
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      <title>Die Karibik zum Zweiten</title>
      <link>https://www.sy-avalon.ch/die-karibik-zum-zweiten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
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            Am zweiten November 2024 um 1930h landeten wir wieder in Port of Spain, Trinidad, und der zweite Teil unseres Karibikabenteuers hatte begonnen. Caroline hatte sich zuhause stundenlang den Kopf darüber zerbrochen, wie wir bei den vorherrschenden Ost-Winden in dieser Weltregion einigermassen vernünftig eine «Rundreise» machen können. Los Roques nördlich von Venezuela, die ABC Inseln, Cartagena in Kolumbien, eine Reise überland oder per Flugzeug nach Guatemala zu den Maya Tempeln, die St. Blaas Inseln vor Panama, Kuba, Jamaika und last but not least die Dominikanische Republik sollen irgendwie in diese knapp sechs Monate hineinpassen. Das Ziel anfangs der nächsten Hurricane Season sollte Curaçao sein, wo Avalon wieder aus dem Wasser und dann verkauft werden soll. Der wetterbedingt unsicherste Teil wird nach den St. Blaas Inseln die Route nach Norden und von Kuba aus dann gegen Osten werden, bis wir schliesslich nach Süden abdrehen können. Wir werden sehen, ob wir es hinbekommen.
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      &lt;/span&gt;&#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jetzt stand aber zuerst unsere Avalon in Peake auf dem Programm. Wir mussten das Schiff bis zum 7. November zum Einwassern klar bekommen. Der Motor war komplett geserviced und von aller Kohle im Auslass befreit worden. Der Autoprop war montiert, jedoch noch ohne Anode, das Unterwasserschiff und die Bugstrahlerprops mussten noch mit Antifouling behandelt werden. Und selbstverständlich mussten alle Systeme getestet werden. Starke Nerven waren jetzt gefragt.
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Yvanna aus dem Marinebüro hatte alles vorbereitet, sodass wir per Minibus abgeholt und mit Zimmerschlüssel  und entsprechenden Codes ausgerüstet wurden. Bevor wir todmüde ins Bett fielen, wollten wir Avalon sehen und mit Günther ein Willkommensbier im neu eröffneten Marina Restaurant trinken. Welch zwei schöne Begrüssungen. Avalon in voller Pracht und Bestzustand und Günther strahlte und umarmte uns herzlich. Nach diesen schönen Momenten fielen wir ins Koma.
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In den folgenden Tagen kamen Anna und Marcel von der Diamanta ebenfalls aus der Schweiz an, und die jeweiligen Aperos um fünf abends wurden immer grösser und lustiger. Wir schafften es wirklich, unser Schiff am 7. November einzuwassern und alle Systeme liefen fehlerfrei. In der ersten Nacht draussen an der Boje testeten wir noch die Navigationslichter und nachdem auch getankt war, waren wir grundsätzlich abfahrbereit. 
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            Nach einem mühevollen und nervenzerreibenden Ausklarieren,  die Briten hatten es erfunden, aber die Trinidader haben es zur Perfektion gebracht, und grossen Abschiedszeremonien von all unseren Freunden, verliessen wir die Chaguaramas Bay und waren eine Stunde später auf dem Atlantik. Beim Eindunkeln setzte ein steter Ostwind ein und wir konnten die Leichtwindgenua setzen. Wir fielen nahtlos in unseren Wachrythmus und segelten die Nacht durch. Endlich frische Luft, Sternenhimmel und das ruhige Schaukeln des Schiffs. Gegen Morgen kam Grenada in Sicht, wo wir uns um 0600h in einer Bucht vor Anker legten, Spiegeleier mit Speck assen und das erste Mal seit langem wieder baden konnten. 
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            In der Port Louis Marina vertäuten wir Avalon für die nächsten Tage, klarierten ein und organisierten ein Auto, damit wir genug Ware für die kommenden sechs Wochen bunkern konnten. Das Wetter, vor allem die zahlreichen Gewitter hielten uns für die nächsten Tage fest. Wir mussten für die rund 300 Seemeilen nach Los Roques  bessere Verhältnisse abwarten. Ein Ausflug nach Sautière im Norden der Insel – der Ort wurde von den Einheimischen so getauft, weil sich die noch verbliebenen Caribs nach verlorener Schlacht gegen die Franzosen vom Fels vor der Stadt in den Freitod stürzten, anstatt in Gefangenschaft und Sklaverei zu geraten – rundete die Tage ab. In der Petite Anse fand Caroline ein Hotel/Restaurant, das an diesem Sonntag ein Barbecue vom Feinsten anbot. Wir konnten natürlich nicht  widerstehen. Um die Warterei in der brütenden Hitze abzukürzen, zwischenzeitlich zeigte das Thermometer im Schiff 40 Grad Celsius an, unterbrachen wir den Marinaaufenthalt und zogen uns in die Prickly Bay im Süden der Insel an eine Boje zurück. Dort konnte man wenigstens baden und sich etwas Kühlung verschaffen. Das Wochenende vom 23. September 2024 verbrachten wir dann wieder in der Marina. In der Zwischenzeit sah die Route einigermassen gewitterfrei aus und wir entschieden, den langen Schlag am Montag, dem 25. anzugehen. Wir hatten uns im Vorfeld mit Alejandro von Yachtservice Los Roques in Verbindung gesetzt und ihn als Agenten für die Einklariererei und den Papierkram unter Vertrag genommen. Los Roques ist teuer und bedingt vorgängige Zahlungen und Einreichung der Schiffspapiere.
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            Jetzt stehen uns drei Tage auf See bevor und wir freuen uns auf Venezuela.  
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      <pubDate>Sun, 24 Nov 2024 15:39:21 GMT</pubDate>
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      <title>Die letzten Tage in der Wärme</title>
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          Mitte April nahmen wir die zweitletzte Etappe vor der grossen Pause in Angriff und segelten nach einer ruhigen Nacht vor Sandy Island westlich von Carrigaou in die Tyrell Bay, um auch gleich für Grenada einzuklarieren und noch einige Nächte ruhig vor einer Boje zu verbringen. Wir lernten beim Festmachen Grant und Lesley, ein Paar aus Noosa in Australien kennen, trafen uns für einen Drink und machten anderntags mit Ihnen zusammen einen Tagesausflug per Taxi. Die Insel ist sehr schön und hat tolle Strände, bietet kulturell und geographisch aber wenig bis nichts. Beim Spazieren im nordöstlichen Teil der Bay trafen wir plötzlich Beat und Jessica wieder, mit denen wir in Barbuda bei Enoch Lobster gegessen hatten. Welch ein freudiges Wiedersehen. Sie lassen ihr Schiff während der Hurricane Season hier in der Marina auf dem Trockenen.  Am 25. April segelten wir die rund dreissig Seemeilen bei herrlichem Wind und Seegang weiter nach Grenada und buchten uns für einige Tage in die Port Louis Marina ein, wo man neben dem Marina Office die Immigration und Customs vorfindet und in minutenschnelle ausklarieren kann. Wir mieteten uns wieder ein Auto und nahmen die Insel in Augenschein. Im Süden liegen die Grenada Distilleries, wo ein herrlicher Rum zum 50-jährigen Unabhängigkeitstag kreiert worden war. Wir mussten diese Gelegenheit nutzen und liessen uns durch die Produktion führen. Inzwischen waren wir zu wahren Experten in Sachen Rum geworden. Die Degustation war ein Gedicht und wieder fanden zwei Flaschen den Weg ins Schiff. Grenada gehört zu den besser situierten Inseln der ehemaligen britischen Kolonialmacht. Die Amerikaner haben seit ihrer «Befreiungsaktion» 1983 stetige Präsenz auf der Insel und der US Dollar ist überall gern gesehen. Entsprechend bilden auch US beflaggte Schiffe praktisch die Mehrheit in den Buchten und Häfen. So kommt Geld ins Land und führt zu einer für Yachties recht guten Infrastruktur. Wir besuchten auf unserer Tour auch «Le Phare Bleu», wo sich Jana Ganiga und ihr Mann Dieter 2006 ihren Lebenstraum verwirklicht hatten und eine kleine Marina, ein Restaurant und einige Bungalows, nebst Einkaufsladen, Cafeteria und Boutique betreiben. Das Ganze machte uns einen derart entspannten und angenehmen Eindruck, dass wir beschlossen, die letzten Tage auf Grenada im Le Phare Bleu zu verbringen. Wir reservierten einen Platz am Steg und fuhren dann gemütlich zurück in die Port Louis Marina. Im südlichen Teil der Insel liegt ein Naturschutzgebiet mit einem Süsswassersee, der nebst einer tollen Touristenattraktion mit Wandermöglichkeiten auch als Süsswasserreservoir dient. Die Flora und Fauna ist auch auf Grenada eindrücklich und die Landschaft mit den zerklüfteten Tälern und den fast messerscharfen Bergkanten erinnerte uns ein wenig an Santo Antao in den Kap Verden. Wir verbrachten fast den ganzen Tag mit dem Mietwagen in dieser atemberaubenden Gegend.  Wir verabschiedeten uns zwei Tage später gebührend von Holger, den wir seit Jolly Harbour auf Antigua nicht mehr gesehen hatten und jetzt seine tolle Halberg Rassy ebenfalls an «unserem Steg» festgemacht hatte und machten uns dann auf den kurzen Weg um Pont Salines herum nach Port Egmont, wo Le Phare Bleu mit ihrem sehenswerten Feuerschiff liegt. Wir legten uns längs an den Hauptsteg und ergänzten die Vor- und Heckleine mit einem Gummipuffer. Wir hatten fünf Nächte gebucht, und die Marina ist bekannt für ihre starke Dünung. Am 3. Mai liessen wir uns per Taxi nach Port Louis fahren und klarierten das letzte Mal in dieser Saison aus. Unser nächstes Ziel war Trinidad und damit das Ende dieser Saison. Die Beamten von Immigration und Customs waren im gleichen Büro und da unsere Daten alle via Sailclear im Internet waren, dauerte die Uebung nur fünf Minuten und wir standen wieder draussen.  Am Sonntag, dem 5. Mai legten wir am frühen Nachmittag ab, setzten nach einer Seemeile zuerst Gross und Fock, eine Stunde später statt der Fock die Leichtwindgenua und segelten in den Sonnenuntergang. Die 84 Seemeilen bis in die Chaguaramas Bay auf Trinidad sollten wir trotz zeitweise bis zu zwei Knoten Strömung aus Südost bis am anderen Morgen schaffen können. Wir hatten lange Zeit schöne 19 Knoten Wind aus Osten, bis er dann in der Nacht auf  Südost zu drehen begann. Bei einem Kurs zwischen 170 und 180 Grad kamen wir zeitweise kaum mehr als 3 Knoten voran. In der Nacht durch die Oel- und Gasfelder mit einem grossen Vorhaltewinkel zu navigieren war ebenfalls nicht einfach. Die Bohrtürme leuchteten wie Christbäume und die immer wieder quer kommenden Tanker und Frachter machten dieses Stück der Reise echt spannend. Als die Dämmerung anbrach, konnten wir durch den Dunst Land erkennen, und rund 10 Seemeilen vor der Küste meldeten wir uns bei der Küstenfunkstelle. Wir hatten vorgängig unseren «Float Plan» einreichen müssen, so konnten sie uns auf dem Radar und AIS identifizieren. Das Gebiet wird immer wieder von Piraten heimgesucht und Trinidad hat alle Interessen daran, die Schifffahrt sicher zu machen. Das Land profitiert vom Yachtsport und die Werften beschäftigen Hunderte von Facharbeitern. Wir segelten noch bis zur Küste und nahmen dann mangels Wind die Segel runter. Unter Motor fuhren wir schliesslich in die Chaguaramas Bay ein und legten uns vor Peake Yachts an eine Boje. Yvanna von Peake musste zuerst eine Health Clearance für uns organisieren bis wir an die Stege durften. Am Nachmittag lag das Dokument vor und wir legten an. Bis zum 10. Mai putzten und räumten wir das Schiff, schlugen alle  Segel ab und setzten uns mit den Handwerkern für Motor, Segel, Propeller und Unterwasserschiff in Verbindung, damit während unserer Abwesenheit alle Arbeiten ordnungsgemäss ausgeführt werden konnten. Wir kauften einen Entfeuchter und organisierten einen Schiffsverantwortlichen, der den Wasserbehälter regelmässig leeren und zum Schiff schauen würde. Am Morgen des 10. Mai holten wir Avalon aus dem Wasser und stellten sie aufs Trockene. Trotz der langen Zeit im Wasser, sah der Rumpf passabel aus und die Anoden waren alle in Ordnung. Nach der Reinigung checkten wir die Seeventile durch und stimmten uns mit Marcus – dem Leiter von Peake Repairs – ab. Fortan schliefen wir im Peake Hotel. An ein Schlafen auf dem Schiff war bei einer Temperatur von über vierzig Grad nicht mehr zu denken. Wir verbrachten noch einige schöne Abende und Apéros mit Günter – unserem Freund seit Mortril Spanien – der seinen Katamaran ebenfalls in Peake lässt und packten dann am 14. Mai unsere Bündel und flogen mit KLM von Port of Spain über Amsterdam nach Zürich. Am Nachmittag des 15. Mai 2024 betraten wir nach neun Monaten auf See wieder unser Haus in der Schweiz.
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           Unser Rückflug nach Trinidad ist am 1. November 2024 vorgesehen. Es ist geplant, Avalon am 4. November wieder ins Wasser zu lassen. Damit dies geht, müssen alle Arbeiten abgeschlossen und der Schweizer Flaggenschein erneuert worden sein. Ueber die Reisepläne und Routen machen wir uns in den nächsten Monaten intensiv Gedanken und bereiten uns entsprechend vor. 
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      <pubDate>Thu, 23 May 2024 14:13:48 GMT</pubDate>
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      <title>Wir leben in der Karibik</title>
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          Rodney Bay wird von der ARC (Atlantic Race for Cruisers) als Ankunftshafen in der Karibik genutzt. Entsprechend gut ist die Marina eingerichtet. Es hat Restaurants, eine Chandlery und sogar einen kleinen Supermarket. Dieser – notabene – führt praktisch nur alkoholische Getränke, wen wunderts, und fast keine Frischwaren. Da Ostern war, mussten wir bis am Montag auf einen Mietwagen warten. So vertraten wir uns an den ersten beiden Tagen die Füsse und nahmen einmal mehr von den Unterschieden zwischen französischen und englischen Inseln Kenntnis. Löchrige Strassen, lausige Infrastruktur, eher arme Bevölkerung, scheussliches Brot, überall Abfall zeichneten die englischen Inseln aus. Als wir am Montag dann unseren rechtsgesteuerten Wagen übernahmen und erste Ausflüge über St. Lucia machten, verstärkte sich dieser Eindruck noch. Es wird auch viel gekifft auf diesen Inseln. Ueberall riecht es nach Pot. Dafür wird man entschädigt durch mehr Reggaemusik und humorvolle Zeitgenossen – wenn sie dich nicht gerade um Geld anbetteln. Apropos Geld. Auf all den englischen Inseln herrscht der EC Dollar, eine karibische Kuriosität, die etwa USD 1: EC$ 2.7 handelt zurzeit. Jederman akzeptiert auch USD, und somit ist der wilden Herumrechnerei und Schummelei natürlich Tür und Tor geöffnet. Passt man einmal nicht auf, wird man gnadenlos über den Tisch gezogen. Ueber die Bancomaten kann man EC$ beziehen. Dafür zieht einen dann die Hausbank in der Schweiz mit einem hundelausigen Wechselkurs und endlosen Kommissionen über den Tisch. Fazit: Du wirst auf jeden Fall über den Tisch gezogen, entscheide einfach vorher wo.
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           Das Hinterland von St. Lucia bietet wenig Neues. Wir entschieden uns, der lokalen Rumdistillerie einen Besuch zu erstatten und nahmen einen abenteuerlichen Weg durch pittoreske Dörfer unter die Räder. Von Schlaglöchern übersäte Strassen forderten höchste Konzentration. Wir bemerkten immer wieder, dass selbst pakistanische und indische Strassen vor über dreissig Jahren in kaum schlechterem Zustand gewesen waren. Wir erreichten die Distillerie ohne Achsbruch und wurden mit bestem karibischen Rum belohnt. Die Führung lohnt die Mühe nicht, aber die Getränkequalität ist «second to none». Wir kauften einen «Admiral Rodney» und einen «Chairman’s Reserve» und fuhren über Marigot Bay (ja, die heisst gleich) zurück nach Rodney Bay. 
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           Entlang der Westküste von St. Lucia zogen wir hinunter nach Soufrière, wo uns Jahleel an eine Boje band und seine Dienste für Taxiservice und Ausflugsorganisation anbot. Wir buchten eine Wanderung zwischen den beiden Pitons und liessen uns erstmal zum Dorf chauffieren. Unser Versuch, ein einigermassen schönes einheimisches Restaurant zu finden, gaben wir nach kurzer Zeit auf und setzten uns am Meer in eine Kneipe, die ein gutes Chicken Colombo servierte. Der Hike zwischen den Pitons entpuppte sich als zauberhaft. Obschon ausgetrampelt, führte der Weg durch farbenprächtige Natur und von den vier Aussichtspunkten aus hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die Pitons und das hügelige Hinterland. Der Führer machte immer wieder humorvolle Einlagen und hielt uns auf Trab. Auf der Rückfahrt nach Soufrière liessen wir uns eingangs Dorf rauswerfen, bummelten etwas durch die Strassen und klarierten beim Zoll und der Immigration dann aus. 
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           Port Elisabeth auf Bequia war unser nächster Stop. Eine weitläufige, gut geschützte Buch, mit Bojen backbords und Ankerplatz auf der Steuerbordseite beim Einfahren. Ein ellenlanger Traumstrand säumt diese Seite. Wir holten eine Boje, klarierten ein und nahmen einen ersten Augenschein. Karibik pur. Farbenprächtig, Reggaemusik und immer ein Wölkchen Marijhuana Duft in der Luft. Uns gefiels, und wir blieben drei Nächte. Wir hätten länger bleiben können, aber es zog uns zur berühmten Promiinsel Mustique, wo bekannte Namen wie Mick Jagger, Brian Adams und andere Stars und Sternchen ihre Anwesen haben und oft völlig unerwartet in Basils berühmter Bar auftauchen. Wir legten uns in der Bucht an eine Boje und setzten zu Basil über. Die Bar ist der Hammer. Alles aus Holz, mit Schnitzereien, die an Indonesien oder Indien erinnern. Die Preise sind natürlich den Stars angepasst. Ein Drink kostet zwischen USD 12.— und 18 .— das Essen bewegt sich auf Schweizer Preisniveau. Wir blieben wieder drei Tage und genossen die mondäne Atmosphäre. Eine Taxifahrt über die Insel verschaffte uns einen tieferen Einblick. Ja, die Güter lassen sich sehen. Die Infrastruktur, die vollständig über eine Firma, an der die Stars beteiligt sind, besorgt wird, ist einwandfrei. Gute Strassen, die einheimische Community von ca. hundertfünfzig Menschen verfügt über alles, was es braucht. Schulen, Kirche, Gemeindesäle, Sportplätze, sogar einen – wenn auch nur einen – Arzt gibt es. Abgesehen von den Fischern, die einen etwas verlotterten Eindruck hinterlassen, scheinen die Menschen dort ziemlich zufrieden mit ihrem Dasein zu sein. Am dritten Abend spielte bei Basil eine Band auf, und wir konnten wieder einmal tanzen.  Unsere Freunde von der Diamanta waren auf dem Weg in die Tobago Cays und fragten an, ob wir auch kommen würden. Die 19 sm waren schnell runtergesegelt und zur Freude aller, war praktisch neben ihnen noch eine Boje frei. Welch ein Wiedersehen nach dieser langen Zeit und welch zauberhafter Ort dafür. Wir lagen eingebettet zwischen Korallenriffen in türkisblauem Wasser und konnten von blossem Auge die vielen Seeschildkröten im Meer vor uns sehen. Wir hatten Anna und Marcel das letzte Mal in Mindelo auf den Kap Verden gesehen. Sie haben die Route über den Aequator nach Brasilien und dann an der südamerikanischen Küste entlang nach Norden in die Karibik genommen. Wir dagegen sind entlang des 14. und 15. Breitengrads nach Westen gesegelt und haben den Aequator nicht «überschritten».  Sie hatten Marcels Bruder und noch Marcels besten Freund an Bord und beabsichtigten, Diamanta Ende April in Trinidad aus dem Wasser zu nehmen und bis dahin zu viert zu segeln. Welch ein Wiedersehen. Wir verbrachten drei Tage zusammen, tranken, hatten es lustig, assen Raclette und machten einen Ausflug zur Insel Petit Tabac, wo Jack Sparrow mit einem riesigen Rumvorrat ausgesetzt worden war (im Film!). Zum Abschluss der Tobaco Cays gönnten wir uns Beachbarbecue und assen zwei riesige Lobster.  Wir verabschiedeten uns definitiv von der Diamanta und machten uns anderntags auf den Weg nach Mayreau, wo uns im Beach Club ein Restaurant in Form eines balinesischen Zelts mit Fünfsternemenues empfing. Wir warfen vor dem Strand unseren Anker, lancierten unser Dinghi und liessen uns verwöhnen. Ein Ausflug über die Insel gab nicht allzuviel her, aber wir lagen praktisch allein in der Bucht und genossen die Ruhe. Am nächsten Tag warf Bubu mit seiner Chap den Anker neben uns, und wir feierten Wiedersehen bei einem hervorragenden Dinner.  Da wir aus den Grenadinen wieder ausklarieren mussten,  nutzten wir den aufgefrischten Wind, um die wenigen Seemeilen nach Clifton auf Union Island zu segeln. Die Strömung drückte uns gnadenlos nach Steuerbord und nach vier Seemeilen mussten wir derart stark korrigieren, dass es ohne Motor nicht mehr ging. Das Korrallenriff vor der Bay war tückisch und erforderte sorgfältige Navigation. In der Bucht empfing uns Elliot Louis (Mr Faithful), der uns in den Cays schon nach Petit Tabac hinüber geschippert hatte. Er gab uns eine der äusseren Bojen, sodass wir etwas Privatsphäre hatten. Bubu folgte uns am Nachmittag und legte sich an die Boje auf unserer Backbordseite. Clifton hat einen gewissen Charme und die Menschen begrüssen einen mit einer herzlichen Freundlichkeit, die man nicht überall antrifft. Wir konnten unsere Gemüsevorräte wieder auf Vordermann bringen, Elliot putzte unseren Rumpf und bürstete den Bewuchs ab und langsam machten wir uns an die Organisation der Arbeiten, die in rund vier Wochen in Trinidad vom Stapel laufen sollten. Wir wollen Avalon am 10. Mai aus dem Wasser nehmen und dann bis Ende Oktober 2024 im Trockendock lassen. Die Hurricane Saison ist in den nördlicheren Gebieten für Segelabenteuer zu gefährlich. Wir werden diese Zeit zu Hause in der Schweiz verbringen. 
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      <pubDate>Sun, 21 Apr 2024 20:13:09 GMT</pubDate>
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      <title>Herrliche Zeiten</title>
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          Die Ile Fourchue liegt wenige Seemeilen nördlich von St. Barth und ist wie die Anse Colombier ein Naturschutzgebiet, wo man nicht überall ankern darf und einige Bojen ausgelegt sind. Wenn man sich anmeldet, bekommt man ein Certificat, das man zwecks Einverständnis mit den Regeln unterschreiben muss. Wir haben uns das in Gustavia noch organisiert und waren demnach beruhigt, falls eine Kontrolle durch die Ranger erfolgen sollte.  Da wir nicht spät unterwegs waren, konnten wir unter den Bojen noch wählen und legten uns in den hinteren Teil der Bucht, wo wir keine Yacht mehr im „Rücken“ hatten. Wir genossen die Ruhe, die Natur und das fantastische Schauspiel des Sonnenuntergangs. Nach zwei Nächten zogen wir weiter nach Philipsburg im holländischen Teil von Sint Maarten. Der Ausflug in die Stadt mit Dinghi war nicht spektakulär. Der Lido dem Meer entlang erinnerte uns an den Ballermann auf Mallorca und die Duty Free Shops hatten Preise jenseits von Gut und Böse. Selbst in der Schweiz bekommt man die Ware günstiger. Wir assen einen Salat und jamaikanisches Chicken und schlenderten zurück zum Dinghi. 
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           Die Marina Fort Louis in Marigot ist neu Basis von Moorings und Sunsail und kann demnach mit Mechanikern für alles aufwarten. Wir mussten unseren Bugstrahler reparieren lassen und brauchten einen Mech.  Ein Telefonat mit der Marina und wir hatten sowohl früher einen Platz als vereinbart und eine Telefonnummer des Mechs von Moorings. Am frühen Nachmittag konnten wir einlaufen und mit Hilfe des Dockmasters «nez au quai» sauber anlegen. Eine Stunde später war Wayne – der Mechaniker von Moorings – bei uns Bord und fing an, den Schaltpanel auseinanderzuschrauben. Da wir für Alisha und Manuel die Vorkabine sowieso hätten räumen müssen, ging alles im gleichen Zug und Wayne hatte auch Zugang zum Bugstrahler und den Batterien. Als es eindunkelte und noch keine Lösung in Sicht war, verschoben wir die Fortsetzung auf den nächsten Tag. Kurz vor zehn anderntags kam Wayne mit seinem korsischen Elektriker zurück, der dann die Suche weiterführte. Jerome fand den Uebeltäter zwei Stunden später.  Der Batteriehauptschalter hatte sich verabschiedet und musste ersetzt werden. Am Nachmittag rauschte der Bugstrahler wieder wie neu, und wir konnten alles putzen, rückbauen und die Vorkabine für unsere Gäste bereitstellen.  Alisha und Manu hätten am Samstag anfangs März ankommen sollen, verpassten wegen eines technischen Defekts der Air France Maschine in Zürich den Anschlussflug nach St. Martin, verbrachten eine Nacht im Flughafenhotel in Paris und kamen erst am Sonntag bei uns an. Wir holten sie mit unserem Mietwagen ab und die Begrüssung wurde natürlich unvergesslich. Nach einem Ruhetag zur Anklimatisation setzten wir am Dienstag Segel und fuhren einige Meilen  nach Norden in die Grand Case. Karneval war angesagt, und Caroline hatte ein zauberhaftes Restaurant reserviert, wo wir vor dem Umzug leckere Langustenspaghetti und dazu Chardonnay in rauhen Mengen zu uns nahmen.  Der Umzug war klein, laut und karibisch bunt. Zuvorderst tanzten karibische Schönheiten zu den Trommeln der ihnen folgenden Band und die Zuschauer folgten der Prozession tanzend und im Takt wogend. Wir genossen das Spektakel und machten uns erst kurz vor Mitternacht auf den Rückweg zum Dinghi. Am Anker schläft man herrlich. So ging es natürlich auch unseren Gästen. Erst als der Kaffeegeruch immer intensiver wurde, kamen sie aus den Kojen. Nach einem reichhaltigen Frühstück zogen wir nach Anguilla und setzten nach  ein paar Stunden Segeln in Road Bay den Anker. Nach der Einklariererei spazierten wir dem Strand entlang und fanden Elvis in seiner Strandbar. Mit der typischen langen Goldkette um den Hals, einer Spiegelbrille auf der Nase und einem Polystertrainingsanzug am Leib lachte er uns breit an. Er mache die besten Pain Killer in der Karibik, gab er von sich. Und in der Tat, die Legende war geboren. Elvis’ Pain Killer gehen in die Geschichte ein und gehören zu den besten, die wir bisher getrunken hatten. Am Abend stellte er uns eine Reggaeband in Aussicht, so reservierten wir einen Tisch in seinem Restaurant und verbrachten den Tag mit Schnorcheln und Baden. Der Abend wurde erwartungsgemäss lustig und laut. Die Band setzte sich aus lokalen «Heroes» zusammen und coverte sämtliche bekannten Bob Marley Songs, was die anwesenden Gäste natürlich zum Mitsingen inspirierte. Als sie schliesslich «Sweet Caroline» von Neil Diamond anstimmten, waren auch wir nicht mehr zu halten und versuchten uns am Mikrofon. Mir versagte nach kurzer Zeit die Stimme und das Gebrabbel war nicht mehr zu verstehen. Alle gröhlten und hatten eine gute Zeit. Trotz des  Alkoholschleiers fanden wir Avalon im Dunkeln und warfen uns zu Bett. Am Tag zwei vor Ort fuhren wir hinaus zur Sandy Island, wo wir uns zum Landfall einen Pain Killer gönnten. Ein klassischer Anblick. Ein Sandhaufen mitten im türkisblauen Wasser mit ein paar Palmen und einer Bar. Immer wieder spektakulär.  Da wir beim Ausklarieren am nächsten Tag ein Cruising Permit für Anguilla lösen mussten, konnten wir in der Crocus Bay, wenige Meilen weiter nördlich, zwei Tage «Badeferien» machen. Wir kauften ein, sonnten und badeten und die lokale Bar servierte ausvorzügliche Leckereien. Dass es in der Bay Haie hatte, machte die Schwimmerei speziell reizvoll – smile!  Nordöstlich von Anguilla gibt es auf Scrubb Island einen himmlischen Strand, wo wir eine Mittagspause und Badehalt einschalteten. Am Nachmittag segelten wir in die Anse Marcel auf St. Martin und verschlauften uns durch die enge Einfahrt in die gleichnamige Marina. Es wurde immer wärmer und als wir dort in der windstillen Bucht am Steg lagen, japsten die Hitzeempfindlicheren unter uns förmlich unter Deck. Bei Einbruch der Dunkelheit verzogen wir uns ins italienische Restaurant der Marina.  Am nächsten Tag lag Tintamarre – eine kleine Insel nordöstlich von St. Martin, auch ein Naturschutzgebiet – auf dem Programm. Der goldgelbe Strand lud förmlich zu einem Besuch ein. Alisha und Manu nahmen das Stand Up Brett und Caroline schwamm nebenan. Wir blieben über Nacht und bestaunten den klaren Sternenhimmel. Weitere zwei Nächte auf der Ile Fourchue mit einer Wanderung auf den höchsten Punkt wie eine Nacht in der Simpson Bay neben der Flugpiste des internationalen Flugplatzes in St. Martin rundeten die zwei Besuchswochen ab. Mit einem Captain’s Dinner auf der Terrazza in Marigot gingen die zwei Wochen mit unseren Lieben viel zu schnell vorbei. Wir mieteten wieder unseren treuen KIA bei Mercedes (so heisst die Frau wirklich) und fuhren Alisha und Manu am Freitag zum Flugplatz. Schweren Herzens fuhren wir alleine zur Marina Fort Louis zurück und gönnten uns ein ruhiges Essen mit einem guten Glas Wein auf dem Schiff. Am 18. März drehten wir den Kurs Richtung Süd und legten bei leicht südwestlichen Winden ab. Eher ungewöhnlich in diesen Breiten, aber die Klimaerwärmung fordert auch hier ihren Tribut. Wir dachten, wir könnten diesen Wind segeln und die paar holländischen Inseln besuchen. Nach wenigen Meilen mussten wir aufgeben und eine Nacht in Philipsburg einschalten. Die Dünung liess uns nur schwer schlafen und bereits frühmorgens entschieden wir, anstelle von St. Kitts und ff. über die Ile Fourchue und dann in einem Parforceschlag drei Nächte durch- und direkt nach Martinique zu fahren. Die Windvorhersagen stimmten wieder einmal nicht, und wir mussten uns mehr oder weniger mit Fock, Leichtwindgenua und/oder Motor bis nach Etang de Z’Abricots durchschlagen. Am 23. März fuhren wir frühmorgens in Fort de France ein, warfen vor der Marina Anker, nahmen eine Dusche, reinigten das Schiff und konnten eine Stunde später in die Marina einfahren. Die Jobbers – Jutta und Thomas - hatten uns bereits erwartet und halfen uns beim Anlegen mit den Leinen. Welch eine Wiedersehensfreude. Es gab viel zu erzählen. Bei einem Ankertrunk und einem Nachtessen tauschten wir Erfahrungen und Erlebnisse aus. Bis am 28. bunkerten wir das Schiff mit Nahrungsmitteln und Wasser voll, gingen an meinem Geburtstag bei Lili in der Lagoon auf der Ostseite der Insel wunderbar essen und legten am 29. März ab für den Schlag nach Rodney Bay auf St. Lucia. Jetzt liegen wir in Rodney Bay, haben die mühsame Einklariererei bereits hinter uns und freuen uns auf eine weitere Perle der Karibik. 
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      <pubDate>Sun, 31 Mar 2024 19:23:37 GMT</pubDate>
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      <title>das karibische Feeling stellt sich ein</title>
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          Wir verliessen Bas de Fort am 30. Januar. Die letzten Tage waren recht regnerisch gewesen, und wir vermuteten, dass wir in den «Les Saintes» im Süden von Guadeloupe aufgrund der Topographie weniger Regen haben würden. In der Bucht bei der Ilet à Cabrit legten wir uns nach einem unspektakulären Schlag an eine der raren Bojen. Mit dem Dinghi fuhren wir in das hübsche Städtchen, mieteten Elektrofahrräder und fuhren hoch zum Fort Napoleon. Eine wunderbare Aussicht bot sich uns. Und obwohl der Namensgeber Napoleon das Fort nie besucht hatte, gab es im Obergeschoss eine sehenswerte Ausstellung der kolonialen Vergangenheit des recht gut erhaltenen Gebäudekomplexes. Die kleine Insel «Cabrit», in deren Bucht wir lagen, erwanderten wir zu Fuss an einem weiteren sonnigen Tag. Wir hatten mit unserer Wettererwartung Recht bekommen. Während Guadeloupe in Regenschauer getaucht war, hatten wir in den «Saintes» das schönste Karibikwetter. Wir lernten ein nettes Schweizer Pärchen kennen, das bereits seit vier Jahren mit ihrem Katamaran unterwegs waren und tauschten Erfahrungen aus. Nach vier Tagen zogen wir weiter nach Deshaies im Nordwesten von Guadeloupe, wo wir vor dem längeren Schlag nach Antigua noch einmal übernachteten. Wie erwartet, regnete es heftig den ganzen Abend. 
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           Am anderen Morgen fuhren wir aus der Abdeckung von Guadeloupe und setzten Segel. Wir konnten fast bis Falmouth Harbour auf Antigua segeln. Die Einfahrt in die geschützte Bucht ist notorisch etwas ruppig, aber unter Motor hatten wir keine Mühe, die Untiefen zu umfahren. Wir nahmen eine freie Boje und entschieden, erst am nächsten Morgen einzuklarieren. 
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           Customs und Immigration befinden sich im Nelson’s Dockyard im English Harbour, dem ehemaligen Stützpunkt des berühmten Admirals Nelson. Ein Ort, den man auf Antigua auf keinen Fall verpassen sollte. Kommt man in den Dockyard hinein, wähnt man sich in London’s Katherine Docks im 18. Jahrhundert. Die Gebäude sind liebevoll gepflegt oder restauriert, Nelson’s Wohnhaus ist zu einem kleinen charmanten Museum umfunktioniert worden und alles verströmt den leicht modrigen Duft der kolonialen Vergangenheit. Einfach herrlich! Nach dem Einklarieren besorgten wir uns eine lokale SIM mit 90 GB Daten für unseren Router, bezahlten die Boje und machten uns auf den kurzen Weg nach Jolly Harbour auf der Westseite der Insel. Wir bekamen 25 kn Wind und die enge Marina machte unter diesen Umständen ein gefahrloses Einparken in die zugewiesene Lücke unmöglich. Wir legten uns auf Reede vor Anker und verbrachten einen gemütlichen Abend mit gutem Essen und der letzten Flasche Rotwein. Am nächsten Morgen konnten wir dann einlaufen und ruhig anlegen.
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           Wir trafen wieder alte Freunde in der Marina und kamen so zum letzten Gossip in der Szene. Wir brauchten einen neuen Router, um die neue SIM brauchen zu können. So charterten wir ein Taxi und Troy, unser Fahrer, fuhr uns bei strömendem Regen nach St. John, der Hauptstadt von Antigua. Nun, wie stellt man sich eine karibische Hauptstadt vor? Nach unseren Massstäben kommt die Geschichte ziemlich schäbig daher. Strassen voller Schlaglöcher, Teile der Kanalisation offen, viele Häuser scheinen kurz vor dem Zerfall zu stehen. Der Verkehr unbeschreiblich langsam und chaotisch. Nebst nigelnagelneuen Autos fahren buchstäbliche Ruinen rum, die, sofern sie nicht mehr laufen oder in einen Unfall verwickelt sind, einfach am Strassenrand stehengelassen werden und still vor sich hin verrotten. Den Menschen scheint dies alles nichts zu machen. Die lachen, zeigen Lebensfreude, sind freundlich und zugänglich. Alle scheinen einander zu helfen und selbst als Tourist, bekommt man immer irgendwo und irgendwie Hilfe. So fanden wir Dani in seinem Elektronikshop. Ein Syrer und Computercrack, den es in die Karibik verschlagen hat. Dani versprach uns, innert einer Stunde einen Toprouter zu vernünftigem Preis zu haben. Wir schlugen ein und gingen am Pier der Kreuzfahrtschiffe essen. Eine Stunder später waren wir mit einem Alcatel Router der neuesten Generation ausgerüstet und wieder voll kommunikationsfähig. Caroline nutzte die Situation sofort und organisierte uns trotz immenser Nachfrage einen KIA, und so konnten wir am nächsten Tag mit der Erkundung der Insel beginnen. Die lokale Rumdistillerie kann man vergessen und das Fort ausserhalb von St. John bietet ausser den sehr gut erhaltenen Kanonen rein gar nichts. Eine Augenentzündung von Caroline’s linkem Auge zwang uns, einen lokalen Augenarzt aufzusuchen. Das Erlebnis, nebst der chaotischen Anfahrt, wird in unsere Geschichte eingehen. Der sehr nette und kompetente Arzt empfing Caro in einer antiquierten Praxis, die mehr an eine Wohnstube des 19. Jahrhunderts, denn an eine Augenarztpraxis erinnerte. Er diagnostizierte eine bakterielle Infektion und gab ihr gleich die notwendigen Medikamente mit. Beruhigt zogen wir von dannen und holten auf dem Rückweg noch die fertige Wäsche aus der Laundry ab. Der Sonntag wurde zum Höhepunkt unseres Antiguaaufenthalts. Troy fuhr uns zusammen mit unseren Freunden auf die Shirley Heights zum wöchentlichen Barbecue mit Musik von Steel- und Reggaeband. Unvergesslich die Stimmung und der Sonnenuntergang. Die  Steelband gehört zum Besten, was wir in Sachen Musik in den letzten Monaten gehört hatten. Sobald es dunkel wurde, kam die Reggaeband zum Einsatz. Der Bass ging durch Mark und Bein, und Caro und ich konnten uns nicht mehr halten. Wir mussten tanzen. Es war richtig schön, nach Monaten endlich wieder einmal das Tanzbein zu schwingen. Gegen elf waren wir wieder in Jolly Harbour.
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           Am 14. Februar klarierten wir aus und fuhren acht Seemeilen nach Norden in die Dickinson Bay. Völlig alleine lagen wir eine Nacht vor Anker und genossen die Ruhe nach den letzten turbulenten Tagen. Dickinson liegt ideal aus Ausgangspunkt für den Schlag nach Barbuda. Caroline hatte in der Cocoa Bay Enoch ausfindig gemacht. Enoch bietet den vermutlich preisgünstigsten und zartesten Lobster im Umkreis von hundert Seemeilen an. Er serviert die Tiere direkt vom Grill mit einem jacked potatoe und einer kreolischen Knoblauchsauce. Wir legten uns in der Bay vor Anker und reservierten anderntags zwei Portionen. Unterwegs hatten wir Funkkontakt mit Irelami gehabt, einem Schweizer Schiff, das uns überholt hatte. Enoch kann man mit dem Dinghy nicht anlanden. Der Schwell würde das Gummiboot überwerfen. Man muss etwa dreissig Meter vor dem Strand das Dinghy an einer Boje festmachen und die kurze Distanz an Land schwimmen. Wir schafften es und Enoch begrüsste und mit einem breiten Lachen. An einem der Tische befand sich die Besatzung der Irelami und die nächsten drei Stunden unterhielten wir uns bestens mit dem jungen Paar mit ihrem Hund und assen den besten Lobster seit langem. Zusammen mit dem goldenen, einsamen, kilometerlangen Strand hatten wir endlich die Karibik gefunden. Nach allen Massstäben gehört dieser Strand zu den schönsten der Karibik. Nach zwei Tagen und einer Uebernachtung bei der Codrington Lagoon im Westen von Barbuda setzten wir über nach Gustavia auf St. Barthelemy. Wir wurden  hin und her geschleudert, hatten den Wind teils von achtern, dann wieder räumlich und konnten schlicht und einfach nicht vernünftig segeln. Der Baum schlug von links nach rechts, eine Bullentalje hätte rein nichts gebracht und der Wechsel von Leichtwindgenua zu Fock und zurück ging uns dermassen auf die Nerven, dass wir schliesslich alles runternahmen und nur noch unter Motor fuhren. Wir erreichten Gustavia am Abend und warfen ausserhalb der kommerziellen Fahrrinne den Anker. Leider befanden wir uns sowohl in Windrichtung des Kraftwerks wie auch der Anflugschneise des Flugplatzes. Romantik konnte nicht aufkommen.  Wir klarierten am nächsten Morgen ein und gleich wieder aus. Bei einem entzückenden Mittagessen inmitten der «Schicki Micki Meile» gegenüber der Superyachtdocks besprachen wir die nächsten Schritte. Einige Tage in der Anse Colombier und der Ile Fourchue machten Sinn bis zur Ankunft von Alisha und Manu in St. Martin. Jetzt liegen wir in Colombier, füllen unsere Tanks mit dem Watermaker und freuen uns auf die Ankunft der Beiden anfangs März. 
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      <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 21:55:44 GMT</pubDate>
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      <title>Martinique, Dominica, Guadeloupe</title>
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          Aufgrund der Weihnachts- und Neujahrsferien war die Organisation des Motorenservice und der Segelreparaturen schwieriger als gedacht. Nach unzähligen Telefonaten  und Mails gelang es uns schliesslich, all die Arbeiten auf anfangs Januar zu legen. Um es vorwegzunehmen, der Motor wurde von IDS perfekt geserviced und der leicht verkokte Auslass gereinigt. Er läuft seither wieder einwandfrei und hat seine Schwäche überwunden. Der Genaker hat neue Nähte und eingesetzte Stücke erhalten und die Sturmfock haben wir umrüsten lassen, sodass sie auf unsere kleinere Rollvorrichtung passt. Alles hat bestens geklappt. Die zerrissene Genua haben wir einer Frau vermacht, die daraus Taschen näht. Die Leichtwindgenua ist aufgezogen und zieht wunderbar. Wir sind gerüstet für die weiteren Abenteuer.
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           Mit einem alten Peugeot 104 begannen wir in den Tagen bis Weihnachten die ersten Ausflüge auf Martinique zu machen. Unter anderem besuchten wir die Habitation Clément, unsere erste Rumdistillerie in der Karibik. Nur 5 % der weltweiten Rumproduktion wird französisch, sprich aus dem fermentierten Saft des Zuckerrohrs, destilliert und dann in Fässern gereift. Der weitaus grössere Teil wird aus Melasse gewonnen und dann meist auf 37 - 41 % Alkohol «runtergefahren». Die Franzosen hingegen produzieren ihren «Rhum Agricole» meist auf 42 – 57 % Alkoholgehalt, was für unsere Gaumen recht gewöhnungsbedürftig ist. Hat man sich einmal daran gewöhnt, ist dieser Rum sowohl pur, verdünnt oder als Punsch ein Hochgenuss. Wir lernten viel über das meistgetrunkene Getränk in der Karibik und genossen die Schönheit der Gebäude, die Lager, die Gerüche und last but not least die Geschichte hinter diesen « Fabriken». Clément liegt eingebettet zwischen Zuckerrohrfeldern und einem tropischen Garten an der Ostseite von Martinique und bietet durch den Ausblick auf den Atlantik und den sanften Passatwind eine zauberhafte Atmosphäre und ein herrliches Klima. Nach dem ersten Golfkrieg haben sich die Präsidenten Mitterand und Bush senior hier zum ersten Gipfel getroffen, um die Zukunft im Nahen Osten zu diskutieren. 
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           Am 27. Dezember sind unsere Freunde aus der Schweiz eingeflogen und haben ihr Apartment wenige hundert Meter von der Marina entfernt bezogen. Das Wiedersehen war natürlich sehr emotional und wurde gebührend begossen. Wir wurden richtiggehend verwöhnt mit Gewürzen, Würsten, Salamis, Süssigkeiten, Le  Parfait Tuben und sogar zwei Portionen Käsefondue. Obwohl die Vier hundemüde waren, gingen wir noch ins «Le Spice»  zusammen essen. In den folgenden zwei Wochen durchforschten wir ganz Martinique, besuchten noch weitere Distillerien, gingen Nachtessen mit unseren Freunden oder sie bekochten uns. Der Silvester stach mit einem hervorragenden Rindsfilet hervor, das wir auf dem Cobb Grill in ihrem Apartment brutzelten. Das Feuerwerk um Mitternacht konnten wir auf der Dachterrasse  verfolgen und mussten zugeben, auch die Franzosen wissen, wie man ein tolles Feuerwerk gestaltet. Als unser Motor geserviced war, machten wir mit jedem Paar einen Halbtagesausflug auf der Avalon unter Segeln, gefolgt von einem Badestopp mit Ankern und Apéro. Wir genossen die Zeit mit ihnen in vollen Zügen und hatten einen Riesenplausch, dass das mit diesem Besuch geklappt hat. Anfangs zweiter Woche nahmen wir Abschied und kurz darauf landete das nächste befreundete Paar,  das sich aber rund eine Stunde Fahrtweg weiter im Süden bei St. Anne einquartiert hatte. Wir besuchten sie am Tag Zwei nach ihrer Ankunft in ihrem zauberhaft gelegenen Haus und auch dieses Wiedersehen war nicht minder emotional und herzlich. Sie verwöhnten uns ebenfalls mit Gaumenfreuden aus der Schweiz, die wir in den folgenden Tagen Stück für Stück mit Genuss vertilgten. Mit einem Apéro auf dem Schiff und anschliessendem Nachtessen in Fort de France mussten wir von ihnen schweren Herzens fast zu früh Abschied nehmen. Unser Marinavertrag lief ab und unsere Zeit in Martinique ging damit auch zu Ende. 
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           Wir klarierten aus und verliessen am 12. Januar 2024 Etang z’Abricots in Richtung Roseau auf Dominica.  Kaum aus der Abdeckung von Martinique raus, bekamen wir herrliche 23 Knoten Wind und konnten fast bis nach Roseau segeln. Wir nahmen uns eine Boje mithilfe von Desmond von Sea Cat Moorings und genossen danach unseren obligaten Ankertrunk. Die Bucht sah nicht gerade einladend aus, aber die Vegetation präsentierte sich schon von See aus überwältigend. Mit Desmonds Hilfe klarierten wir anderntags ein und nahmen Roseau erstmal unter die Lupe. Klein, bunt, etwas zerfallen, gute Bars, gute Musik, ein hübsches Museum ein geschichtsträchtiges Fort und nette, hilfsbereite Menschen. An jeder zweiten Ecke riecht es nach «Gras», entsprechend aufgestellt ist die Stimmung. Am zweiten Tag machten wir die erste Tour mit unserem Führer Gordon. Wir fuhren in den Dschungel und hatten das Gefühl, in einem botanischen Garten zu sein. Ueppige Vegetation, Blumen, Früchte, Gemüse, absoluter Wahnsinn. Wir besuchten den Süsswassersee, schwammen in eine Schlucht zu einem Wasserfall, kletterten einen zweiten Wasserfall mit einer separaten heissen Quelle hoch und badeten unterhalb des Falls in glasklarem Wasser und assen bei Laura in märchenhafter Umgebung kreolisches Chicken und tranken Punsch dazu. Todmüde kamen wir am Abend zurück aufs Schiff. Am Tag drei fuhren wir mit Gordon zum Indian River in Portsmouth und liessen uns von einem Ruderboot den Fluss hinauf durch atemberaubenden Dschungel zu Calypsos Hütte – Kenner erinnern sich an Pirates of the Carribean Teil 2 – und schliesslich zur Bar mit dem weltbekannten «Dynamite Punch» fahren. Die Botanik des Flusses bietet seltenen Spezies ein einmaliges Habitat. Wir hätten noch stundenlang weiterfahren können, vor allem nach dem Punsch fühlten wir uns ziemlich angeheitert und unterhielten uns angeregt mit dem anderen Paar auf dem Schiff. Zum Abschluss der Tour fuhren wir mit Gordon auf die Ostseite der Insel und besuchten noch einen üppigen Nationalpark. Desmond fuhr uns schliesslich zurück zum Schiff und siehe da, gleich an der Boje neben uns hatte in der Zwischenzeit Jobber, unsere Freunde aus Mindelo und Etang z’Abricots festgemacht. Wir beschlossen den Tag mit einem Apéro bei Ihnen auf dem Schiff und dem Wissensaustausch. 
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           Obwohl wir bereit für die nächste Insel waren, fuhren wir am nächsten Tag nach Portsmouth und legten uns dort noch an eine Boje. Hier konnte man baden, das Wasser machte einen einladenderen Eindruck als in Roseau, aber bereits um vier Uhr begann es dermassen zu schütten, dass wir uns ins Schiff zurückziehen mussten. Tags darauf segelten wir mit einem recht starken Wind im dritten Reff nach Terre des Hauts und legten uns dort an die buchstäblich letzte freie Boje. Das Wetter war herrlich und wir konnten ausgiebig baden und die Seele baumeln lassen. Terre des Hauts liegt vor Guadeloupe, und da der Wind wegen der Schmetterlingsform von Guadeloupe zunehmend stärker nach Norden drehte, konnten wir so eine schwierige Passage gegenan zweiteilen. Der nächste Tag entwickelte sich dann wie erwartet sehr schwierig. Das Gross konnten wir gleich in den Lazybags lassen, für die Leichtwindgenua war der Wind zu stark und auch unter Fock und Motor gab es eine rechte Hackerei bis wir Point de Pitre erreichten. Gottseidank hatten wir die Marina vorgängig reserviert und konnten ohne Anstalten hineinfahren und anlegen. Der Wind hatte unangenehm zugelegt und schlug jetzt mit fast dreissig Knoten in die grosse Bucht. Wir klarierten ein und suchten uns eine nette Beiz für das Nachtessen. Die Marina Bas de Fort ist bestens bestückt. Mit allem, was das Seglerherz begehrt. Da das Wochenende vor uns lag, versuchten wir anderntags ein Auto zu mieten, aufgrund der grossen Nachfrage stand uns dieses aber erst ab Dienstag der Folgewoche zur Verfügung. So radelten wir in die Stadt und verbrachten die ersten Tage an Land mit etwas Bewegung. Sobald wir das Auto hatten, zogen wir über die Insel. Zuerst der Westflügel mit der Küste und einem Besuch der Distillerie Langueteau, wo wir endlich das heissersehnte Rumfass fanden, das wir im Schiff haben wollten. Dann der Ostflügel mit dem wilden Pointe des Châteaux, dem zauberhaften goldenen Strand an der Anse Bertrand und den ausgezeichneten Restaurants an der Küste. Guadeloupe erinnerte uns etwas an Martinique. Der Verkehr ist nicht so dicht, die Leute etwas relaxter, aber summa sumarum gleichen sich die Inseln sehr stark. Im Gegensatz zu Dominica, wo man das Gefühl hatte, wirklich in der Karibik zu sein, wo man auch Reggea Musik gehört hatte, könnte man sich in Martinique oder Guadeloupe an der französischen Riviera wähnen. Wir haben dieses richtige Karibikfeeling bis jetzt noch nicht gefunden. 
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      <pubDate>Mon, 29 Jan 2024 22:42:42 GMT</pubDate>
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      <title>2100 sm über den Atlantik</title>
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          Anna von der Diamanta hatte Geburtstag und lud zum Dinner in ein Restaurant mit Bühne und Live Musik ein. Mindelo bietet in Sachen Musik so einiges. Die Bands spielen, teils hochprofessionell, Rock und Jazz oder dann natürlich auch die einheimischen Songs mit grosser Leidenschaft und tollen Stimmen. Gegen Mitternacht hört man überall Musik und die Einheimischen können eine zeitlang vergessen, dass  sie tagsüber ziemlich hartes Brot zu beissen haben.  Wir haben uns mit unseren Stegnachbarn, Thomas und Jutta von der Jobber, angefreundet und verbringen auch mit ihnen einen der letzten Abende mit gutem Essen und interessanten Gesprächen. Reisende tragen eine schwere Bürde. Immer wieder lernt man tolle, liebenswerte Menschen kennen, freundet sich an und verbringt eine schöne Zeit zusammen,  muss sich dann aber wieder verabschieden und weiss nicht, ob man sich je wiedersieht. Wenn man darüber nachdenkt, sticht es einen schon ins Herz. Vielleicht ist es aber auch das Alter, das einen etwas feinfühliger werden lässt. Am 2. Dezember ist es dann soweit. Wir haben Früchte, Gemüse, wenig Fleisch und massenweise chinesische Fertignudelsuppen gebunkert und sind bereit, die Leinen zu lösen. Die Crews von Diamanta und Jobber wie auch Matts von der Midnight Sun verabschieden und winken uns herzlich als wir uns langsam vom Steg wegbewegen. Wir sind bewegt und während der ersten Stunden in Gedanken versunken. Jetzt war es soweit. Die erste wirklich grosse Passage lag vor uns. Wir rechneten mit 18 bis 20 Tagen, je nach Wind und erreichbarer Geschwindigkeit. Erneut fielen wir in unseren Wach- und Schlafrhythmus. Wir waren für beständigen Passat etwas früh unterwegs, waren dafür aber froh noch recht nördliche Winde zu haben, was für unsere Genua super war.  Wenn man zu Zweit unterwegs ist, stellt die Sicherheit in der Nacht hohe Anforderungen. Alleine zwei Segel zu managen, übersteigt meist die Kraft von nur einer Person. So waren wir froh, mit der Genua gut Fahrt machen zu können, ohne das Gross hissen zu müssen. Am zweiten Tag wurden wir von Delphinen begleitet, die sich wie immer einen Spass daraus zu machen schienen, mit uns um die Wette zu fahren. Immer wieder kreuzten sie unter Avalon durch, rasten zum Bug oder vollführten Kapriolen, wenn sie längsseits schwommen. Die sich kreuzenden Wellen quälten uns und forderten volle Konzentration, wenn wir uns über oder unter Deck bewegten. Mit der Zeit geht einem dieses erratische Geschaukel gehörig auf den Sack. Wir fragten uns ernsthaft, wem zum Teufel sowas gefällt. Es kann einen in den Wahnsinn treiben, wenn man sich permanent wie ein Spastiker fühlt und sich wie ein Klammeraffe bewegen muss. Das Kochen unter Deck wird so zur echten Herausforderung. Da Caroline unter Deck Mühe mit ihrem Magen  bekam, wurde sie zum Hilfskoch Nr. 1 befördert und zeichnete fortan für die Rüsterei verantwortlich, während ich in der heissen Pantry die Ware zu was Essbarem verarbeitete. In den Handbüchern heisst es immer so schön, man solle bei bewegter See beim Kochen das Oelzeug zum Schutz vor heissem Wasser oder Oel tragen. Auf dem 14. Breitengrad wäre ich nach dreissig Sekunden in Ohnmacht gefallen und Caroline hätte mich mit kalten Wickeln wiederbeleben müssen. Also zog ich mir eine Schürze über meinen nackten Oberkörper und liess die Expertenmeinungen sein, wo sie waren. So kam es, dass wir die wundersamsten Kreationen auf den schwankenden Tisch brachten, und eigentlich hätte nur noch ein guter Tropfen Wein zum vollendeten Festmahl gefehlt. Die Antirutschmatten sorgten dafür, dass dies alles schadlos und ohne Bruch vonstatten gehen konnte. Die Tage flogen dahin. Anfangs der zweiten Woche fuhren wir in ein Gewittergebiet und in der Nacht zerstörte ein Squall unsere schwere Genua. Das Resultat sah aus, als hätte ein T-Rex mal kurz einen Wutanfall gehabt und das solide Tuch in Fetzen gerissen. Wir hatten die Botschaft verstanden und rollten inskünftig bei schon nur leichten Winddrehern die Fock halb ein. Wir wollten die nicht auch noch verlieren. Tagsüber half uns der Gennaker zu mehr Speed. Caroline hatte einen scharfen Spürsinn für die Steuerung unter Gennaker entwickelt und sass manchmal hinten im Cockpit mit der Steuerung des Autopiloten in der Hand und steuerte Avalon wie mit einem Joystick. Die Pacific Plus konnten wir bei diesem heftigen, völlig unberechenbarem Wellengang leider unter Gennaker nicht einsetzen. Die Schlaferei war ein Thema für sich. Wir hatten uns im Salon eingerichtet, dass die Freiwache auf dem Sofa in Komfort schlafen konnte.  Die Schaukelei zwang uns alsbald, die Bettstatt auf den Boden vor dem Navitisch zu verlagern. Wir legten Caroline’s Yogamatte aus und verstärkten die «Federwirkung» mit einer Therm-a-Rest Matte, die wir aus den Tiefen des Schiffs hervorzauberten. Versehen mit einem Leintuchschlafsack aus den Achzigern sah das schon recht passabel aus. Ein Pfadfinderlager auf hoher See. Solange die Schüttelei anhielt, schliefen wir also am Schiffsboden. Na ja, von Schlafen konnte kaum die Rede sein. Irgendetwas schlug immer gegen eine Wand. Seien es Tassen, Schüsseln oder irgend ein anderer Gegenstand. Und bei richtig heftiger See knallte es dermassen, dass man selbst aus komatösem Schlaf aufschreckte und meinte, das Schiff breche auseinander. Aber Avalon hielt und setzte stoisch ihren Kurs fort. Der permanente Schlafmangel führte natürlich zu der grotesken Situation, dass wir uns ab allem köstlich amüsieren konnten und ständig mit einem Grinsen auf dem Gesicht herumliefen. Dieses Symptom kennt man auch aus der Folterforschung. Man abstrahiert seine Situation dermassen, dass sich das Gehirn über den Humor selbst zu schützen versucht. Vermutlich würde man sonst durchdrehen. Am 12. Dezember feierte Caroline ihren 60-ten Geburtstag mitten auf dem Atlantik. Wir haderten, dass wir mit Tee anstossen mussten. Aber trotz des fehlenden Champagners, wird dieser Tag wahrhaftig in Erinnerung bleiben. Wer feiert schon einen runden Geburtstag auf dem Atlantik.  Der Wohlfühl-Zustand hielt an, und am Tag 17 rief Caroline plötzlich, Land in Sicht. Ich stürzte ins Cockpit und wahrhaftig, ca. 30 sm vor uns war eine Erhebung aus dem Wasser deutlich erkennbar. Zu Vangelis’ «Quest for Paradise» in voller Lautstärke lagen wir uns mit Tränen in den Augen in den Armen. Wir hatten es geschafft. 18 Tage hatte die Ueberfahrt gedauert.  Man kann diesen Augenblick kaum in Worte fassen, so unglaublich schön kommt er rüber. Uns wurde bewusst, wie sich wohl die spanischen und portugiesischen Entdecker jeweils gefühlt haben mussten, als sie diese Momente erlebt hatten. Wir hatten die «Neue Welt» auf eigenem Kiel erreicht und stiessen mit einer Tasse Tee auf den Moment an. Die 30 Meilen und die Umrundung des südlichen Kaps von Martinique rissen wir in der folgenden Nacht völlig entspannt ab. Es war die erste Nacht, in der wir Beide herrlich tief geschlafen hatten, da wir im Lee von Martinique natürlich keine Wellen mehr hatten. Die Ankunft in Etang z’Abricots Fort de France war nur noch Formsache. Wir schwebten auf Wolke sieben und wollten so schnell wie möglich den wohlverdienten Ankertrunk nehmen. Um 1330 h am 20. Dezember 2023 legten wir an und beglückwünschten uns zum grossen Meilenstein. Der eiskalte Weisswein aus El Hierro schmeckte hervorragend und die Doritos hatten den gewissen türkischen Touch. 2100 Seemeilen auf dem Atlantik lagen hinter uns. Die ersten Schritte an Land waren noch unsicher, und wir verstanden jetzt, was dieser berühmte Seemannsgang an sich hatte.  Dies hielt übrigens geschlagene 24 Stunden an, bevor wir uns wieder wie Menschen an Land bewegen konnten. Wir gönnten uns ein wunderbares Nachtessen im «Le Spice» und legten uns selbst für hiesige Verhältnisse früh ins Bett. Die nächsten Tage waren voller Arbeit. Leichtwindgenua anschlagen, Motorservice organisieren, Segelmacher mit dem Nähen des Gennakers beauftragen, Einkaufen usw. usw.  
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      <pubDate>Sat, 23 Dec 2023 14:00:55 GMT</pubDate>
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      <title>Afrika wird spürbar....</title>
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          Gran Canaria konnten wir von Nord nach Süd und von Ost nach West während gut zwei Wochen mit Auto, Fahrrad und zu Fuss erforschen. Wir lernten die Geschichte kennen und waren fasziniert von den Artefakten, der klimatischen Vielfalt der Insel und last but not least der Freundlichkeit der Menschen. Avalon lag gut vertäut in Pasito Blanco und unser kleiner Fiat Panda trug uns über die Insel. Las Palmas hat eine hübsche Altstadt rund ums Cristobal Colon Haus rum. Wir nahmen uns einen ganzen Tag für die Besichtigung, die im Besuch des Hauses gipfelte. Die Ausstellung in den Räumen, die Deko und das Haus selbst sind der Hammer. Man taucht in die Geschichte ein und kann die einzelnen Reisen von Christoph Kolumbus an interaktiven Bildschirmen verfolgen und sich in den Räumen in die Zeit zurück führen lassen. Wir fanden in der Stadt einen Gitarrenhändler und mussten einfach eine spanische Gitarre kaufen. Trotz meiner kaputten linken Hand werde ich versuchen, dem Instrument einige Töne zu entlocken wenn wir auf hoher See sind. Am zweitletzten Tag packten wir unsere Schweizer Freunde von der Diamanta und der Morning Star in unseren Panda und gingen auf Grosseinkauf. Die Rückfahrt wurde zum grossen Gaudi als wir alle Einkäufe und Passagiere schliesslich im kleinen Fiat hatten. (Siehe Foto) Aufgrund der immer noch in den Kanaren befindlichen ARC war es uns nicht vergönnt, einen Marinaplatz in Teneriffe zu bekommen. Wir nahmen nach zwei Wochen Gran Canaria somit Kurs auf El Hierro, der kleinsten Kanareninsel, die als verträumt und etwas abseits der Touristenpfade liegend gilt. Im Puerto de la Estaca hatte es Platz ohne Ende und nach einer ruhigen Nachtfahrt legten wir am zweiten Tag am Fingersteg dort an. Ruhig war die Fahrt, aber nicht ruhig der Funk. Immer wieder kamen Pan Pan Meldungen herein, dass sich etliche unbeleuchtete Flüchtlingsboote vom afrikanischen Festland nach El Hierro bewegten und man einen «sharp lookout» mit entsprechend vorsichtiger Fahrt sicherstellen solle. Es wäre äusserst unangenehm gewesen, hätten wir ein solches Boot in der Nacht gerammt. Die Boote haben sich bis auf eines in Richtung Restinga im Süden bewegt, somit war die Gefahr einigermassen abschätzbar. Auch im Mittelmeer hatten wir etliche Funksprüche der Küstenwache wegen Flüchtlingsbooten in Richtung Lampedusa abgefangen und immer wieder aufpassen müssen. Einige Tage später haben wir die Schiffe in La Restinga gesehen und uns vorstellen können, wie eine solche Fahrt über hunderte von Seemeilen gewesen sein musste. Unvorstellbar! El Hierro entpuppte sich als zauberhaft. Die Südwestseite der Insel ist wild, vulkanisch, rau und gänzlich mit Lava bedeckt. Die höheren Lagen in der Mitte erinnerte uns an Schottland und Irland mit Nebel, Graswiesen und dichten Nadelwäldern, die förmlich zu Outdooraktivitäten einluden. Die Insel scheint bedeckt von Wacholderbäumen, die sich im permanenten Wind zu märchenhaften Formen entwickelt haben.  Der berühmteste dieser gekrümmten Bäume heisst Sabina, wurde zum Markenzeichen von El Hierro und ziert auch die nationale Flagge. In Punta Grande im Westen der Insel steht das kleinste Hotel der Welt auf einem Lavaklotz und wird  auf drei Seiten von wilden Wellen und hoch schlagender Gischt umsäumt. Traumhaft! Die Besitzerfamilie hat eine maritime Sammlung von Fundstücken aufgebaut, die den Speisesaal und die Bar in ein romantisches Museum verwandelt haben. Ein Besuch oder sogar ein Kurzaufenthalt ist jeden Cent wert. Während fast zwei Wochen erkundeten wir buchstäblich jeden Fleck der Insel. Caroline hat wie immer, traumhafte Routen, Wanderungen und Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, dass uns nie langweilig wurde. Am 12. November 2023 lösten wir schliesslich wieder die Leinen und machten uns auf den Weg nach Mindelo auf den kapverdischen Inseln. 780 Seemeilen mit nordöstlichen Winden und einem Kurs von  rund 210 Grad versprachen eine gute Kombination und stetes Vorwärtskommen. Da wir zuerst die Schubstange unseres Windpiloten richten mussten, kam unser Autopilot zum Einsatz. Am zweiten Tag brach die Nocke am Quadranten und machte den Autopiloten unbrauchbar. Wir kamen nicht darum herum, die besagte Schubstange während der Fahrt zu demontieren und zu richten. Die beste aller Steuerfrauen übernahm und Avalon blieb auf Kurs. Das Richten gelang zum Glück, und wir konnten fortan den Wind mit unserer Pacific Plus steuern lassen. Wie schon bei den letzten Ueberfahrten war Caroline die ersten drei Tage leicht seekrank und konnte unter Deck nicht eingesetzt werden. Nach einiger Zeit legte sich das, aber längere Zeit unter Deck war nicht ihr Ding. Sie rüstete Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse an Deck und ich verarbeitete die Ware in der Pantry. Wir assen gut und gesund und verzichteten – wie immer, wenn wir unterwegs sind – gänzlich auf Alkohol. Schon nach kurzer Zeit verfielen wir in den Rhythmus von Wache und Freiwache und einzig die schräg von achtern kommenden, teils bis fünf Meter hohen Wellen sorgten manchmal für ein schwieriges Einschlafen. Wir rechneten ursprünglich mit sechs Tagen, aber unser Etmal fiel aufgrund schwächerer Winde zeitweise unter 100 Seemeilen.  Am siebten Tag kam San Antao in Sicht und drei Stunden später fuhren wir in die Bucht von Mindelo ein. Wieder unter Motor legten wir in der Marina an und beglückwünschten uns und unsere Stegnachbarn mit einem Glas Weisswein. Die Kap Verden sind unabhängig, können ihre koloniale Vergangenheit mit Portugal aber nicht verleugnen. Alle Menschen sprechen sowohl Kreol wie auch Portugiesisch. Das Essen, die Kultur und auch die Gebäude und Infrastruktur sind portugiesisch geprägt. Je länger je mehr drückt aber Afrika durch. Für uns ein herrliches Tummelfeld. In solchen Ländern können wir alles organisieren und reparieren lassen. Die Menschen sind ein Fundus von Erfindergeist und überall gibt es «Workshops». Wir können handeln, fremdes Essen ausprobieren und das Chaos und die Farben geniessen. Als erstes musste unser Autopilot wieder in Gang gesetzt werden. Bereits am Abend war der Mechaniker organisiert und mit der Schweiss- respektive Dreharbeit des Nockens sowie des Schweissens einer Halterung für die Fischrute beauftragt. Am zweiten Tag war alles fertig und konnte montiert werden. Top Arbeit, perfekt auf Mass gefertigt. Der Pilot konnte wieder eingesetzt werden. Wir mussten aufgrund von Kommunikationsproblemen unser Iridium GO! ebenfalls auf Vordermann bringen und die neueste Firmware auf das Gerät selbst laden. Erstaunlicherweise war dies einfacher als gedacht und erste Versuche zeigten, dass jetzt auch die SMS Funktion sowie die GPS und Zeitangaben auf dem Gerät richtig funktionierten. Heureka! Nach allen «Servicearbeiten» mieteten wir uns mit zwei Deutschen Paaren einen englischsprachigen Führer, Franklin, und machten eine erste Expedition über Sao Vicente. Wir bestiegen den höchsten und den kleinsten Vulkan, besuchten ein Schildkrötenspital, assen in Baias das Gatas in einer kleinen Kneipe und wanderten am Abend mit Franklin durch das Quartier in Mindelo, wo er aufgewachsen war. Es war eindrücklich und manchmal auch sehr bedrückend wie die Menschen hier ihren Alltag meistern müssen. Seit der Pandemie hat die Insel brutal unter dem Rückgang der Einnahmen gelitten. Der Tourismus ist zwar noch nicht sehr bedeutend, aber trotzdem mussten sämtliche Investitionen aus Geldmangel gestoppt werden und die Arbeitslosigkeit ging durch die Decke. Nur langsam kommt die Erholung. Wie überall auf der Welt ist Tourismus Fluch und Segen zugleich. Man kann nur hoffen, dass die Gratwanderung gelingt und die Infrastruktur und die Natur nicht überfordert werden, sollte das «Geschäft» dereinst wieder anziehen. Franklin zeigte uns beide Seiten seiner Welt, und wir waren ihm dankbar für diesen intimen Einblick.  Nach einer Woche Mindelo organisierten wir uns Fährtickets nach Santo Antao und Caroline durchsuchte das Internet nach einer hübschen Bleibe für zwei Nächte. In solchen Dingen ist sie nicht zu schlagen. Mit detektivischem Spürsinn findet sie immer wieder traumhafte Lodges und interessante Routen. So auch diesmal. Von Porto Novo aus erhandelten wir uns einen Land Cruiser mit französisch sprechendem Fahrer, der uns entlang der Ost- und Nordküste nach Cruzinha da Graça und gleich nördlich des Dorf ins Mamiwata  Eco Village fuhr. Juao, unser Fahrer, entpuppte sich als Top-Reiseführer mit einem umfassenden Wissen über die Geschichte und Geographie der Insel. Er schlug uns einige Hot Spots vor, die wir unbedingt sehen mussten. So beschlossen wir, ihn am Tag drei wieder zu chartern und diese Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Das Mamiwata war der Knüller.  Unser Bungalow war ein rechteckiger Würfel auf einem Felsklotz über den steil abfallenden Kliffs mit Terrasse direkt auf die Brandung und die wild zerklüftete Küste. Wir konnten das Meer vom grossen Kingsize Bett aus sehen und hören. Da es in der Nähe keine Restaurants hatte, assen wir auch im Mamiwata. Alles war auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Es gab keinen Plastik, keine Verpackungen, keine Petflaschen und sowohl Früchte und Gemüse wurden in der Umgebung oder im eigenen Garten angepflanzt und mit gefiltertem «Abwasser» bewässert. Wir durften nur die hoteleigenen Seifen und  Duschgels verwenden. Alles Andere hätte die Filter verstopft.  Am zweiten Tag machten wir eine Wanderung ins nahe gelegene Fischerdorf und dann für zwei Stunden der wilden Küste entlang. Es ging rauf und runter und forderte unsere schlappen Muskeln wieder einmal richtig heraus. An einem einsamen schwarzen Sandstrand assen wir unsere «lunch packages» und kehrten dann um. Nach insgesamt vier harten Wanderstunden waren wir zurück in der Lodge und fielen völlig erschlagen auf unsere Terrasse. Meine Wanderstiefelsohlen hatten sich in Einzelteile aufgelöst wie seinerzeit meine Segelstiefel in Preveza. Einmal mehr zeigte sich, dass Plastik und Kunststoffe dem harten Gebrauch in Sonne, Meer, Sand und Hitze einfach nicht lange trotzen. Stoffe, genähte Verbindungen, Leder und natürliche Materialien sind viel besser dafür geeignet und halten bedeutend länger. Wir nahmen whats app Kontakt mit Juao auf und vereinbarten den Treff um 10.30 h am nächsten Morgen. Verständlicherweise schliefen wir wie die Murmeltiere in dieser Nacht. Vielleicht war es auch der einheimische Wein und das Rauschen des Meers. Nach einem hervorragenden Morgenessen mit Früchten, Eiern, warmem Brot und selbstgemachter Marmelade gings mit Juao auf Tour. Wir fuhren durch märchenhafte Täler, wild romantische Schluchten und Berge. Alles tropisch fruchtbar mit Brotbäumen, Bananen, Avocado, Palmen, Inhame und mehr. Das Vallé de Paul schlug alles bisher Gesehene. Wir besuchten die 1956 gegründete Rhumdistillerie «Beth d’Kinha», die wohl kleinste, die wir je gesehen hatten, degustierten und kauften zwei Flaschen Grogue Velha. So brachten wir unseren Rhum Vorrat wieder auf Vordermann. Ueber Sinagoga gings zurück nach Ribeira Grande und dann über die wohl spektakulärste Passstrasse aller Zeiten in Richtung Porto Novo. Wir glaubten zu Träumen. Während 14 Jahren hatten die Portugiesen vor 60 Jahren diese Strasse über die 1400m hohen Vulkane mit Pflastersteinen gebaut. Sie sieht heute noch genauso aus wie vor 60 Jahren. Man fährt durch tropische Vegetation und kommt mit der Höhe in alpin anmutende Nadelwälder. Man fährt über Vulkankreten mit bis zu 800 m abfallenden Steilwänden.  An vielen Stellen, wurde die Strasse buchstäblich in die Felsen und Lavaklötze geschnitten. Es ist atemberaubend. Die Formen der Vulkane, deren Ränder und Täler stachen durch die grüne Vegetation noch viel stärker hervor. Wir waren verzaubert von dieser Insel und konnten nicht genug bekommen. Juao beantwortete alle Fragen. Sein Wissen über die Gegend schien unermesslich. Kaum erreicht man die Südseite wird schlagartig alles trocken und man wähnt sich zwanzig Minuten später wieder in einer staubtrockenen Lavawüste, wo kaum mehr ein Grashalm wächst. Faszinierend würde Commander Spock sagen!  Juao fuhr uns zum Hafen, und wir verabschiedeten uns herzlich und dankbar von ihm. Ein kleiner Lunch im Restaurant rundete die Tour ab. Pünktlich um vier Uhr legte die Fähre ab und bereits eineinhalb Stunden später waren wir wieder in unserer Marina in Mindelo. In der Zwischenzeit waren Diamanta und Morning Star auch in der Marina angekommen und es gab ein grosses und herzliches Wiedersehen. 
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           Es trennen uns jetzt noch drei Tage vom grossen Aufbruch über den Atlantik. Die Tage sind erfüllt von den letzten Vorbereitungen. Dann geht das Abenteuer weiter.
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      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 16:17:34 GMT</pubDate>
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      <title>Der Sprung ins grosse Meer</title>
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          Am 2. Oktober 2023, nach zwei Wochen La Linea und Gibraltar, lieferte José die beiden Exide AGM Batterien, baute sie ein und testete die Systeme durch. Alles funktionierte, der Lader lud und die Ankerwinch sollte auch nicht mehr schwächeln – was wir natürlich nicht testen konnten im Hafen. Am 3. Oktober lösten wir die Leinen und machten uns auf den Weg über die Strasse von Gibraltar in Richtung  Kanaren. Es sollten rund 620 Seemeilen werden bis Lanzarote und unser Etmal sank praktisch nie unter 120 Seemeilen. Die nächsten Stunden versprachen spannend zu werden. Es hatte bis dato zahlreiche Orca Angriffe genau da, wo wir waren, gegeben. Entsprechend angespannt waren wir. Der Wind frischte auf, und wir machten mithilfe der Strömung fast zehn Knoten über Grund. Weit und breit waren keine Orcas auszumachen. Wahrscheinlich ähnelte Avalon keiner ihnen bekannter Form. Ja, wir fahren mit zwei Kielen; das Unterwasserschiff ist blau und hinten mit der Windsteuerung kommen wir auf zwei Ruder. Sieht unter Wasser sicher komisch aus. Die Wellen wurden höher, kamen schräg von der Seite, schüttelten uns durch und machten das Kochen mit dem kardanisch aufgehängten Herd recht spannend. In den Handbüchern steht, dass man am besten im Oelzeug kochen soll bei starkem Wellengang. Angesichts der tagsüber noch sehr hohen Temperaturen eine echte Herausforderung. Smile! Die Nächte wurden kühl und das Oelzeug und die Leggings kamen schliesslich doch zum Einsatz. Die ersten drei Tage kämpfte Caroline mit einer leichten Seekrankheit, die ihr den Aufenthalt unter Deck – ausser zum Schlafen – etwas schwierig gestaltete. Aber sie hielt tapfer durch. Wir verfielen in den Rhythmus mit Wache, Freiwache, Essen und Schlafen. Aufgrund des starken Wellengangs und der immer schwächer werdenden Winden konnten wir das Grosssegel nicht setzen, ausser wir hätten eine sogenannte Bullentalje gesetzt. Da dieses Instrument die schnelle Reaktion behindert, fuhren wir nur mit den Vorsegeln.  Am Tag vier verliess uns der Wind gänzlich und die Geschwindigkeit fiel unter zwei Knoten. Wir starteten die Maschine bis es dunkel wurde und die Fock wieder genügte. Wenn man dann so alleine im Cockpit sitzt und über einem den Sternenhimmel betrachtet, das Boot sanft in den Wellen schaukelt und um einen herum stockdunkle Nacht herrscht, kommt man manchmal schon ins Grübeln. Warum haben uns die Orcas verschont? Was denken die Delphine, wenn sie uns zwanzig Minuten lang begleiten? Was genau treibt uns an und lässt uns solche Strapazen auf uns nehmen? Der Raub von Schlaf gilt eigentlich als Folter. Wir machen das freiwillig. Die vielgerühmte Freiheit auf See ist auch nicht mehr, was sie einmal war. Will man einen Marinaplatz, muss man meist schon Wochen oder gar Monate vorher anfragen und buchen. Wir sind während der ARC (Atlantic Race for Cruisers!) und der ARC+ unterwegs. Das sind rund 200 Schiffe, die irgendwo in völlig überforderten Marinas untergebracht und verproviantiert werden müssen. Als Fahrtensegler kann man froh sein, irgendwo noch reinkommen zu können. Die Ankerplätze sind limitiert, weil der Grund oft felsig ist und/oder gar nicht geankert werden kann. Dazu kommt die Unberechenbarkeit des Wetters mit oft starken Winden über 35 Knoten, die nicht jeden Ort «übernachtungsfähig» machen. Es bedeutet zu planen und Wetterberichte ohne Ende zu studieren, will man nicht auf dem linken Fuss erwischt werden. Die Welt um uns herum scheint zurzeit ja völlig aus den Fugen zu geraten, so gefällt es uns hier schon einiges besser, weit weg von all den Tumulten, Kriegen und dem Leid. Am Morgen des sechsten Tages kommt Land in Sicht und Lanzarote nimmt Form an. Caroline hat in der Marina Rubicon eine Reservation machen können. Gegen Mittag kommen wir an und machen fest. Wir werden herzlich begrüsst von Anna und Marcel, Freunde, die wir in Cartagena kennengelernt haben. Auch Bubu und Urs haben uns schon erwartet und schicken Welcome Messages über what’s app. Die «Swiss Community Abroad» lebt, und an den vielen kommenden Abenden werden wir viel Zeit mit unseren Freunden verbringen und uns austauschen. Wir setzten uns nach der Ankunft mit der Werft vor Ort in Verbindung, um die «Wasserpumpenlager» austauschen zu lassen. Schon seit Estepona kam immer wieder etwas Wasser aus den Impellerlager. Da sich dies einige Tage hinziehen würde, buchten wir gleich noch ein paar Nächte dazu und richteten uns heimisch ein. Rubicon gehört zu den schönsten Marinas, die wir je ausserhalb der Türkei gesehen haben. Es hat Restaurants und Bars ohne Ende, genug Einkaufsmöglichkeiten, Tankstelle und Autovermietstation. Die Sanitäreinrichtungen sind «second to none».  Das Pumpenlager war nach drei Tagen ersetzt und der Erkundung der Insel stand nichts mehr im Weg. Wir mieteten einen Mini Cabrio und «erfuhren» die Insel. Die Mondlandschaften ohne jegliche Vegetation wirken surreal und strömen eine eigenartige Faszination aus. Lanzarote scheint buchstäblich nur aus Vulkanen zu bestehen, die vor über 25 Millionen Jahren dieses einzigartige Eiland formten. Wir assen uns durch das lokale Angebot inklusive indisch, marrokanisch und natürlich spanisch und genossen die Gespräche mit unseren Freunden. Die Menschen auf Lanzarote sind ausserordentlich freundlich und lebensfroh. Das Klima herrlich trocken und warm. Was will man mehr. Nur Bäume fehlen auf der Insel gänzlich – von den wenigen Palmen mal abgesehen. Aufgrund anstehender starker Winde von der «falschen» Seite mussten wir entscheiden, Fuerte fallenzulassen und stattdessen direkt nach Gran Canaria zu fahren. 
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      <pubDate>Sat, 21 Oct 2023 15:34:08 GMT</pubDate>
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      <title>Die See hat uns wieder</title>
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          Kurze Replik: Am 19. Juli 2023 erreichten wir Valencia Mar, vereinbarten mit BlueKnot die Arbeiten der nächsten fünf Wochen, putzten Avalon und vertäuten sie mit Federn und den neuen italienischen Leinen, sodass wirklich auch ein handfester Sturm nichts kaputt machen konnte. Dann zogen wir in ein Hotel in Valencia um, tummelten einen Tag in der Stadt und vereinbarten mit Walti und Encin Cavegn einen Dinnertermin am zweiten Abend. Die Beiden waren zur gleichen Zeit in Valencia wie wir. Ein schöner Zufall, wie vor über einem Jahr in Marmaris, wo uns Walti mit seinem Charterschiff besucht hatte. Wir verbrachten einen zauberhaften Abend und flogen dann am nächsten Morgen mit dem gleichen Flug wie sie nach Basel.  
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           Am 28. August 2023 landeten wir wieder planmässig in Valencia und fuhren mit einem Taxi nach Valencia Mar, wo Avalon frisch geserviced auf uns gewartet hatte. Es war schön, wieder an Bord zu sein. Von Walti Cavegn hatten wir erfahren, dass Hans, ein langjähriger Freund von uns, auf seinem Schiff, einer wunderschönen 20m Aluyacht, die buchstäblich am Steg uns gegenüber lag, sein würde. Also setzten wir uns mit ihm in Verbindung und vereinbarten einen Treff.  Es wurde ein herrliches Wiedersehen nach vielen Jahren, einer Einladung zum Lunch an Bord und intensivem Austausch. 
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           Da uns das Wetter einmal mehr unruhig machte, legten wir am 1. September ab und fuhren in den gut geschützten Hafen von Denia. Die Marina el Portet in Denia erwies sich als Glücktreffer. Wir lagen völlig sicher vor den draussen tobenden Winden und konnten in Ruhe die Steuerbordlampe am Bug ersetzen, die in der Zwischenzeit den Geist aufgegeben hatte. Am Wochenende war Denia zur Fahrradrennhochburg aufgestiegen und Tausende säumten die Strassen, durch die ihre Stars rasten. Es herrschte Volksfest, und wir waren mittendrin. Der Sturm flaute ab und trotz der starken Dünung wollten wir weiter nach Alicante. Es herrschte noch stockdunkle Nacht als wir ablegten und in den Kanal aus dem Hafen einbogen. Hohe Dünung schlug uns entgegen und wir brauchten mehr Motorpower, um nicht herumgeschlagen zu werden. Aber………… die Power wollte nicht kommen. Wir konnten den Gashebel runterdrücken, wie wir wollten, mehr als 1600 Touren kam nicht zustande. Der Adrenalinspiegel stieg  und die Konzentration aufs Ruder brauchte alle Sinne.  Einige bange Minuten später waren wir durch und atmeten erstmal tief durch. Was war los? Wir checkten den Motor durch, aber er lief ruhig ohne Nebengeräusche. Einzig die Leistung konnten wir nicht erhöhen. Nach dem  Motto «never change a running system» liessen wir ihn einfach laufen und setzten die Fock für eine höhere Geschwindigkeit. Am Nachmittag liefen wir in Alicante ein und sagten dem hilfsbereiten Marinero nach dem Manöver, dass wir einen Motorspezialisten brauchten. Der Marinero rief nach Kuko (der heisst wirklich so), ein sympatischer Kerl, der auf dem Steg am Vorbeigehen war. Kuko entpuppte sich als Motorenmechaniker, der nach unser Beschreibung sogleich eine erste Diagnose stellte und sich für neun Uhr am nächsten Tag mit uns verabredete. Um zehn Uhr am nächsten Tag kam er mit den nötigen Werkzeugen und schraubte den «Auspuff» samt Krümmer und Wasserzuleitung ab. Man konnte die Kohleschicht deutlich sehen und auch das grosse, abgebrochene Kohlestück, das den Auslass behinderte, war unübersehbar. Er putzte alles und setzte die Teile wieder ein. Ein anschliessender Testlauf verlief erfolgreich. Problem gelöst. Er empfahl uns, das ganze System bei nächster Gelegenheit reinigen zu lassen und mit höheren Tourenzahlen zu fahren, damit die Kohle sich nicht absetzen konnte. 
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           Wir blieben noch eine zweite Nacht in Alicante und zogen dann über Torrevieja – bekannt aus der Fairy Ultra Werbung – nach Cartagena und dann einige Seemeilen weiter in die Mazaron Bay, wo wir seit Valencia das erste Mal ankern konnten. Wir genossen die Ruhe, das sanfte Schaukeln und das Essen an Bord. Die Bucht war gut geschützt, und wir blieben vor der Dünung, die draussen herrschte verschont. Am anderen Morgen fiel uns auf, dass die Batterien schwach waren und die Ankerwinch Mühe bekundete. Wir mussten dem Problem auf den Grund gehen, bevor wir in den Atlantik fahren konnten. Carrucha, Roquetas de Mar und Adra waren Stationen vor Motril und Malaga. Die Marina de Motril verdient Erwähnung. Obwohl die Anlage mit Schwimmstegen etwas anfällig für Dünung ist, wollten wir die «freundlichste Marina im Mittelmeer» nicht auslassen. Und in der Tat. Der Betreiber begrüsste uns persönlich am Steg, und wir hätten so ziemlich jede Unterstützung bekommen, die man sich nur ausdenken konnte. Da wir nur eine Nacht blieben und wegen des anstehenden Treffens mit Moni und Christoph Meier nach Malaga weiter mussten, konnten wir die Gastfreundschaft nicht nutzen. In den letzten Tagen hatten wir mit der IGY Marina in Malaga einen regen Whats App und Mail Austausch betrieben, um einen Liegeplatz in der Stadt zu bekommen. Unser Charme und unsere Hartnäckigkeit führte schliesslich zum gewünschten Erfolg. Wir konnten inmitten des Superyachthafens in Malaga anlegen. Am Abend in Motril lernten wir Bubu, Urs und Günther kennen und tauschten Erfahrungen aus. Bubu und Urs waren ebenfalls auf dem Weg nach den Kanaren und Günther segelte seinen Katameran alleine etwas gemächlicher der Küste runter. Bewundernswert!
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           Malaga! Wir mussten uns auf Kanal 11 bei der Port Control anmelden und durften dann in den beeindruckenden Hafen dieser schönen Stadt einfahren. Wiederum auf Kanal 9 baten wir die IGY Marina um Unterstützung und wurden vom Marinero und Maria, unserem guten Engel vom Büro, in Uniform begrüsst. Wir bekamen einen Liegeplatz längsseits vor einer ca. 80m langen Superyacht, direkt am Stadtpier. Wir hatten unheimlich Freude, solch unverschämtes Glück zu haben.  Zwei Nächte durften wir bleiben. Wir putzten das Schiff runter, sodass man wieder aus den Scheiben sehen konnte, füllten die Wassertanks und unterzogen die Stadt einem ausführlichen Fahrradausflug. Die Innenstadt ist sehr hübsch und versprüht einen leicht kolonialen Spirit. Um Fünf am nächsten Abend kamen dann Moni und Christoph zum Apéro aufs Schiff. Es machte richtig Spass, mit solch  langjährigen Freunden ein Wiedersehen zu feiern. Maria hatte für uns ein tolles Restaurant reserviert und so schloss ein ausgezeichnetes Nachtessen den schönen Abend ab. 
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           In Estepona wartete bereits der nächste Höhepunkt auf uns. Marisa und Rolf waren dort in den Golfferien, und wir hatten uns bereits für den nächsten Abend verabredet. Der Wind wehte zu steil und die zu erwartende Dünung trieb uns bereits in der Morgendämmerung aus Malaga fort. Wir mussten uns etwas sputen, um am Nachmittag nicht gegenan schlagen zu müssen. Bereits nach zwei Uhr fuhren wir in den Puerto Deportivo Estepona ein und legten am «Pantalon 3» an. Gegen siebzehn Uhr kamen Marisa und Rolf aufs Schiff. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen, entsprechend herzlich war die Begrüssung. Endlich hatte es ein Chevalier aufs Schiff geschafft. Ein wunderbares Nachtessen rundete den Abend ab. Anderntags wurde der Hafen von Estepona zum Jahrmarkt und gefühlt Tausende von Touristen säumten die Marktstände und Restaurants. Nach den besten «Pil Pil Prawns» aller Zeiten, trafen wir uns wieder mit Marisa und Rolf, bummelten durch die Stadt und assen dann nochmals gemeinsam. Wie immer fiel der Abschied schwer, aber uns rief Gibraltar. 
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           Die noch verbleibenden knapp 25 Seemeilen bis zum «Rock» verliefen problemlos und bereits am frühen Nachmittag des 18. Septembers liefen wir die zollfreie Tankstelle in Gibraltar an, wo wir über 600 Liter Diesel zu £ 1.07  bunkerten, um für den «long haul» zu den Kanaren gerüstet zu sein. In der Alcaiseda Marina auf der spanischen Seite legten wir an und setzten uns gleich mit Varaderos del Sur in Verbindung, um unser elektrisches Problem zu lösen. Nach anfänglichen Sprachproblemen schafften wir es schliesslich, dass zwei Elektriker an Bord kamen, alles durchcheckten und nach einer sauberen Batteriediagnose eines dritten Fachmanns zum Schluss kamen, dass die Backbordbatterie das Zeitliche gesegnet hatte. Wir brauchten zwei neue Komfortbatterien. Die Offerte stellte eine Lieferfrist von sieben Tagen in Aussicht. So kommt es, dass wir jetzt in Gibraltar festsitzen und auf die Lieferung und den Einbau warten müssen. So eine Batterie ist ungefähr 36 kg schwer, etwa doppelt so gross wie eine valable Autobatterie und kann nicht einfach herumgetragen werden. 
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           Wir verbringen die Zeit mit Besuchen von Gibraltar, dem berühmten Felsen, der Stadt La Linea, Lesen und Blog schreiben. In der Zwischenzeit haben wir die Selbststeueranlage montiert, den Gennaker hochgezogen und die Vorräte ergänzt. Kleine Reparaturen stehen auch immer wieder an. So mussten wir den Kicker des Baums mit einer Aluhülle ummanteln, damit uns der untere Teil aufgrund von Korrosion nicht buchstäblich wegbricht. Wir werden ihn in Trinidad ersetzen müssen. 
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           Die weitere Routenplanung ist zurzeit extrem wetter- und strömungsabhängig. Wir können erst aus dem Mittelmeer, wenn wir Ost-, Nord- oder Südwind haben und keine Strömung, die nach Ost setzt. 
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      <pubDate>Sun, 24 Sep 2023 14:14:36 GMT</pubDate>
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      <title>Auf den Balearen</title>
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          Mallorca hat definitiv mehr zu bieten, als Strände und Hula Hula, aber jetzt im Hochsommer war die Insel fest in der Hand des Pauschaltourismus und der Ballermänner. Bevor wir Palma in Angriff nahmen, verbrachten wir noch eine ruhige Nacht an einer Boje in der Cala de ses Leonardes. 
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           Wir hatten uns den Luxus zweier Nächte im Real Club Nautico Palma geleistet und legten uns an einem der zahlreichen Pontoons am äussersten Platz an den Steg. Die Sommerhitze nahm uns in Beschlag und bald zeigte das Thermometer im Schiff über vierzig Grad Celsius an. Nach einer Schiffsputzaktion und Verproviantierung, inklusive 16 1,5 L Flaschen Wasser, verzogen wir uns in die kühleren Gassen der Stadt. Palma ist immer einen Besuch wert, obschon es natürlich während der Hauptsaison überquillt an schwitzenden und lauten Touristen, die der Konsumlust ungehemmt frönen und die Taschen der einheimischen Geschäftsleute füllen. Gut so! Man mag es ihnen gönnen. Wir genossen in einer ruhigen Seitengasse ein herrliches Essen und verholten uns nach dem Eindunkeln in unser heisses Schiff. Der nächste Tag gehörte der sportlichen Ertüchtigung mit den Fahrrädern. Wir tuckelten dem Beach entlang und am späteren Nachmittag zurück in die Stadt. Wir hatten um 20.30 h einen Tisch im Purobeach Palma reserviert und genossen den Sonnenuntergang und eine richtig gute Paella. Da die ganze Zeit Südwind herrschte versank der Horizont etwas im gelblichen Saharastaub und auch Avalon bekam eine Ladung Staub ab. Die Wäscheaktion von gestern war nur inbezug auf das Salz erfolgreich gewesen. Sogar unsere UKW Antenne war gelbraun auf der «Südseite». Bevor wir Andratx anliefen, stand noch eine Ankerbucht, die Punta Prima, auf dem Programm, dann fuhren wir in den kleinen Ports IB Andratx ein. Ein letztes Mal Wasser bunkern bis Valencia. Durchschnittlich konnten wir mit unseren 3x100 L Wassertanks rund 2 Wochen autark sein und auch nach jedem Badespass mit Süsswasser duschen. Wir hatten in der Zwischenzeit mit einer Firma in Valencia Kontakt aufgenommen und verschiedene Arbeiten, unter anderem auch den Ersatz unseres Wassermachers, in Auftrag gegeben. Ohne Wassermacher über den Atlantik zu segeln, schien uns etwas zu gewagt zu sein, und auch unser Motor brauchte dringend einen grossen Service. Ueber verschiedene Ankerbuchten im Osten und Westen von Formentera erreichten wir am 15.07.2023 «Ses Salines» auf Ibiza. Wir hatten für zwei Nächte eine Boje gebucht und nutzten die Bucht als Ausgangsort für den Besuch von Ibiza Stadt. Alvaro, unser Marinero mit Schnellboot, brachte uns an den Strand für einen letzten Einkauf. Am Tag zwei ruderten wir mit unserem Dinghi rüber und ein Taxi bugsierte uns auf schnellstem Weg in die Stadt. Trotz der schier unerträglichen Hitze erklommen wir die Stadtmauern und die Burg, die einen wunderbaren Ausblick auf den geschäftigen Hafen und die Altstadt bot. Wir genossen den Landgang nach den Tagen an Bord und die Bewegung tat unseren alten Knochen gut. Am Abend nahm uns Alvaro an den Haken und zog uns zurück zum Schiff. Herrlich!
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           Vor dem 80 Meilen Sprung nach Valencia zog es uns noch nach Cala Escondita, die karibisches Flair versprach. Jetzt liegen wir in dieser Bucht umringt von Motorbooten und Ausflüglern, bevor wir uns ans Festland aufmachen, um dann für circa fünf Wochen nach Hause zu fliegen. Avalon wird in der Zwischenzeit von BlueKnot Valencia für die nächsten Etappen fit gemacht. Wir blicken auf fast vier Monate voller Eindrücke und unzähliger Erlebnisse zurück. Vier Länder innert kurzer Zeit, hunderte von spannenden Begegnungen, Bilder, die sich eingebrannt haben und Menschen, die wir liebgewonnen und unser Verständnis für ihr Land und ihr Leben gefördert haben. 
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      <pubDate>Fri, 21 Jul 2023 14:19:23 GMT</pubDate>
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      <title>Vom tyrrhenischen Lebensgefühl zu E Viva Espana</title>
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          Vom tyrrhenischen Lebensgefühl zu E Viva España 
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           Olbia ist klein, aber hat einen hübschen Stadtkern und ein Museum, das einen guten Einblick in die wechselhafte Geschichte von Sardinien und der Stadt gibt. Ein Besuch mit Audiogerät lohnt sich. Da wir in der Moys Marina etwas ausserhalb der Stadt liegen, kommen unsere Fahrräder aktiv zum Einsatz, und wir haben die lang ersehnte sportliche Bewegung. Nach zwei Tagen und einem Grosseinkauf für die Ankerbuchten im Maddalena Archipel und der Ueberfahrt nach Korsika, gehen wir ans Ausklarieren. Erwartungsgemäss brauchen wir etwa zwei Stunden, hatten aber Glück und erwischten einen kundigen Beamten der Guardia Costiera, der uns das Constituto sauber abstempelte und dann gleich behielt.  Ueber Golfo Pero und Porto Palma auf Caprera erreichten wir am 17. Juni La Maddalena, wo wir uns nach zwei Ankernächten an den Steg in der Stadt legten. Der ganze Archipel ist ein Eldorado für Segler und bietet mit seinen unzähligen Buchten, Hunderte von wunderschönen Ankerplätzen. Maddalena Stadt ist sehr, sehr touristisch und strotzt vor Boutiquen und Einkaufsmöglichkeiten für die vielen Pauschalreisenden. Am 18. Juni ziehen wir Richtung Norden zur Isola Budelli, wo uns karibisches Feeling erwartet. Wir finden noch einen Platz für unseren Anker und sind bald eingekreist von einer Sunsail Flotille, die, wie schon im vorherigen Blog erwähnt, jedes Feingefühl für Intimsphäre vermissen lässt. Das ganze Archipel ist Naturschutzgebiet und bedingt ein Permit, das man via Internet vorweg kaufen muss. Eine Woche kostet knapp € 50.—für eine Yacht unserer Grösse, was wir angesichts der Masse von Schiffen, die in dieses Gebiet drängen, als absolut richtig erachten. Die Natur würde ohne diese Massnahmen vermutlich kollabieren.  Die Cala G. Marino schliesst unseren Besuch dieses tollen Gebiets ab. Obwohl Caroline stärkere Winde erwartet, wollen wir uns auf den Weg nach Korsika machen und unterwegs noch eine Nacht auf der Isola Lavezzi, praktisch mitten in der Strasse von Bonifacio verbringen. Zuerst vor Anker fühlen wir uns etwas eingeklemmt in der engen Bucht. Als dann unverhofft gegen Abend eine Festmacherboje der Touristenboote frei wird, verholen wir uns dorthin und fixieren seit unseren Erfahrungen vor Santorini zwei Festmacherleinen. Die Nacht wird unruhig, weil der Wind immer stärker hereinschlägt und die Felsen nur ungenügenden Schutz bieten. Am nächsten Tag blasen 20 – 25 Knoten, und wir machen eine Rauschefahrt über die Strasse von Bonifacio. Zeitweise loggen wir über 8 Knoten Fahrt über Grund. Und dies im 3. Reff. Propriano auf Korsika empfängt uns mit offenen Armen, einem überaus freundlichen Marinero und einem irgendwie anziehenden Städtchen. Wir mieteten ein Auto und erkundeten die Insel, soweit dies aufgrund der kurvigen und damit langen Strecken zwischen den sehenswerten Orten möglich war. Sartene lag auf der Strecke nach Bonifacio und war unser erster Stop. Der mittelalterliche Stadtkern versetzt einen wirklich ins 15. Jahrhundert. Die Bewohner pflegen ihn liebevoll und die zahlreichen verwinkelten Gassen laden zum Verweilen ein. Nach einer flüssigen Stärkung setzten wir unseren Trip nach Bonifacio fort und wurden gleich wieder in die Gegenwart katapultiert. Wir mussten unser Auto zwei Kilometer vor der Stadt parkieren, so übervoll war alles im näheren Bereich. Im Hafen, der notabene spektakulär anzuschauen ist, lagen Superyachten und das Städtchen quoll vor Touristen über. Es lohnte sich trotzdem. Wir assen im Hafen und machten uns dann an den Aufstieg zum eigentlich ummauerten Teil der Stadt auf dem Hügel. Die Lage ist einmalig und manche Eroberer haben sich an diesen Stadtmauern und den Befestigungen die Zähne ausgebissen. Wir liessen uns durch die Gassen treiben und saugten das Flair ein. Trotz der Touristenmassen, haben die Einheimischen ihre Gastfreundlichkeit und ihren Humor bewahren können. Am Abend gings zurück zum Schiff. Obwohl draussen vor der Bucht Starkwind herrschte, war es drinnen nahezu windstill und feuchtheiss, sodass wir fast eingingen. Am zweiten Tag mit Auto gings dann nach Ajaccio, der Hauptstadt von Korsika. Zu erwähnen bleibt davon eigentlich mehr die Fahrt als die Stadt selbst. Die Szenerie ist spektakulär und die kurvenreichen Strassen sind der Traum jedes Motorradfahrers. Wie hätten wir hier unsere Maschine hergewünscht! Ajaccio gibt wenig her und die im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe liessen die Stadt aus den Nähten platzen. Wir fanden ein nettes kleines Restaurant, bummelten durch die Gassen und fuhren dann wieder zurück durch die fantastische Landschaft. Am 25. Juni legten wir ab und nahmen die rund 240 nm nach Mahon auf Menorca unter den Kiel. Wir mussten uns mit einem windmageren Zeitfenster begnügen, ansonsten wir für fast zwei Wochen nur noch Gegenwind und vor allem Dünung gegen uns gehabt hätten. Die zweite Nacht wurde trotzdem zum puren Horror. Wir hatten Wind von der einen und Wellen von der anderen Seiter und Avalon schaukelte auf, dass wir fast aus unseren Kojen geflogen wären. Caroline gab nach einer Stunde auf und legte sich mit ihrer Yogamatte auf den Boden, wo sie doch noch etwas Schlaf finden konnte. Am Morgen von Tag drei erreichten wir Mahon, wo Caroline nach langer Sucherei noch einen Steg mit einem freien Muringplatz gefunden hatte. Wir blieben zwei Nächte, holten den Schlaf nach und kauften ausgiebig Vorräte ein, um uns baldmöglichst in Ankerbuchten verholen zu können. Der Steg lag genau gegenüber des kommerziellen Hafens, entsprechend lärmig ging es zu und her. Mahon selbst ist cool und der spanische Flair strömt durchs ganze Städtchen. Ueber Cala de Bini Beca und Playa de Binigaus motoren wir um die Insel und setzten dann am 2. Juli nach Mallorca hinüber. Es gestaltete sich immer schwieriger, einen Anker- oder Marinaplatz zu finden. Die Feriensaison hatte definitiv begonnen und alles schien überzuquellen. In Cala Radjada und last but not least Porto Cristo fanden wir über die staatliche App noch Platz in den Stadthäfen, konnten Wasser bunkern und uns für einige Tage in den Buchten entlang der Ostseite der Insel rüsten. Jetzt liegen wir vor Puerto de Campos und bereiten uns auf Palma und Andratx vor. 
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      <pubDate>Wed, 05 Jul 2023 14:18:24 GMT</pubDate>
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      <title>Die neue Abzocke</title>
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          der Baia Mondello, rund 30 nm vor San Vito lo Capo, finden wir einen karibisch anmutenden Strand, etwa fünfzig kleine Motorboote mit jungen Pärchen und Partygruppen, einige Motoryachten und wenige Segler. Es ist Pfingstsonntag, strahlend blauer Himmel und jeder und jede ist auf den Beinen und macht einen Bootsausflug. Es herrscht ausgelassene Stimmung, laute Musik plärrt vom Strand und von einigen Booten rüber. Wir entscheiden zu bleiben und werfen Anker. Herrlich. Wir baden, trinken Campari Orange und fühlen uns als Teil dieses Spektakels. Kaum schlägt die Uhr Sechs, leert sich der Strand und neunzig Prozent der Boote verschwinden in ihre Stammhäfen. Wir sind plötzlich fast allein und verbringen eine richtig erholsame Nacht ohne Dünung, ohne Lärm und ohne, dass uns irgend jemand seinen Anker vor die Nase wirft und uns die ganze Nacht vor dem Bug rumturnt. Ankerliegen hat so seine eigene Dynamik. Rücksichtsvolle Segler wägen je nach Wassertiefe sorgfältig ab, wie denn der Schwojkreis bei den zu erwartenden Winden verläuft und wie man vermeidet, die Intimsphäre der Nachbarlieger zu verletzen. Wenn der Platz reicht, was jetzt ausserhalb der Hauptsaison meist der Fall ist, nimmt man gebührend Abstand und hält sich fern allfälliger Ankerketten der Nachbarn. Es genügt meist, das Gehirn einzuschalten und etwas nachzudenken oder, was nicht verboten ist, auch beim Nachbarn nachzufragen. Getreu unserer Regel, dass es halt auch bei den Seglern die zehn Prozent A…..löcher gibt, trifft es uns immer wieder, dass, meist, wenn man beim Nachtessen Kochen oder beim Zubereiten eines Apéroplättchens ist, irgendein Vollidiot mit Volldampf mitten in die Gruppe von Ankerliegern hineindonnert und seinen Anker irgendwo dazwischen runterknallt, einen Haufen von Kette draufschmeisst und dann mir nichts dir nichts in die Gruppe schaut, als wäre das das Natürlichste auf der Welt und hochprofessionell abgelaufen. Bei aufkommendem Wind schläft es sich dann nicht so gut, weil man ständig damit rechnen muss, dass das Schiff des besagten Idioten ins Eigene reinschwojen könnte. Manchmal nehmen wir solche Dinge gelassen – wir haben ja ein Aluschiff – oder regen uns masslos auf. Bis jetzt haben wir es ohne Zusammenstoss geschafft, manchmal aber nur knapp.  Am Pfingstmontag erreichten wir San Vito lo Capo, unseren Ausgangspunkt für den langen Schlag nach Sardinien. Das Wetter sah nach dem 4.6.2023 dafür aus. Weil wir uns auch verproviantieren mussten und rund dreihundert Liter Diesel bunkern wollten, kam nur eine Marina in Frage. Caroline hatte sich in den letzten Wochen zur wahren Expertin für Routen, Wetter, Ankerplätzen und Marinas entwickelt und ist in der Lage, für jede Situation die günstigste Lösung zu finden. Eine solche Recherche kann gut und gerne einige Stunden dauern. Im Gegensatz zu den Griechen und Türken, haben die Italiener die Segler als Quelle unerschöpflicher Geldflüsse entdeckt und zocken einen jetzt dermassen ab, dass einem manchmal schier der Atem stockt. Wenn man nicht aufpasst, bezahlt man für einen heruntergekommenen Steg, bar jeder Infrastruktur und meist noch ziemlich ungeschützt, ausserhalb der Saison locker zwischen 60 bis 80 Euro die Nacht. Für eine Marina, die den Namen wirklich verdient, ist das Band nach oben offen und kann locker auf 100 Euro und mehr pro Nacht gehen. Wir haben auf unserer Landtour in Sizilien, fünfsterne B&amp;amp;Bs mit Morgenbuffets, Parkplatz und bester Lage für die Hälfte bekommen. Aber da waren wir ja keine Segler!!  Um ehrlich zu sein, verdirbt einem das schon ein bisschen die Laune. Unsere Gespräche mit anderen Fahrtenseglern haben gezeigt, dass diese Preispolitik langsam allen auf den Sack geht und die meisten so oft wie möglich ankern. Die Budgets würden sonst schlicht nicht ausreichen, will man doch mal in ein Restaurant essen gehen oder eine Flasche Wein geniessen. Das gehört ja auch zum Erlebnis, ein Land kennenzulernen. Wie gesagt, hatte Caroline in San Vito die einzige erschwingliche Marina – Diporto Nautico Sanvitese – für 60 Euro gebucht, und wir legten uns nach dem Tanken für fünf Tage an den Schwimmsteg. Das Personal ist sehr nett und die zwei, ja ZWEI, WC/Duschen sind sauber! Wie das hier während der Saison zu und her gehen soll, entzieht sich meinem Verstand. Wir mieteten uns ein Auto, besuchten Erice und dort die gefühlt tausendste Kirche auf Sizilien, notabene wie immer an Land bei strömendem Regen und vertaten uns in San Vito mit gutem Essen und Trinken und einer schönen Velotour. Der Ort ist sehr touristisch, macht aber mit den sehr netten Leuten und toller Infrastruktur wirklich Freude. Unser Liegeplatz inmitten kurzer Muringleinen, wenig Manövrierraum und meist Winden auf die Seite, lässt uns die Nacht vor dem langen Schlag von ca. 165 nm nach Sardinien vor Anker verbringen. Wir wollten nicht um sechs Uhr morgens alle Nachbarn wecken.  Um sechs Uhr am nächsten Morgen gings los. Wir rechneten mit bis zu 40 Stunden. Im Zweistunden-Modus hielten wir Wache. Wie immer verliess uns der Wind, dafür bekamen wir den Streifen eines Gewitters ab und natürlich wurde es in der Nacht arschkalt. Wir trugen die Jacken, die Oelhosen und darunter Leggings und geschlossene Schuhe. Unsere Gore Tex Stiefel von Du Barry hatten sich bereits in Griechenland aufgelöst. Die Kunststoffschicht zwischen Sohle und Oberschuh ist zerbröselt. Soviel zu der beworbenen Qualität!!!!  Da wir den Motor bemühen mussten, kamen wir mit über fünf Knoten gut voran und selbst Delfine liessen es sich nicht nehmen, uns trotz Lärm ein Stück zu begleiten. Wir hatten schon im Norden von Sizilien immer wieder ganze Gruppen von Delfinen um uns. Manchmal lieferten sie sich ein Rennen mit uns und sprangen parallel zum Bug aus dem Wasser. Tolle Tiere! Bereits am frühen Nachmittag erreichten wir Villasimius und legten uns in der Bucht vor Buganker schlafen. Sardinien hatte uns wieder. Da wir die Westküste bereits kannten, wollten wir uns der Ostküste hoch hakeln und dann in Olbia ausklarieren. Ueber Villaputzu bei Porto Corallo und eine Ankerbucht bei Sverracavallo erreichten wir Arbatax und legten uns in die gleichnamige Marina. Wir blieben zwei Tage. Der Ort ist nichts besonderes, aber die Menschen sind dermassen nett und freundlich, dass es einen richtig anmacht dazubleiben. Am zweiten Tag regnete es in Strömen und wir entschieden, im Marinarestaurant – ein wahrer Geheimtipp – zu lunchen. Und wers glaubt, Doris und Rolf, aus Muttenz, laufen ein und wollen ebenfalls dem Regen entrinnen. Wir luden sie kurzerhand an unseren Tisch und verbrachten die kommenden acht Stunden vertieft in angeregte Gespräche. Erst bei Dunkelheit trennten wir uns um ein herrliches Erlebnis reicher wieder von ihnen. Etwas klamm, alles war feucht uns nass, gings am nächsten Tag nach Cala Genepro, wo wir einen sonnigen Nachmittag vor einem Traumstrand verbrachten und wieder einmal versuchten, ein Stück Rindfleisch zart zu grillen. Nun ja, die Südländer lassen das Fleisch einfach zu wenig lange reifen, so wird das jedes Mal zu einer guten Trainingssession der Kaumuskulatur. Schmecken tuts trotzdem und Spass macht die Grillerei an Bord auch. Jetzt sind wir bereits wieder eine Bucht weiter und liegen rund 16 nm vor Olbia. Wir freuen uns jetzt schon auf den Behördengang, der üblicherweise Stunden dauern kann. Schiffe unter Schweizer Flagge müssen auch in EU Ländern beim Zoll ein-/resp. ausklarieren. Was für uns Schengener, nämlich Grenzen unkontrolliert zu passieren,  schon fast alltäglich geworden ist, gilt nicht für die Seeschifffahrt. Hier heisst es, anmelden, Dokumente ausfüllen, Stempel holen, wieder abmelden, Stempel holen etc. etc. Der Weg zur freien Passage hat hier noch einen langen Weg vor sich.
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      <pubDate>Fri, 16 Jun 2023 16:48:31 GMT</pubDate>
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      <title>Bella Italia und seine Wetterkapriolen</title>
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          Le Castella bot uns einen ersten Einblick ins Balzverhalten der heutigen italienischen Jugend. Um den Schluss vorwegzunehmen, es hat sich in den letzten dreissig Jahren nicht verändert. Mann zieht sich hübsch an, lässt den Motor aufheulen, plaziert die Sonnenbrille auf der Stirn und unternimmt alles, möglichst lässig zu erscheinen. Die aufgepumpten Lippen für Girls haben Italien auch erreicht und werden stolz zu Markte getragen. Dazu läuft natürlich laute Musik aus der Bar. Wir haben das Spektakel in der Abendsonne in der Bar vor dem sehr schönen Castello mit einem Aperol Spritz genossen und wunderschöne Sonnenuntergangsbilder geschossen. Um dem heraufziehenden Tief zuvor zu kommen, zogen wir der Küste entlang nach Roccella und nach kurzer Nacht in den Kanal von Messina zur allseits gelobten Marina di Porto Bolaro. Marina war etwas zu hoch gegriffen. Kaum vier Schiffe fanden an den hölzernen und teils angerosteten Metallpontonen Platz. Wir «parkierten» vor der österreichischen Segelyacht Magellan bei starkem Wellenschlag und verpassten Avalon unzählige Leinen, um die Schüttelei einigermassen erträglich zu gestalten. Die Eigner der Magellan stellten sich als humorvolle, äusserst nette Nachbarn heraus und wir unterhielten uns am Abend und nächsten Morgen bestens. Die Marina war bei den erwarteten Stürmen zu unsicher und nach einem ausgedehnten Einkauf in der nahe gelegenen Shopping Mall fuhren wir anderntags wieder ein Stück zurück nach Riposto an der sizilianischen Ostküste und legten am Fuss des Etna in der gleichnamigen Marina an.  Wir wollten das Schiff etwa zehn Tage sich selbst überlassen und mit einem Mietwagen Sizilien umrunden. Riposto bietet nichts! Die Marina hingegen entpuppte sich als die bisher beste mit sehr hilfsbereitem Personal. Avalon liegt sicher vertäut. Wir organisierten einen Ford Ka, Caroline recherchierte eine tolle Route und los gings. Zuerst ins charmante, aber sehr touristische Taormina und am Samstag nach Catania, wo wir uns so richtig durch den sizilianischen Verkehr wursteln mussten. Am Sonntag schliesslich folgte die grosse Tour.  Gutgelaunt fuhren wir früh ab. Keine zwei Kilometer ausserhalb der Stadt hatten wir vorne rechts einen Plattfuss und mussten den Reservereifen montieren. Unser Vermieter organisierte einen offenen «Service Gomma», der, nachdem wir ihn gefunden hatten, den kaputten Reifen reparierte, die Räder wieder wechselte und uns mit vollgepumpten Pneus auf die Piste entliess. Die Fahrt über die höchste Strasse am Etna war atemberaubend. Gelbe Blumen, die aus der Lava wuchsen, soweit das Auge reichte. Der Krater hingegen versteckte sich immer noch hinter dickem Nebel und war bis weit nach unten schneebedeckt.  Am Abend erreichten wir Cefalu und quartierten uns in Albertos Bouganville B&amp;amp;B ein. Das Städtchen war eine Offenbarung. Kleine Gassen, hübsche Bars, Trattorias ohne Ende und ein Duomo vor markanten Felsen, wie die Kulisse eines Monumentalfilms. Auf der Küstenstrasse gings weiter nach Palermo, das zwischenzeitlich im Regen zu «ersaufen» drohte. Wir fuhren durch knietiefe Pfützen und entschieden kurzerhand, die Stadt auszulassen und direkt nach Monreale zum  gleichnamigen Benediktinerkloster mit seiner aussergewöhnlichen Kathedrale zu fahren. Strömender Regen zwang uns, ohne Bummel rasch in die Kirche zu kommen. Einmal drin verschlug es uns den Atem. Wir hatten schon viele schöne Gotteshäuser, Moscheen und Tempel gesehen, aber diese Kathedrale reihte sich nahtlos an die Topnamen wie Hagia Sofia, Taj Mahal und so fort ein. Die Mosaike und die Farben, der unaufdringliche, angenehme Holzton und die strahlende Ruhe schlugen uns in ihren Bann. Wir waren schlicht überwältigt. Die Besichtigung des Klosters hätten wir uns sparen können, gehörte aber irgendwie dazu. Zum Fischerdörfchen Scopello, fast am nordwestlichen Zipfel der Insel war es noch ein Katzensprung. Erneuter Platzregen – es hatte zwischenzeitlich nahezu 24 Stunden ununterbrochen geregnet – zwang uns, den restlichen Nachmittag in der Bar des kleinen Hotels mit Backgammonspielen zu verbringen. Nur ein kurzer Ausflug durch das «Zentrum» liess uns pitschnass zurückkehren. Bei schönem Wetter wäre das kleine Nest zauberhaft und die Küstenlinie würde zu Wanderungen einladen. Die Nacht regnete es durch und die Temperaturen liessen uns schaudern. Am Morgen hing Nebel und Dunst über der Szenerie und gab dem Ganzen einen mystischen Anstrich. Caroline hatte in Trapani einen Messermacher ausgemacht, offenbar der Einzige der Insel, also verliessen wir das Hotel Boglio di Scopello früh und machten uns auf den Weg nach Trapani. Der Messermacher entpuppte sich als einfaches kleines Geschäft inmitten der Stadt mit einigen typischen sizilianischen Messerformen. Wir kauften ein klassisches Vendetta mit Horngriff, das noch einigermassen erschwinglich war. Offenbar hatten die Sizilianer den Begriff Inflation etwas missverstanden und ihre Preise nordeuropäischem Niveau angepasst.  Endlich drückte die Sonne etwas durch, und wir hängten einen Stadtbummel an. Nach Tagen konnten wir ohne Pullover und Jacke draussen einen Capuccino trinken. Die Weiterfahrt zu den Tempeln von Agrigento führte uns erneut durchs Hinterland. Offenbar hat die sizilianische Müllabfuhr ein echtes Problem, sonst würde man nicht entlang der Hauptstrassen, an ausgeschilderten Parkplätzen der «Autobahnen» und an sonst einfach zugänglichen Stellen  Berge von Müllsäcken und Abfall jeder Art finden. Der Ausdruck «wilde Deponie» feiert auf Sizilien eine Renaissance. Ueber die dazugehörigen Gerüche lassen wir uns an dieser Stelle nicht aus. Die Tempel empfingen uns bei strahlendem Sonnenschein und Massentourismus. Wir marschierten die grosse Anlage ab und nahmen uns Zeit, die Erklärungen auf den Schildern zu lesen. Nach einer guten Stunde bewegte sich eine dunkle Wolke auf uns zu und nur knapp gelang es uns, dem sintflutartigen Schauer zu entrinnen. Etwas ausserhalb Agrigentos blieben wir über Nacht und setzten am nächsten Morgen die Reise nach Ragusa fort. Früh am Nachmittag checkten wir im Hotel Barocco mitten im Städtchen ein. Alt-Ragusa ist übersichtlich klein auf einem Berg und kann problemlos zu Fuss erkundet werden. Mit dem Treno Turistico liessen wir uns wie alte Touris rumkutschieren und genossen die kurzen sonnigen Momente. Die Altstadt ist ein Besuch wert und bietet für einen ausgedehnten Nachmittag eine schöne Abwechslung. Siracusa erwartet uns am nächsten Tag mit Sonnenschein und einer wahrlich zauberhaften Innenstadt. In den kleinen Gassen können wir uns vertun bis in die Abendstunden. Weil Riposto nur eineinhalb Stunden Autofahrt weg ist, fahren wir noch am Abend zurück zum Schiff. Wir mussten Wäsche machen, das Schiff durchchecken und putzen. Die Arbeiten unterbrachen wir mit einem Ausflug auf den Etna zum Crateri Silvestri. Wegen Schnee und Starkwind war der Gipfel noch unpassierbar. Wir hatten von Phil und Mary, zwei Freunde von Finike, aus Malta Bescheid bekommen, dass sie am 22. Mai in Siracusa sein wollten. Kurzerhand entschieden wir uns zu einem Treffen. Sie konnten ein kurzes Wetterloch zwischen den Stürmen nutzen und legten mit ihrem Katamaran «Papillon» am 21. Mai Anker vor Siracusa. Da wir noch ein Kissen im IKEA Catania kaufen wollten, verbanden wir den Ausflug damit. Die Italiener haben andere Kissenmasse wie wir, so fuhren wir unverrichteter Dinge am frühen Nachmittag weiter und fanden uns in einem währschaften Vulkanregen wieder. Innert Sekunden war die Sicht null, die Frontscheibe zugepflastert und das Wischerwasser zu Ende. Stillstand der gesamten Autobahn. Wir hatten gottseidank noch  drei Liter in Trinkflaschen, die wir einfüllen konnten. So schafften wirs bis zur nächsten Tankstelle, wo Caroline auf der Damentoilette nachfüllen konnte. Der Ford sah aus wie nach einer Schlammsafari. In der Zwischenzeit hörte der Regen auf und die Fahrt konnte weitergehen. In Siracusa angekommen, suchten wir zuerst eine Bar auf, um unsere Kehlen mit einem Glas Weisswein spülen zu können. Wir fanden uns in einer gesprächigen Runde am Stehtisch des «Divino Mare» - ein Geheimtipp unter Einheimischen -  wieder. Um 15 Uhr hatten wir mit unseren Freunden zum Essen abgemacht und nur schwer konnten wir uns von der lustigen Runde trennen. Phil und Mary empfingen uns mit Umarmungen und freuten sich riesig, uns nach einem Jahr zufällig wiederzusehen. Es gab viel zu erzählen und der Nachmittag mit seinem ausgezeichneten Essen im «Putia» (auch ein Geheimtipp) flog förmlich vorbei. Erst bei Anbruch der Dunkelheit fuhren wir zum Schiff zurück. Wir gaben unser Auto, dreckig wie es war, unserem Vermieter zurück und  fuhren am 23. Mai durch die Strasse von Messina nach Milazzo im Nordosten der Insel. Milazzo ist guter Ausgangspunkt für die Liparischen Inseln und war bis in die Sechziger Jahre einer der grössten Thonproduzenten von Italien. Im sehenswerten Schloss von Milazzo zollt eine Ausstellung dieser lokalen Industrie Respekt. Nach einem Besichtigungstag segelten wir nach Nordwesten und legten uns am Südzipfel von Lipari gegenüber des Kraters von Vulcano an Anker. Das Abendlicht verleihte dem Krater ein Farbenspiel der Sonderklasse. Die Umgebung konnte kaum romantischer sein. Wegen einsetzender Flaute und schwer abschätzbarer Winde nach Sardinien entschieden wir kurzerhand, uns der Küste entlang nach Westen zu hangeln, um dann via San Vito Lo Capo den Schlag nach Sardinien zu wagen. Ueber Capo d’Orlando (teure, aber tolle Marina), Cefalu (auf Reede vor dem neuen Hafen) ziehen wir jetzt der Küste entlang und müssen Diesel verbrennen, weil wir den wenigen Wind wieder auf der Nase haben.
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           Wir haben in Preveza unser AIS ersetzt und für alle, die unserem Standort folgen möchten, ist dies via Gratis Apps «Marine Traffic» oder «Vessel Finder» möglich, indem Ihr in der Searchfunktion (Lupe)  «Avalon Basel» oder unsere MMSI (Maritime Mobile Service Identity) Nummer 269115820 eingebt. Viel Spass.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Tue, 30 May 2023 17:00:19 GMT</pubDate>
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      <title>Italien ruft.....</title>
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           Griechenland hat uns wieder und Italien ruft……..
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            Nun, liebe Freunde/-innen, die Reise geht weiter. Am 10. April landeten wir mit zwei Falträdern, zwei grossen Segeltaschen und unzähligen Handgepäckstücken in Athen, bugsierten das ganze Gepäck in einen Mietwagen und fuhren in einem Zug nach Preveza. Die ersten Tage im City Hotel konnten wir alles in Ruhe in Avalon verstauen, die Firma «waypoint» die neue Fock aufziehen und wir das Schiff «ready to launch» machen. Am 14. April gings in Wasser. Der vordere Riemen des Travellifts rutschte beim Einwassern rund 20 cm nach vorne und bescherte der Mannschaft und uns einen kurzen Schreckensmoment. Alles verlief sonst glatt und der Motor startete beim ersten Dreh und zog auch schön Wasser für die Kühlung. Wir verholten Avalon in die Cleopatra Marina und bezogen Quartier. Wir trafen uns mit Sofia, unserer Agentin, die in der Zwischenzeit die ganzen Zollformalitäten erledigt hatte und bekamen unseren Flaggenschein, das Transitlog und unsere Steuerbescheinigung ausgehändigt. Das Wetter war immer noch erstaunlich kalt, aber ausser einigen kurzen Regenschauern wenigstens trocken. Nachdem wir noch den rechten Bugstrahlruderknopf ausgewechselt hatten – Wasser hatte  ihn blockiert– 400 Liter Diesel getankt hatten, legten wir am 21. April die Leinen los und machten uns bei stahlblauem Himmel auf den Weg nach Anti Paxos, wo wir in Voutomi die erste Nacht in einer zauberhaften Bucht vor Anker verbrachten. Eine weitere Nacht in Lakka im Norden der Insel versetzte uns vollends wieder in Segelstimmung. Vier Meter Wassertiefe,  sandiger Ankergrund und türkisblaues Wasser. Was will man mehr. Unser Ziel war Korfu Stadt, also setzten wir anderntags quer über den Golf ans Festland hinüber nach Karvouno südlich von Syvota – berühmt wegen der Seeschlacht mit den Venezianern – und legten uns beim hübschen Familienrestaurant an den Schwimmsteg und hatten für fast jedes Wetter die ideale Ausgangslage für Kerkyra Stadt. Die Besitzerfamilie schloss uns in ihr Herz und versorgte uns zwei Tage liebevoll mit bestem Essen und einer sehr gepflegten Infrastruktur. Am 25. April segelten wir fast die ganze Strecke nach Port Mandraki, der alten, dafür aber spektakulären kleinen Marina am Fusse des gigantischen Forts von Kerkyra. Wir nahmen uns vier Tage Zeit, das Fort, das neue Fort, die Märkte, die Kirchen und Gassen der Stadt zu erkunden. Touristisch, aber schön. Wir sassen, wie in der Rue Rivoli in Paris unter Bögen und assen Salat, blinzelten in die Sonne und genossen die Betriebsamkeit der Stadt. In dieser Zeit kümmerte sich unsere Agentin ums Ausklarieren und schickte uns Ende April die Dokumente via E-Mail zu. Wir waren frei und konnten nach Italien segeln. Die Strecke nach Santa Maria di Leuca war lang und die Winde noch nicht so beständig, wie wir sie wollten, so blieben wir noch eine weitere Nacht in Othonoi an einem verlassenen Betonsteg, bevor wir den längeren Schlag bei bestem Wind unter den Kiel nahmen. Wir machten gut Fahrt und erreichten S.M. di Leuca bereits am frühen Nachmittag, wo wir uns im Porto Turistico an den Steg legten. Das Wetter sah bedrohlich aus, und Caroline, unser «Wetterfrosch», rechnete mit schwerem Sturm. Was dann auch geschah. Wir konnten in der lokalen Guardia Costiera einklarieren, bekamen das Constituto (eine Art Transitlog für nicht EU Schiffe) anstandslos und dann schlugen die Winde zu. Bei strömendem Regen besuchten wir die wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt beim Leuchtturm und die Nächte schlug es uns durch die Koje. Bei einem Nachbarlieger brach die Muringleine und das Schiff schlug quer, bei zwei anderen brachen die Heckleinen. Wir hatten unsere Federn und Doppelleinen montiert und auch zwei Murings am Bug festgezurrt. Ausser Scheuernarben an den Zweitleinen blieben wir vor Schaden bewahrt. Das Wetter blieb kalt und nass. Eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Gottseidank nahm die Stärke des Winds sukzessive ab, und wir konnten am 4. Mai nach Crotone weitersegeln. Die Städte hier haben einen eher rauhen Charme und die Gebäude wirken durchs Band etwas heruntergekommen. Man wird dafür durch sehr freundliche Menschen und herrvorragender Küche entschädigt. 
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            In der Einfahrt zum Hafen von Crotone winkte uns ein Holländer mit Motorschaden zu Hilfe und bat um einen Schleppdienst in den Hafen. Hohe Wellen und 16 kn Wind machten das Manöver nicht einfach, aber es gelang, und wir konnten die Beneteau beim «Transito» durch ihre Restfahrt erfolgreich in Sicherheit bringen. Anderntags erfuhren wir, dass ihr Yanmar Motor raus müsse und eine rund dreiwöchige Reparatur anstünde. Mamma mia!!! Da danken wir doch unserem Volvo Penta für seine Zuverlässigkeit.  Das Wetter hielt uns drei Tage im Sailing Club Kroton fest und gab uns die Gelegenheit, endlich eine Velotour zu machen. Die beiden Bromptons kamen raus, und wir freuten uns über die Gelegenheit, unsere eingerosteten Beine zu mobilisieren. Die Sonne strahlte und ein Hotel an der Küste bot mit seinem Garten auf die See die ideale Kulisse für ein Gelati und Capuccino. Ein Besuch der imposanten Burg, verbunden mit einem Bummel durch die wirklich engen Gassen, und ein Einkauf auf dem lokalen Gemüsemarkt rundeten anderntags das kulturelle Programm der Stadt ab.  Am 7. Mai motorten wir mangels jeglichen Winds nach Le Castella, was die langen Schläge an der Südküste um zwanzig Seemeilen verkürzen sollte. Die kleine Marina gegenüber des Fischerhafens ist untief und nur dank unseres geringen Tiefgangs konnten wir anlegen. Jetzt liegen wir hier für zwei Nächte, draussen regnet es erneut, und hoffen auf günstigere Winde, um schliesslich einigermassen vernünftig in die Strasse von Messina zu kommen. 
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      <pubDate>Mon, 08 May 2023 12:33:28 GMT</pubDate>
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      <title>Cleopatra</title>
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           Cleopatra ruft…….
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           Wir gönnen uns eine letzte Nacht vor Anker in der Ormos Varkol. Anfänglich lediglich zu Zweit, zählten wir gegen 1700 Uhr an die acht Schiffe um uns herum. Wie geht es hier wohl in der Saison zu und her? Am Strand haben sich ein paar Fischer heimisch mit Zelt und Stühlen eingerichtet und der Abend wird nach der Abreise der Nachbarlieger richtig friedlich. Wir genossen diese Stille und das sanfte Wiegen von Avalon im Meer. 
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           Am nächsten Morgen machten wir uns zügig auf den Weg Richtung Levkas Kanal, den wir gegen elf Uhr erreichten. Wir tuckelten im engen Fahrwasser gemütlich von Tonne zu Tonne und waren circa zwanzig Minuten zu früh an der Drehbrücke der Nordeinfahrt.  Nach ein paar Warteschlaufen öffnete sie präzis um 1200 Uhr und wir schlängelten uns als erstes Schiff durch. Nach einer weiteren Stunde waren wir am Kanal nach Preveza, funkten die Port Authority an und zogen in die grosse Bucht ein. Die Cleopatra Marina liegt unmittelbar nach der Einfahrt steuerbords und nach kurzer Besprechung über VHF 67 nahmen die Marineros unsere Heckleinen am Pontoon A entgegen. 
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           Wir machten uns mit der Umgebung und der Infrastruktur vertraut, sprachen uns mit den Zuständigen wegen des Lift-Outs ab und gönnten uns zuallererst einmal den wohlverdienten Ankertrunk am Ende der Saison. Wir hatten vier wunderschöne Segelwochen mit tollen Ankerplätzen, schönen Städtchen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen und last but not least gewaltigen Landschaften und harmonischer Zweisamkeit hinter uns. Schiff und Mannschaft waren heil am Bestimmungsort angekommen. Was will man mehr?
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           Jetzt ging es ans Auswassern und dessen Vorbereitung. Die drei Tage bis zum 1. November verhiessen Arbeit. Wir besorgten uns einen Mietwagen, um flexibel zu sein und nach dem Lift einfacher zwischen Hotel und Marina hin und her fahren zu können.  Wir bargen alle Segel, gaben die Fock zum Ersatz und das Gross zum Waschen an die Firma waypoint weiter. Die Genua verstauten wir wegen Nichtgebrauchs als schönes Paket in der Vorkabine. Avalon bekam eine Rundumwäsche, die Kleider, Bettwäsche, Frotteetücher etc. ebenso und am Schluss gings mit dem Staubsauger und dem Putzlappen durchs ganze Schiff. Wassertanks wurden runtergefahren, den Motor hatten wir bereits in Kalamata servicen lassen, und die restlichen Pflegeaufträge, wie Spülen der Kühlung der Hauptmaschine und Spülen des Dinghimotors etc. gingen an die Werft. Am 1. November nahmen wir Avalon aus dem Wasser. Sie bekam eine ordentliche  Unterwasserreinigung, und wir freuten uns ab des guten Zustands des Rumpfs und der Anoden. Einzig die Anoden des Bugstrahlers werden wir ersetzen müssen. Der Rumpf sieht top aus. Wir schickten in Gedanken ein grosses Danke an GMM in Marmaris. Well done!
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           Im Hotel City richteten wir uns heimisch ein. Wir hatten immer noch Ouzo und Snacks an Bord, so konnten wir unser allabendliches Apéro-Ritual weiterführen. 
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           Wir brachten die Ankerkette mit neuen Markierungen auf Vordermann und öffneten schliesslich die bleischwere Persening – die wir 1400 Seemeilen mitgeschleppt und unser Voreigner extra von Deutschland nach Finike geschickt hatte – und stellten fest, dass sie gar nicht auf unser Schiff passt. Grööööhhhl und Grins! Sie musste wohl von einem anderen Schiff einer unserer Voreigner stammen, von Avalon aber sicher nicht. Kurzum entschieden wir, sie «umzuschneidern» und passend zu machen. Nach einigen Stunden sah das Resultat gar nicht schlecht aus. Das Cockpit mit Führerhaus bis zum Mast war komplett gedeckt und die Möwen werden sich Mühe geben müssen, dort irgendwo ihren Mist abladen zu können. Das Dinghi deckten wir mit seiner eigenen kleinen Blache zu. Somit war eigentlich alles Schützenswerte gut abgedeckt. Wir waren mit unserem Werk zufrieden. Wir hinterlegten die Schlüssel, verabschiedeten uns von Avalon und den Marinamitarbeitern und fuhren ein letztes Mal durch den Tunnel, der die Marina und Preveza unter dem Meerarm verbindet.  
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           Am 4. November fuhren wir mit dem Ueberlandbus nach Athen und wollten noch drei Tage in der griechischen Metropole ausplempern lassen.
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           Athen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, komplett verstopften Strassen und herzlichen, unbeschwerten Menschen. Schon der Taxifahrer schien mehr an seinem Handy als dem Strassengeschehen interessiert zu sein, fuhr aber zielsicher und schnell zum gebuchten Hotel Central. Vor vielen Jahren hatten wir eine ähnliche Fahrt mit einem Tuk Tuk durch Bangkok erlebt und konnten den Schrecken diesmal als lebhaftes dejà-vue abbuchen.
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           Die erwähnte Unbeschwertheit zog sich durch die kommenden Tage durch. Viel Lachen, schöne Gespräche und natürlich Kultur ohne Ende bestimmten unsere Zeit in dieser lebendigen Stadt. Das moderne Athen ist unseres Erachtens nicht sonderlich schön, aber sie lebt und macht Spass. Wir lassen uns treiben, besuchen die Akropolis, das War Museum, das Archäologische Museum und natürlich die Plaka mit ihren Restaurants, der live Musik und der tollen Stimmung, wenn die Nacht anbricht. 
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           Am Montag fliegen wir heim und schliessen das erste Kapitel unserer Reise mit Avalon. Es war spannend, wild, voller Eindrücke, teilweise hart, manchmal sehr hart, aber auch mit wunderschönen Erinnerungen und Begegnungen, die uns ein Leben lang begleiten werden. 
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      <pubDate>Sun, 06 Nov 2022 15:57:32 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die ionischen Inseln</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ionische Meer……….Die Einen lieben es, die Anderen finden es wegen Schwachwinden eher langweilig. An Vielfalt stehen die Ionischen Inseln den Kroatischen in Nichts nach. Schöne Ankerbuchten, eine für Yachties recht gut funktionierende Infrastruktur – wenn man das Trinkwasser auch bei vielen Häfen nach wie vor suchen muss – schöne und gute Tavernen und freundliche Menschen. Zakynthos Stadt liess uns verweilen. Gut vertäut im Hafen längsseits verliessen wir Avalon, mieteten ein Auto und erkundeten die Insel an einem Regentag. Durch ursprüngliche Dörfer erreichten wir schliesslich Ormos Navagio, besser bekannt als «Wreck Bay», und wollten das Wrack am Strand sehen. (Zurzeit ist es nicht möglich, per Schiff die Bay anzulaufen) Kurz vor uns war ein Touristenbus angekommen und die Menschenschlange vor dem kleinen Aussichtspunkt war dermassen lang, dass wir die Uebung kurzerhand abbrachen. 
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Mit Ay. Nikolaos nahmen wir diese Bucht in Augenschein und entschieden, anderntags dort bei Costas anzulegen.
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           Am Tag danach kam uns besagter Costas mit einem  Dinghi entgegen und vertäute Avalon sauber an einer seiner Bojen, nahm unseren Anker mit einer Leine ins Schlepp und legte diesen zwanzig Meter auf der anderen Seite der Boje in den sandigen Meergrund. Dieses Konstrukt hätte einen Sturm überlebt. Peter und Claire, ein englisches Paar, das wir schon etliche Male unter Anker und auch in Zakynthos Stadt getroffen hatten, legte sich ebenfalls an eine Boje von Costas, sodass einem gemeinsamen Nachtessen in seinem Restaurant nichts mehr im Wege stand. Wir genossen zauberhafte Prawn-Spaghettis und anregende Gesellschaft mit den Beiden. 
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           Wieder einmal stand Starkwind an, so zogen wir am nächsten Tag nach Argostoli auf Kephalonia und legten uns erneut längsseits in den Hafen. Etwas Regen, aber eine schöne Innenstadt lud zum Verweilen ein. Wir mieteten einen kleinen Wagen und legten mit der Expedition über die Insel los. Ueber kurvenreiche Strassen fanden wir in Fort Assos auf der Westseite der Insel ein Schmuckstück. Auf dem Felsen vor der kleinen Bucht thront eine Burg aus dem frühen Mittelalter und das hübsche Dorf in der verträumten Bucht empfängt die Gäste mit zwei ausgezeichneten Tavernen und phantasievollen Menuekarten. Ueber Sami gings dann zurück in die Stadt.
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           In Kaminia Beach verbrachten wir die nächste Nacht vor Anker und genossen wieder einmal eine dieser märchenhaften Sternennächte, die man ohne Streulicht eigentlich nur noch auf See erleben kann. Wäre es nicht langsam kalt geworden, hätten wir noch stundenlang diesem Sternenreigen zusehen können. 
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           Ithaka, die sagenumwobene Insel der griechischen Mythologie rief. Noch eine Nacht in Sami und wir waren auf dem Weg nach Vathi, der Hauptstadt Ithakas. Wir gingen auf Reede und hielten Abstand zu den Flotillen von Sunsail und anderen Vercharterern, die die Anlegestellen in Beschlag nahmen. Per Dinghi hin und her macht auch Spass und die Nächte sind einiges geruhsamer. Nach zwei Tagen ging es weiter nach Friskes, das zu dieser Jahreszeit bereits komplett vereinsamt war. Wir legten uns längsseits hinter einen Engländer und beobachteten, wie zwei Segler auf Falträdern – Brompton – den Quai entlang radelten. Die Räder weckten unser Interesse, so kamen wir ins Gespräch. Aus dem «Hello» mit anschliessendem Fachgespräch wurde ein mehrstündiger Apéro auf unserem Schiff. Die Beiden kamen aus Schweden, hatten ihr Schiff in der Nachbarbay, und genossen es sichtlich, sich die Zeit mit uns auf der Avalon zu vertreiben. Da Dunkelheit drohte, mussten wir den lustigen Nachmittag fast zu früh abbrechen. Ob die Zwei nach all dem Weisswein noch problemlos radeln konnten, entzieht sich unserer Kenntnis. Es war einfach toll und hat höllisch Spass gemacht. Und Brompton Falträder sind wohl ein «must-have» für Segler. Beim Kochen am Abend ging uns das Gas unserer türkischen Riesenflasche aus. Da wir in der Dunkelheit in leicht angeschlagenem Zustand keinen Flaschenwechsel mit Regulatorenmontage machen wollten, kam der Cobb einmal mehr wie gerufen. Ohne Unterbruch konnten wir weiterkochen und am nächsten Tag nach Spiegeleiern mit Speck den Job erledigen. Jetzt hängen wir an einer griechischen Flasche und schauen mal, wie lange diese hält. 
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           Ein Highlight wurde Fiskardo im Norden von Kephalonia. Obwohl gemäss Naveli und Törnführer Ankersalat, überhöhte Liegepreise und ein unfreundlicher Hafenmeister drohten, legten wir im kleinen Stadthafen unter Mithilfe von Mitseglern vor Buganker an und wurden eines Besseren belehrt. Hübsche Tavernen, überaus gastfreundliche Menschen, eine nette Hafenmeisterin, läppische 12 Euro Liegegebühr und sorgfältig anlegende Mitsegler verschafften uns ein schönes Erlebnis. Der Ort gefiel uns so gut, dass wir zwei Tage blieben, eine kleine Wanderung zum Leuchtturm und der Basilika unternahmen und vor Saisonschluss noch in den Genuss der wieder einmal besten Taverne vor Ort kamen. Wahrlich ein Juwel dieser Ort.
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           In Vasiliki auf Levkas legten wir am 23. Oktober Anker und befanden uns seit langem wieder einmal völlig alleine in einer Bucht. Herrlich, obschon zwischen drei und acht Uhr am Nachmittag deftige Fallwinde in die Bucht schlugen. Danach war es ruhig und in der Nacht wehte kein Lüftchen.
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           Meganisi ist die kleine Insel östlich von Levkas und erinnert mit ihrem buchtenreichen Norden ein bisschen an Sveti Klement in Kroatien. Wir blieben zwei Nächte vor Anker und Heckleine in Atherinos, wanderten nach Vathi (ja, heisst gleich!) und  legten zwei Tage später danach in O. Dhésimo auf Levkas wieder Anker. Wir haben angefangen, den Lift-out, die Handwerker und das Winterlager vorzubereiten. Ende Monat wollen wir in der Cleopatra Marina in Preveza das Schiff aus dem Wasser nehmen und es für die lange Periode bis April 2023 auf dem Trockendock lassen. Der Rückflug in die Schweiz ist auf den 7. November 2022 angesetzt.
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      <pubDate>Wed, 26 Oct 2022 14:45:58 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kalamata hat uns wieder</title>
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          Kalamata hat uns wieder…….
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           Kalamata empfing uns mit Sturzregen, wie wir ihn bisher in Griechenland noch nicht erlebt hatten. Bis wir ein Taxi hatten, waren wir komplett durchnässt. Da wir auf dem Weg in die Stadt noch eine Gasflasche kaufen wollten, fragten wir den Fahrer um Hilfe. Er riss sich die Beine aus, um einen Händler zu finden. Da unser Regulator natürlich nicht auf die Flasche passte, fuhr er uns kurzerhand zu einem «Praktiker», das ist ein griechischer Jumbo, wo wir innert Sekunden Hilfe bekamen und mit einem passenden Regulator weiterziehen konnten. Als auch noch die Sonne durch die Wolken brach, stieg unsere Stimmung in luftige Höhen. Griechenland hatte uns seine Sonnenseite präsentiert. Am Abend gönnten wir uns Langustenspaghetti bei unserer Lieblingskneipe gleich am Hafen. Die Welt war in Ordnung und Avalon hatte die vier Wochen fast schadlos überstanden. Fast heisst, dass wir anderntags beim Test der Funktionen feststellten, dass die Backbordsteuerung des Bugstrahlers aufgrund Wassereinbruchs festgefressen war. Ein Telefonat bei Costas, Elektriker vor Ort, versprach Hilfe. Wir entschieden, uns im Restaurant gleich gegenüber der Yacht verwöhnen zu lassen und wurden vom Geburtstagskind am Nebentisch, resp. seinem Gönner – ein Geistlicher notabene - , zu einer Flasche Wein eingeladen. Welch eine schöne Geste. Anderntags war der Schalter nach einer knappen Stunde ausgewechselt, und wir konnten in Richtung Koroni losfahren. 
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           Das Wetter war merklich kühler geworden als vor einem Monat, und der Segelwind hielt sich nach wie vor versteckt. Unser Diesel musste arbeiten. Caroline hatte bereits wieder eine Starkwindwarnung auf dem Radar, was uns veranlasste, das Kap zu umrunden und in Finikounda Unterschlupf zu suchen. Der Ort ist hübsch, aber gibt nicht viel her. Dafür ist man optimal geschützt, wenn es so richtig die Adria runter rauscht. Wir harrten vier Tage aus, dann war der Zauber vorbei und wir zogen nach Methoni weiter. Wir verbrachten eine ruhige Nacht vor Anker und wollten am Dienstag die wirklich sehenswerte Burg besuchen. Natürlich war am Dienstag Ruhetag – wer konnte das schon wissen – und der Besuch fand erst am Mittwoch statt. Wir stiefelten gut und gerne zwei Stunden in der guterhaltenen Anlage herum und gönnten uns am Abend im neu eröffneten Restaurant  auf dem Kliff ein Nachtessen mit filmreifem Sonnenuntergang. 
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           Wir hatten in Finike Rolf mit seiner Oceanis 411 «Shellouise» kennengelernt und immer den Kontakt mit ihm gehalten. Er hatte sich in der Pilos Marina auf der Westseite des Peloponnes eingerichtet, und wir wollten ihn unbedingt sehen. Kurzerhand liefen wir die Marina an und auf Kanal 69 wies er uns ein. Wir hatten gleich unter dem Backbord-Leuchtfeuer in der Einfahrt der Marina einen Platz. Dies kümmerte hier niemanden. Die Marina ist nie fertig gebaut worden und liegt als halbfertige Ruine in der Landschaft nördlich der kleinen Stadt Pilos. Das Wiedersehen war herzlich und wurde natürlich ausgiebig begossen. Am Abend gingen wir zusammen essen, rauchten Zigarren und tranken Ouzo. Zauberhaft.
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           Für uns begann am Tag darauf der lange «Aufstieg» Richtung Preveza. Zuerst stand Kiparissia und dann Katakolon auf dem Programm. Beide Städtchen empfingen uns «hart, aber herzlich». Es waren Betonhäfen,  aber immerhin mit Wasser und anständigen Tavernen. Vor allem in Kiparissia hat Caroline wieder einmal das Toprestaurant gefunden. Wir mussten zwar über eine halbe Stunde den Berg hinaufkrabbeln, aber das Essen und der Wein waren jede Anstrengung wert. 
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           Jetzt liegen wir in der «Turtle Bay» von Zakinthos – Keri – vor Anker und geniessen die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tags. Wir haben noch drei Wochen Zeit, für die ionischen Inseln, bevor es dann ins Winterlager in Preveza geht. 
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 09 Oct 2022 14:05:05 GMT</pubDate>
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      <title>Die letzten Tage vor der Pause</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die letzten Tage vor der Pause und eine erste Replik
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Griechenland gibt sich zurzeit viel Mühe, uns zu begeistern. Wir fanden mit Koroni eine Perle des Messenischen Golfs und verbrachten innerhalb der verbleibenden zehn Tage vier davon vor dessen Strand auf der Südseite. Der Hafen auf der Nordseite, der durch Felsen und einer riesigen Burg in Nord und Süd aufgeteilten Stadt, kann von Yachten nicht genutzt werden. Zuviele Felsen und Untiefen liegen davor.  Auch Ankern ist ein Glücksspiel. Finde ich den Sand oder nicht. Wir haben es einmal probiert, aber nach einem kurzen Tauchgang sofort aufgegeben. Unser Anker ist uns zu wichtig. Wir wollten ihn nicht unter Felsen hervorziehen müssen. So haben wir jeweils auf der Südseite vor dem Strand in festem Sand unser Eisen fallen lassen und friedliche Tage mit Burgbesichtigung, hervorragenden Essen und Einkäufen verbracht. Die Menschen haben uns willkommen geheissen und waren immer für einen Schwatz gut. Das ist die Gastfreundschaft, die wir bisher auf dem Peloponnes etwas vermisst hatten. Unser Gesamtbild vom Land nimmt sanftere Konturen an. 
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           Die Nacht vor dem Einzug in die Marina Kalamata verbringen wir bei anfänglich starker Dünung in der Nordwestecke des Golfs vor dem riesigen Strand und geniessen noch ein letztes Mal die Ruhe vor der betriebsamen Zeit, bis wir dann schliesslich in die Schweiz fliegen werden. 
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           Die Marina empfängt uns anderntags mit zwei freundlichen Marineros, die uns den zweithintersten Platz des Pontons E zuteilen und unsere Leinen entgegennehmen. Avalon wird hier vier Wochen im Wasser bleiben, bis wir aus der Schweiz zurückkommen. Wir telefonieren mit George Vardakas, der die einzig ernstzunehmende Chandlery in Kalamata besitzt und den Kontakt zu seinem Vater John betreffend jeder Art von Motorenarbeiten sicherstellt. Wir hatten bei ihm alle notwendigen Filter und einen neuen Impeller bestellt, der am Freitag inklusive eines kompletten Motorservices dann eingebaut werden sollte.  Soweit alles aufgeschient war, schlenderten wir zu George und kauften zwei je 80 cm lange Ketten und zwei grosse Federn um unsere Heckleinen abfedern zu können. Bei Starkwind müssen Heckleinen unheimliche Kräfte aufnehmen, die man mit den Federn etwas abschwächen und einen Bruch weitgehend verhindern kann. Am Freitagmorgen um zehn erschien John mit seinen zwei Helfern und verpasste unserem Motor den wohlverdienten Service. Der Volvo Penta hat jetzt über viertausend Stunden hinter sich und obschon er einwandfrei lief, kaum Oel brauchte und die Dieselfilter in Marmaris ersetzt worden waren, wollen wir ihn «pfleglich» behandeln und Sorge zu ihm tragen. Er soll uns noch lange gute Dienste leisten. Am Mittag war alles erledigt und wir fingen an, das Schiff zu putzen und für die Pause zu «konservieren». 
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           Die Tage flogen vorbei und mit unseren oesterreichischen Nachbarn, Ada und Ruppert,  verbrachten wir unterhaltsame und lustige Stunden, die die Zeit zusätzlich verkürzten. Ein letzter Apéro mit Ihnen, eine herzliche Verabschiedung und schon waren wir im Taxi zum Flugplatz. Jetzt sitzen wir im A320 von Edelweiss auf dem Weg nach Zürich und lassen die letzten Monate Revue passieren. 
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           Wir hatten einen Traum, den wir wahr werden liessen. Nach zwei holprigen Pandemiejahren, die uns die Suche nach einem Schiff zusätzlich erschwerten, fanden wir nach einigen Rückschlägen schliesslich unsere AVALON. So schön im März der Start im Wasser war, hatte uns die Werft in Finike doch ein währschaftes Problem eingebaut, dessen Konsequenzen erst drei Monate später zum Vorschein kamen und einen fast dreiwöchigen Unterbruch der Reise nach sich zog. Eine vollständige Analyse des Schadens war erst möglich als Osman, Elektriker von GMM in Marmaris, noch die Fehlverkabelung einer der beiden Alternatoren entdeckte. Ein schwarzes Kabel wurde in Finike irrtümlich als «negativ» verkabelt, führte in Wahrheit aber «positive» Spannung. Dies war die Hauptursache der Spannung auf dem Rumpf und sorgte dafür, dass das Relays für das Laden der beiden Bugstrahlbatterien nicht schaltete, nebst Verursachung all der Fehlfunktionen der Navigationsanzeigen. 
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            Caroline hatte am Anfang der Reise mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die von einer bakteriellen Darminfektion bis zum gebrochenen kleinen Zeh reichten und schliesslich in einer fast nicht wegzubekommenden Augenentzündung bis in den Juni hinein gipfelten. So schön die Landschaft und so gastfreundlich die Menschen, so toll die Seglerei, es lag ein Schatten von Schwierigkeiten in den ersten drei Monaten über uns. 
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           Nach dem Ausklarieren in Bozburun hatten wir endlich das Gefühl, dass Schiff und Mannschaft wirklich «gesund» waren und die Stimmung nicht immer wieder durch neue Herausforderungen getrübt wurde. 
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           Dann kam Astypalaia mit dem Scooterunfall und warf uns buchstäblich in den Dreck. Während Wochen konnten wir uns nur unter Schmerzen an Bord bewegen. Jede sportliche Aktivität war gänzlich unmöglich. Auf Knien zu arbeiten undenkbar. Wir bewegten uns wie Greise. Wir mussten uns täglich motivieren, die schönen Dinge zu sehen und nicht in Selbstmitleid zu versinken. Nach über zwei Monaten der «Untätigkeit» konnten wir endlich wieder anfangen, «sportliche» Uebungen zu machen und uns einigermassen schmerzfrei zu bewegen. Die Aufarbeitung aller Umstände hat uns immer wieder schwierige Selbstreflektionen beschert, uns aber fast unmerklich mental und körperlich hart werden lassen. Wir wissen noch nicht, wozu wir das brauchen werden, aber wir sind bereit, die Herausforderungen der weiteren Reise anzunehmen. 
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           So, jetzt freuen wir uns auf unsere Kinder, deren Partner, Mami und unsere Freunde. Sechs Monate ist ein guter Zeitpunkt, einen Unterbruch und einen ausführlichen «Landgang» zu machen.
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      <pubDate>Wed, 31 Aug 2022 17:02:07 GMT</pubDate>
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      <title>Griechischer Alltag.....</title>
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          Griechischer Alltag und Eindrücke…….
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           Nichtsegler sind oft durch Werbung und Erzählungen von unserer „weissen Sportart“ fasziniert und stellen sich ein Leben an Bord einer Segelyacht wie ein Aufenthalt in einem Fünfsternhotel vor. Schöne Sonnenuntergänge vor weissen Sandstränden, eine kühle angenehme Brise am grosszügig dimensionierten Deck, alle Protagonisten haben einen eisgekühlten Sundowner in der Hand und schneeweisse oder himmelblaue Kleider am Leib. Natürlich von Lacoste oder sonst einem teuren Anbieter dieser maritimen Modeartikel. Man plaudert und raucht dazu vielleicht noch eine Havanna. 
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           Nichts läge der Realität ferner als dieses Bild. Meist sucht man sich bei unangenehmen Böen einen Ankerplatz, mit etwas Glück hat es in der Saison überhaupt noch Platz in den Buchten. Die Kleider kleben vom heissen Segeltag am Leib, und riechen auch danach, und man ist froh, wenn der Anker beim ersten Manöver greift. Aus dem Törnführer oder, sofern vorhanden, vom Internet und Blogs anderer Segler weiss man, dass der Grund „foul“ oder durchsetzt ist mit Seegras und oder Felsbrocken. Es bleibt also ein Hasardspiel. Hält das Eisen oder hält es nicht. Ist dies einmal geschafft, gilt der erste Blick dem Chaos auf dem Schiff. Leinen und Schoten gehören aufgeschossen, alles muss an seinen Platz zurück und die Yacht muss so bereit sein, dass man eigentlich jederzeit Anker lichten und lossegeln können sollte. Das Wetter hat man intensiv studiert und weiss, was einen in der Nacht erwartet. Meist stimmen die Wetterprognosen nur teilweise und Böen schlagen unerwartet rein, sodass immer wieder ein Blick auf die anfangs gepeilten Landmarken fällt. Zum Glück hat man tags oder mehrtags zuvor mit dem Dinghi noch einkaufen können, sodass man Weisswein oder Campari in den von Bordbatterien, die wiederum von Solarpanels oder Windgeneratoren geladen werden,  Kühlschränken vorrätig hat. Die kiloschwere Ware hat man natürlich von Hand ins Dinghi getragen – notabene bei meist 40 Grad Celsius (deshalb wiederum die stinkenden Klamotten!). So sitzt man schliesslich an Deck. Vielleicht konnte man vorgängig noch ins kühle Nass springen und sich mit der Aussendusche – deren Wasser mühsam irgendwo in die Bordtanks geleitet werden musste – einer Süsswasserdusche erfreuen. Mit dem kühlen Drink sitzt man also an besagtem Deck, geniesst den Ankertrunk und  bespricht, ob man anschliessend das Dinghi zu Wasser lässt, den Motor reinhievt und in ein Restaurant, sofern vorhanden, essen geht oder ob man an Bord etwas zubereite soll. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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           Selbstverständlich kann man dazu ein Lacoste tragen, eine Havanna rauchen und ein Selfie davon machen. Dies würde dann wiederum zu obigem Bild beitragen und die Traumvorstellungen der Betrachter nähren. 
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           Unweigerlich stellt sich der geneigte Leser die Frage, wieso zum Teufel macht jemand sowas. Nun, die Freiheit ist unbeschreiblich und der kurze Moment, wo wirklich alles stimmt, so gewaltig schön, dass alle Mühsal und Arbeit (die auch Spass machen kann!) schnell vergessen geht und einer inneren Zufriedenheit Platz macht, die einen wirklich ganz ausfüllt. 
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           Monty Python hat schon gesagt: „Always look at the bright side of life…………”.  Das ist alles, was zählt. 
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           Seit wir in Griechenland sind, fällt uns der Kontrast zur Türkei extrem auf.  Die muslimische Gastfreundschaft steht im krassen Gegensatz zur manchmal doch recht offenkundig zur Schau getragenen «Fremdenfeindlichkeit» der Griechen. Wir haben noch nicht herausgefunden, ob sie die Yachties nicht mögen oder ob es eine generelle Abwehrhaltung gegen Fremdes ist. In keinem Land der Welt sind wir bisher aus Häfen weggewiesen worden. In Santorini war das der Fall. Die Infrastruktur für Segler ist in dem von uns bisher befahrenen Gebiet armselig. Man kann froh sein, wenn Häfen a) für Segler zugänglich sind und b) überhaupt Wasser haben. Von Strom ganz zu schweigen. Gottseidank sind wir energieautonom. Wegen der fehlenden Dichtungen können wir aber unseren Wassermacher nicht benützen und sind auf Wasser angewiesen. Seit Jahren schon wird teilweise an Häfen rumgebaggert und gebaut. Die Arbeiten scheinen nicht vom Fleck zu kommen. Restaurants in den Buchten bauen keine Anlegestege für Dinghis. Oft kommt man wegen Dünung oder fehlender Anlegemöglichkeiten schlicht nicht dorthin. Somit gibt’s auch kein Geschäft, so einfach ist das. 
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           Vielleicht erwarten wir noch zuviel. Vielleicht hatten wir nebst ganz toller Begegnungen und ausserordentlich freundlicher Menschen, einfach zuviel der berühmten «Zehn Prozent»  angetroffen. Wir wissen es noch nicht, werden an dieser Stelle aber gerne wieder darauf zurückkommen. 
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           Wir befinden uns zurzeit in Porto Kagio im unteren Teil des mittleren Fingers am Peloponnes und haben letzte Woche einige sehr schöne Buchten auf dem Weg hierhin besucht. Landschaftlich superschön, bietet Porto Kayio zwei verlassene Klöster, einige Ruinen, ein Weiler, ohne jede Infrastruktur und drei Restaurants.
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           Wir haben noch rund 200 Liter Wasser, so halten wir noch eine Woche durch und können die Natur geniessen.  
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           Der Blog geht weiter. 
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           Nach Porto Kayio sind wir gemütlich nach Gerolimenos hochgetuckelt – den Wind hatten wir wie immer auf der Nase – und haben dort hinter einem Dreimaster in gebührendem Abstand zum kleinen Hafen den Anker fallen lassen. Wir haben den Boden bis auf zwölf Meter Wassertiefe noch erkennen und ein grosses Sandstück finden können. Gerolimenos ist bekannt für seinen Unrat auf dem Hafenboden. Anker, alte Ketten und massenweise alte Reifen, zum Teil zusammengekettet, machen das Ankern im Hafen zum Hasardspiel. Wir hatten Glück und der Schnorchelausflug zeigte einen klaren Sandboden, in den sich unser Anker schön eingegraben hatte. Wir kauften mit dem Dinghi im Minimarkt ein und gönnten uns anschliessend ein Nachtessen im Restaurant. Auf der Terrasse spielte eine griechische Band auf, und als wir uns im Dunkeln zum Schiff aufmachten, stimmte sie den Song Alexis Sorbas an. Zusammen mit dem Vollmond, dieser Musik und der gewaltigen Stimmung war der Abend perfekt. Griechenland wollte uns wohl etwas gnädiger stimmen. 
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Etwa 25 Seemeilen südlich von Kalamata gibt es eine riesige Sandbucht namens Limeni. Wir hatten von Zoe und Josh via Naveli erfahren, dass der Anker dort super halten solle. Limeni war bis jetzt die einfachste und wahrscheinlich sicherste Bucht auf der bisherigen Reise. Das Eisen hielt wie Beton und wir verbrachten eine ruhige Nacht mit überwältigendem Sternenhimmel. 
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           Anderntags gings nach Kalamata in die Marina. Wir mussten Wasser bunkern. Wir bekamen von Panos, dem hilfsbereiten Marinero, einen Platz neben einem Franzosen zugewiesen und freundeten uns mit diesem gleich nach dem Festmachen an. Francis, ein gestandener Salzbuckel mit erfrischendem Humor, wartete auf Freunde, die mit ihm sein Schiff nach Sizilien segeln sollten. Seine Frau hatte nach fast sechs Monaten genug von der Seglerei und war am Vortag abgereist. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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           Wir konnten nicht umhin und mussten am Abend das einzige Thai-Restaurant in Kalamata aufsuchen. Eine willkommene Abwechslung. Am nächsten Morgen besuchten wir das Castro und schlenderten   nach einem entzückenden Lunch unter einer Linde durch die Altstadt zurück in die Marina. Da wir Avalon Ende Monat für vier Wochen in der Marina lassen würden, hatten wir keinen Druck, schon jetzt alle Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen zu müssen. 
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           Jetzt liegen noch zehn ruhige Tage vor uns, um die Westseite des Kolpos Messiniakos kennen zu lernen, bevor es dann nach sechs Monaten das erste Mal für vier Wochen nach Hause geht. 
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    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 17 Aug 2022 13:42:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Lakonischer Golf</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Kithera, Aphrodite und der lakonische Golf
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  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der letzte Abend in Monemvasia und der Abschied von unseren neuen Bekannten anderntags stimmte fast etwas wehmütig. Mit Ausnahme von Ursel und Dieter fuhren alle in völlig unterschiedliche Himmelsrichtungen weiter. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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           Da wir nicht wussten, ob wir mit unserem Anker – der im übrigen wie Beton hielt, während fast 40 kn Wind um uns herum peitschten – in eine Mooringkette geraten waren, hatten wir einen echten Spannungsmoment beim Ablegen. Poseidon war uns gütig gesinnt, und Caroline zog den 27 kg Brocken wie Butter hoch. Unser Ziel Nisos Elafonisos, bietet für Segler eine fast karibisch anmutende Landschaft. Zwei grosse Buchten mit Sandstränden und ausgezeichneter Ankergrund. Wir legten uns neben Ursel und Dieter vor Anker, lancierten das Dinghi, entsorgten mal unsere Abfälle und ergänzten im angrenzenden Campingplatzladen die Vorräte. Die Fleischberge an Land reizten nicht zum Verweilen und unsere Nachbarn hatten uns zum Apéro auf ihr Schiff eingeladen. Wir verbrachten herrliche Stunden zusammen. Am nächsten Morgen machten sie sich bereits auf den Weg nach Kalamata, und wir entschieden, eine weitere Nacht am Anker zu verbringen. Im Lauf des Nachmittags fuhr uns ein Stand Up Paddelboard mit einem jungen Paar an und bot uns Fleisch von einem frisch gefangenen Tuna an. Wir luden Josh und Zoe zum Apéro auf die Avalon ein und tauschten uns ausgiebig aus. Der Tuna auf dem Grill am späten Abend wurde zum Highlight von Elafonisos. 
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           Es zog uns weiter nach Kithera, der Insel der Göttin Aphrodite. In der ersten grossen Bucht im Osten liessen wir bei 30 kn Wind den Anker fallen und genossen völlig alleine einen zauberhaften Sonnenuntergang. Der Wind hatte nachgelassen und die Nacht wurde entspannt ruhig. 
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           In Kapsali, ganz im Süden der Insel, legten wir am nächsten Tag im kleinen Hafen zwischen einem hölzernen, achzig Jahre alten, mit viel Liebe restaurierten Ausflugskutter und einer Holzyacht vom Genfersee (ja, Genfersee!) unter Schweizer Flagge an. Wir bedauerten einmal mehr, dass wir der französischen Sprache nicht genauso mächtig wie der englischen waren. So blieb die Konversation aufs „Wesentliche“ beschränkt. Die junge Familie hatte Probleme mit dem Autopiloten und steckten ein paar Tage fest. 
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           Kapsali mit der Hauptstadt Chora, 2 km höhergelegen, bietet eine atemberaubende Kulisse. In vielen Griechenlandführern wird diese wild zerklüftete Landschaft als eine der schönsten ganz Griechenlands bezeichnet. Wir nahmen uns ein Taxi hinauf nach Chora und erkundeten das Städtchen, die Burg und Umgebung zu Fuss. Aphrodite hat sich wahrlich einen schönen Ort ausgesucht. Bis nach Kreta wäre es von hier noch ein Katzensprung, aber bei den vorherrschenden Winden und damit verbunden der heftigen Dünung, würden wir es fast nicht mehr zurück schaffen. Wir verwarfen die Idee. Nach drei wunderschönen, romantischen Tagen zogen wir auf der Westseite der Insel – leider unter Motor – zurück nach Elafonisos und planten die nächsten Tage im Lakonischen Golf. 
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           Wir verbrachten eine ruhige Nacht und fuhren am Morgen weiter nach Plytra, das im Internet als hübsches und interessantes Dorf angepriesen worden war. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Der Hafen offenbarte sich als gemeingefährlich mit riesigen Felsbrocken knapp unter der Wasseroberfläche und Untiefen an der Kaimauer.  Jeder Platz war mit einem mehr oder weniger seetüchtigen Fischerboot «zugemauert», Leinen überall im und auf dem Wasser. Wir ankerten in der nahen Bucht vor dem Sandstrand und entsorgten mit dem Dinghi den Autoreifen, den wir tags zuvor beim Ankermanöver in Elafonisos plötzlich mit dem Eisen hochgezogen hatten. Wir hatten nicht das erste Mal den Eindruck bekommen, das Mittelmeer würde gerne und oft als natürliche Abfalldeponie missbraucht. Vielleicht liegt der Pneu ja bereits wieder im Wasser!
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           Die Dünung liess Avalon aufschaukeln, und wir beschlossen, an Bord zu kochen.
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           Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Gytheio am Ende des Golfs. Wir wollten Wasser bunkern und auch unsere Bettwäsche und die Kleider wieder einmal waschen lassen. Das Städtchen, respektive der nahe gelegene Strand,  beherbergt auch eines der einzigen gänzlich sichtbaren Schiffswracks, die Dimitrios, und der Ort bietet sich als idealen Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Sparta und Mystras an. Das Anlegemanöver im zugemüllten Hafen unter kundiger Mithilfe von Nicos führte schliesslich zu 85 Metern Ankerkette, weit weg vom Kettensalat, und einem Platz neben einem ausrangierten rostigen Fischtrawler und fünf kaputten, beschlagnahmten Yachten.  Wahrlich nicht idyllisch, aber praktisch. Wir hatten unseren eigenen Wasserhahn und waren weit und breit die Einzigen. Den Samstag und Sonntag verbrachten wir vor Ort und machten uns ortskundig.
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            Am 1. August mieteten wir einen kleinen Seat und tuckerten zum Nationalfeiertag nach Mystras. Wir haben schon manche archaologische Stätte in Europa besucht, dies hier aber ist wahrlich phänomenal. Auf einer riesigen Fläche am Berg ist diese byzantinische Stadt im Frühmittelalter entstanden und auf dem höchsten Punkt thront heute noch gut sichtbar die Akropolis.  Wir stiefelten gut und gerne zwei Stunden in der Stätte umher und saugten die Kultur in uns auf. Die Geschichte ist höchst spannend und die gut ausgeschilderten Gebäude und Kirchen waren jede Minute wert. Der Aufstieg zur Akropolis forderte unsere letzten Kräfte. Seit dem Scooter Unfall hatten wir nicht allzuviel sportliche Aktivitäten machen können und unsere Knie begannen zu rebellieren. Trotz Hitze und schweren Beinen schafften wir es aber und wurden mit einem gigantischen Rundblick über den Peloponnes belohnt. 
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           Auf der Rückfahrt nahmen wir Sparta in Augenschein, fanden aber nichts, was uns zu weiteren Bewegungen hätte motivieren können. 
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           Den Abend liessen wir im Glyfada Restaurant, am Beach mit der Dimitrios, bei einer Zigarre und karibischen Gefühlen – es hat dort Palmen am Strand – ruhig ausklingen.
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      <pubDate>Tue, 02 Aug 2022 13:36:43 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Die Kykladen und der Meltemi.....</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Die Kykladen und der Meltemi…….
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  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
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           Ich sitze am Navitisch bei Windstärke 8 Bft und Avalon neigt sich immer wieder bedrohlich nach Backbord. Seit Tagen bläst uns der Meltemi um die Ohren und erst nächste Woche soll es ruhiger werden. Es ist Donnerstag, der 21. Juli 2022 und unser gegenwärtiger Standort ist Monemvasia auf dem Peloponnes. Wir liegen hier im kleinen Stadthafen, der wie viele kleine Häfen in Griechenland im Umbau und Ausbau begriffen ist, und es entsprechend lärmig und staubig zu und her geht. Aber machen wir weiter, wo wir aufgehört hatten – in Astipalaia. 
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           Wegen unserer Schürfungen war die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und Schonung war angesagt. So pilgerten wir täglich zu unserer Stamm-Taverne für einen Salat zu Mittag und Fisch und Seefrüchte zum Nachtessen. Aufgrund der Stürme hatten wir tagelang die gleichen Nachbarn und freundeten uns mit einem südafrikanischen Paar an, das nach einer siebenjährigen Weltumrundung jetzt in Neuseeland wohnt. Die Beiden hatten in etwa unser Alter und auch schon erwachsene Kinder, was dann die Bewegungsfreiheit für Reisen mit einer Ovni 36 zurückbrachte. Sie waren auf dem Weg nach Osten, wir nach Westen. Die Tage mit ihnen gaben uns wieder Kraft und viele Ideen für die Weiterfahrt.  Wer weiss, vielleicht besuchen wir sie in Neuseeland – inshallah.
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           Am 8. Juli fühlten wir uns schliesslich wieder in der Lage, den Weg nach Santorini anzutreten. Wegen des langen Schlags in der kräftigen Dünung machten wir Halt in Nisos Anafi und verbrachten die Nacht vor Anker. Anderntags schlugen wir wieder gegenan und erreichten am späteren Nachmittag Vlychada auf Santorini (Thira), wo wir das erste Mal auf unserer Reise keinen Zutritt zum Hafen erhielten. Wir verholten uns an eine Boje vor der Hafeneinfahrt und beobachteten am Abend ein Spektakel der Sonderklasse. An die 30 Katamarane mit Touristen an Bord zogen einer nach dem anderen in den kleinen Hafen. Das war also der Grund, dass keine Fahrtenschiffe eingelassen wurden und die Nacht draussen verbringen mussten. Am andern Tag mussten wir die Boje wechseln, weil ein Katamaran Anspruch darauf erhoben hatte. Dies führte dann dazu, dass sich unsere Leine am Metall bis zum Nachmittag komplett durchgescheuert hatte und mit einem lauten Knall riss. Gottseidank hatten wir wegen des Winds und der Wellen das Schiff nicht verlassen können und waren an Bord. Wir entschieden, anderntags ohne Besichtigung der hübschen Insel nach Folegandros weiterzusegeln. Nach einem Wellenritt erreichten wir am Nachmittag die für viele charmanteste Insel der Kykladen und machten im geschützten Hafen vor Buganker fest. Der kleine Ort gab nicht viel her, baden konnten wir noch nicht, so genossen wir in einer Taverne einen Riesenfisch mit einer Flasche «einheimischem» Wein (wir haben die ganze Insel mit dem Fernglas nach irgendwelchen Trauben abgesucht, sind aber nicht fündig geworden, smile!). 
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           Am 12. Juli erreichten wir nach einem segeltaktischen Trick die Insel Milos und die gut geschützte «Marina» von Adamantes, wo wir gerade noch neben einem Dänen einen freien Platz am Steg ergattern konnten. Wir wollten ein paar Tage bleiben und nicht mit dem Dinghi hin und her fahren müssen. (Der taktische Trick bestand darin, alle Inseln auf dem Weg im Lee zu passieren und dadurch nicht der Dünung der offenen See ausgesetzt zu sein. Wir haben festgestellt, dass Avalon mit Wind gut zurecht kommt, starke Dünung sie hingegen brutal ausbremst).
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           Anderntags mieteten wir uns einen Quad (ATV) und fuhren all die Sehenswürdigkeiten der Insel ab. Toll, wieder etwas Abwechslung zu haben. Milos ist sehr touristisch und verfügt über alles, was man braucht. Wir verbrachten vier herrliche «Ferientage» und konnten unsere «Wunden» fast ganz auskurieren. 
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           Caroline, unser Wetterfrosch, beobachtete das Wetter die ganze Zeit mit Argusaugen und stellte ein Weiterreisefenster nach Monemvasia auf dem Peloponnes am Samstag in Aussicht. Wind «nur» bis 28 Knoten, langsam nach Nord und sogar leicht Nordost drehend in Aussicht. Wir entschieden, die letzte Nacht in Milos, trotz überaus freundlichen und gesprächigen neuen Nachbarn aus Frankreich, vor Anker zu verbringen, um morgens um vier ohne Ankersalat und Lärm im Dunkeln auslaufen zu können. Es lagen 70 Seemeilen vor uns, und wir wollten nicht spät abends ankommen und vor vollem Hafen stehen, wenn die Winde wieder zunehmen und der Ankergrund am Ziel nicht  über alle Zweifel erhaben ist. 
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           Nun liegen wir hier bei 32 Knoten, nach drei stürmischen Tagen und warten aufs nächste Fenster, vielleicht morgen. Gestern und vorgestern haben uns Schiffe gerammt, die wegen des Winds die Kontrolle verloren hatten. Unser Bugspriet besteht aus dickem Alu und hat keinen Schaden genommen. Die Aufregung hingegen, auch und vor allem von unseren neuen Nachbarn links und recht, war beträchtlich. Alle GFK Schiffe haben Schrammen und verbogene Bugkörbe oder Relingstützen zu beklagen. Die Havaristen haben wir mit vereinten Kräften und langen Leinen aus ihren misslichen Lagen jeweils befreien können, aber Spass machen solche Sachen ja nicht wirklich. Vorgestern haben wir mit drei deutschen Fahrtenseglerpärchen eine Stegparty mit Barbecue und Tanz bis in die Nacht veranstaltet. Not verbindet und schafft neue Freundschaften. So hat jede Medaille immer zwei Seiten. 
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           Monemvasia ist historisch bedeutend und fast alle Imperien der letzten 2000 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. So haben wir die Gegend mit einem Mietauto und zu Fuss bis zum lokalen Museum erkundet und in Wikipedia die Geschichte nachgelesen. Das ist das, was wir immer wollten. Fremde Kulturen und Menschen kennenlernen. Und jetzt kommen wir diesem Reiseziel Schritt für Schritt immer näher. 
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      <pubDate>Thu, 21 Jul 2022 16:46:17 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Griechenland.....</title>
      <link>https://www.sy-avalon.ch/griechenland</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Griechischer Wein……………………
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           Ali Baba wird einmal mehr in die Geschichte der Familie eingehen. Vor vielen Jahren, die Kinder waren noch klein, wollten wir einem Fahrtensegler nacheifern und auch unter Segel ablegen, was dann ziemlich schief lief, aufgrund unkontrollierter Sprünge aufs Schiff zu blutigen Wunden führte und sich im Gedächtnis der Familie für immer verankert hatte. Diesmal waren es keine Manöver, sondern unser Nachbar riss uns beim Ablegen die Rettunngsinsel aus der Verankerung und verbog uns Letztere bis zur Unkenntlichkeit. Obwohl er sich tausendmal entschuldigte, wussten wir, dass wieder ein Reparaturaufenthalt nötig würde. Diesmal in Bozburun. 
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           Bozburun ist verträumt,  es werden dort die typischen Gulets gebaut, und es hat irgendwie einen türkischen Charakter bewahren können, der einen gewissen Charme ausübt. Wie immer seltener wird dort vor Buganker im Hafen angelegt und ein paar Jungs nehmen die Heckleinen entgegen. Caroline hat unterwegs einen Agenten für die Ausklarierung eruiert und diesen um Hilfe für unsere jüngsten Metallarbeiten gebeten. Wie in der Türkei üblich, kennt jeder irgend jemanden, der wiederum jemanden kennt, der dein Problem lösen kann. Kaum hatten wir angelegt, kam der Onkel des Agenten unser verbogenes Gestell holen und versprach, es uns anderntags gerichtet wieder zu bringen. Herrlich! Die Schrauben würde er auch gleich ersetzen, die waren komplett verbogen. 
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  &lt;/div&gt;&#xD;
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           Wir hatten uns für drei Tage eingebucht, da ja meist noch zusätzliche Arbeiten warten. Unsere Toilettenpumpe (Scheisse!!!) schrie nach einer neuen Membrane. Gottseidank hatten wir noch eine als Ersatzteil dabei und konnten nach ein paar Stunden Schrauben, die wieder funktionierende Pumpe in Gebrauch nehmen. Man entwickelt sich, smile!
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Unsere Halterung wurde perfekt gerichtet wieder eingebaut, die Schiffstechnik war auf dem neuesten Stand. Nun gings ans Ausklarieren. 
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Nach vielen Horrorgeschichten von wegen Zollkosten, langwierigen Prozessen etcetera, nahmen wir die Geschichte in Angriff und waren nach fünfzehn Minuten und EUR 50.—leichter ausklariert. Easy!
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Eine Stunde später waren wir auf dem Weg nach Symi, wo wir wiederum durch den Agenten in Bozburun einen griechischen Agenten hatten, der uns sämtliche Behördengänge inklusive aller nötigen Papiere besorgte. Da wir diesmal die griechischen Schiffstaxen bis November bezahlen mussten, waren wir etwas leichter, als wir schliesslich Avalon im Hafen festzurrten. 
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           Die erste Nacht in Griechenland war lärmig. Unser Heck war vor einer Taverne und der griechische Wein forderte seinen Tribut…….
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Symi Stadt ist hübsch, aber die Bucht südlich davon ist ruhiger und wir wollten die Insel per Scooter erkunden und nachts ruhig schlafen. Somit verlegten wir unser Schiff nach Pedi, mieteten einen Scooter und fuhren die Insel für alle Sehenswürdigkeiten gemütlich ab. 
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bevor wir den langen Schlag nach Nisyros wagten, füllten wir die Wassertänke und gingen nochmals ausgiebig gut essen – was sich im Nachhinein als völlig unnötig erweisen sollte. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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           Wegen der vorherrschenden Winde aus West/Nordwest mussten wir etwas Diesel aufwenden, um Nisyros noch bei Tageslicht zu erreichen. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Die Insel gefiel uns auf Anhieb. Ein kleiner hübscher Hafen in Paloi und überaus gastfreundliche Menschen. Wir mieteten einen ATV (Quad), fuhren auf den Vulkan, fanden Spuren alter byzantinischer Burgen und last but not least, das vermutlich beste Restaurant im Umkreis von 300 Seemeilen in Mandraki. Nie mehr werden wir die Fischdelikatessen von dort vergessen. Für Auskünfte stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung, smile!
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zwei Tage später gings frühmorgens um 0630 h los in Richtung Astypalea. Ein Teufelsritt mit bis zu 32 Knoten Wind, wie immer fast auf die Nase. Wir konnten für fünf Stunden die Fock setzen und den Motor mitlaufen lassen – scheusslich für alte Seebären, aber manchmal sehr hilfreich – und schafften es, bei Windstärke 6 – 7 im Haupthafen vor Buganker anzulegen. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Caroline hat wiederum das beste Fischrestaurant am Platz gefunden, und unser Dinner bei Sonnenuntergang und einer Traumaussicht wird in die Geschichte eingehen. 
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wir schreiben jetzt den 3. Juli 2022 und liegen im Cockpit von Avalon. Heute morgen mieteten wir einen Scooter und wollten die lokalen Sehenswürdigkeiten abklappern. Nach erfolgreichem Start in bester Laune kam eine Linkskurve, und trotz läppischen 30 km/h, rutschte uns der Scooter buchstäblich unter dem Arsch weg und wir Beiden befanden uns auf gesplittetem Asphalt. Gottseidank war das einzige Spital am Ort keine 200 m entfernt und wir konnten unsere Schürfwunden gleich verarzten lassen. Blutbilder, EKG und Röntgen rundeten das Bild ab. Schlussendlich blieben tiefe Schürfwunden, ein lädiertes Knie bei Caroline und eine Muskelprellung bei mir stehen. Wir fragten uns, weshalb das gerade heute passieren musste. Am Morgen hatten wir wegen einer «unfähigen Crew» eines Nachbarschiffs unseren Anker neu setzen müssen, am Nachmittag lagen wir mit Schürfungen im Spital. Nun denn, die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber die Winde in den nächsten Tagen wären heftig geworden und so waren wir gezwungen worden, ein paar Tage hier zu verweilen und die Wunden zu lecken. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Jetzt gehen wir es ruhig an und unser Motto, never, never, never, never, never give up wird uns gestärkt aus der Situation kommen lassen. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 04 Jul 2022 09:28:41 GMT</pubDate>
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      <title>Marmaris zum Dritten</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun, viel Zeit ist nicht verstrichen, aber die Geschehnisse überwerfen sich. Wir schreiben den 6.6.2022. Avalon ist zurück im Wasser und die Messungen zeigen keinen Strom auf dem Rumpf mehr an. 
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Alisha und Manuel konnten einen Flug nach Marmaris buchen und so steht dem gemeinsamen Segelerlebnis nichts mehr im Wege. Wir freuen uns auf das nächste Wochenende. 
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Da unser Dinghi ganz leicht Luft verliert, haben wir es heute mit Patches reparieren und die Stellen, wo sich die Halterungen gelöst haben, auch gleich neu vulkanisieren lassen.  
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In Marmaris kennen wir jetzt jeden Stein, und es wird Zeit, mal wieder Wind um die Ohren pfeifen und die heisse Stadt achteraus liegen zu lassen. In der Zwischenzeit steigt das Thermometer täglich an. Wir sind bei 37 Grad Celsius angelangt. Einzig der Wind bringt ab und zu etwas Kühlung.  
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Für alle, die uns via Marine Traffic verfolgen wollen, ein kleines Update. Der Sendeteil unseres AIS ist kaputt und ein Ersatz kann zurzeit wegen Lieferkettenproblemen nicht beschafft werden. Da wir in den letzen fünfundzwanzig Jahren auch ohne dieses Gerät segeln konnten, beunruhigt uns dieser Umstand nicht allzu sehr. Sobald wir Ersatz haben, werden wir an dieser Stelle wieder informieren. Bis dahin, müsst Ihr den Blog lesen und das Handy beiseite legen (smile!). 
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Wir schreiben den 21. Juni 2022, Alisha und Manuel sind bereits letzten Samstag wieder abgereist und wir jetzt auf dem Weg nach Datça, wo wir schliesslich ausklarieren wollen. 
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           Die Woche mit Alisha und Manuel war der Hit. Wir haben wunderschöne Buchten zwischen Marmaris und Bozukkale besucht, gebadet, gesegelt, gut gegessen und die Gesellschaft der Beiden genossen. 
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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           Avalon ist letzten Samstag dann auch mit einem neuen Trenntrafo ausgestattet worden und macht technisch wieder Freude. GMM hat tolle Arbeit geleistet.
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Jetzt warten wir in Bozuk Bükü bei Ali Baba auf das Abflauen der zurzeit draussen mit 35 Knoten wehenden Winde, damit wir, ohne gegenan schlagen zu müssen, nach Datça kommen. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
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    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Unsere Pläne sind noch vage, was die griechischen Inseln betrifft. Wir werden angesichts der zunehmenden Windstärken kaum nach Norden segeln können und wahrscheinlich von Symi aus die Westroute nehmen. Man könnte fast eine Linie mit dem Lineal ziehen und käme dann geradewegs zum Peloponnes. Nach über drei Monaten in der Türkei wird es jetzt Zeit zu neuen Horizonten aufzubrechen. 
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 Jun 2022 15:18:49 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Marmaris zum Zweiten</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Die Ausreise nach Griechenland wird sich verzögern. Nach der Abreise unserer Freunde entdeckten wir beim Abtauchen des Rumpfs, dass unsere Opferanoden praktisch komplett aufgebraucht waren. Wir organisierten in Orhaniye einen Profitaucher und liessen die Hauptanode am Rumpf oberhalb des Props austauschen. Als er wieder auftauchte, meinte er lakonisch, es sei schon sehr spät gewesen. Diese Aussage alarmierte mein Frühwarnsystem und bei der nächsten Gelegenheit unterzog ich den Rumpf um den Propeller einer eingehenden Untersuchung. Am Teil des Stegs, wo sich das untere Wellenlager befindet und die Antriebswelle austritt, fand ich starke Korrosion am Alu, sodass bereits ca. 2 cm des Lagers sichtbar geworden waren. Eine absolute Katastrophe, das auf Strom im Rumpf schliessen liess. Eine Messung zeigte dann unter Motor 1,3 Volt Spannung.  Wir mussten zurück nach Marmaris, die Ursache dafür finden und den Schaden beheben lassen. 
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wir setzten uns unverzüglich mit GMM in Marmaris in Verbindung und diese wiederum setzten alle Hebel in Bewegung, um uns einen Krantermin am Freitag, 27. Mai 2022, zu organisieren.
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Nun steht Avalon wieder auf dem Trockenen, diesmal in der Netsel Marina Marmaris, und die Experten von GMM sind daran, die Ursache des elektrischen Malheurs zu finden. Das Wellenlager und die Antriebswelle sind ausgebaut und müssen beide ersetzt werden. Zu gross ist der Schaden. Der untere Teil des Stegs muss vom Schweisser neu aufgebaut werden. An den beiden Kielen sollen zusätzliche Anoden angeschweisst und die Schadstellen am Rumpf und den exponierten Stellen ebenfalls repariert werden. Wir sind vom Schiff in eine kleine Wohnung umgezogen, die uns GMM vermittelt hat. Die Leitung und die Mannschaft von GMM sind von unschätzbarem Wert und setzen Massstäbe in Marmaris. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ein paar Tage sind vergangen, die Schweissarbeiten werden heute Abend abgeschlossen und ein neues Priming und Antifouling aufgetragen. Die Welle und ein neues Kunststofflager liegen bereit für den Einbau. Die Ursache des Stroms waren einerseits die beiden seitlichen Solarpanele und der alte Regler, wie auch das alte AIS, dessen Sender bis jetzt eh nicht funktioniert hat. Der Elektriker wird das Schiff im Wasser nochmals ausmessen und dann segeln wir eine Woche mit Alisha und Manuel, die wir anschliessend wieder in Marmaris abliefern müssen. GMM will die Gelegenheit dann nutzen, um eine abschliessende Kontrolle zu machen.
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    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           So sind wir unvorhergesehen zu einer Woche Marmaris gekommen. Es hätte uns schlimmer erwischen können. Irgendwo auf einer griechischen Insel, ohne Hilfe und Infrastruktur wäre wohl ein irreparabler Schaden entstanden. Die Götter waren uns einmal mehr gut gesonnen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 Jun 2022 13:57:01 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Letzte Tage in der Türkei</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Marmaris
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die letzte Nacht in Ekinçik wurde turbulenter als erwartet. Ein taktischer Fehler führte dazu, dass wir uns in der Nacht plötzlich aus der Bucht treibend vorfanden und fast eine Stunde brauchten, den Anker neu zu setzen. Wir mussten zugeben, dass uns das eigentlich nicht hätte passieren dürfen, wissen wir doch, wie man in der Türkei ankert. Die Götter waren uns gnädig, und wir blieben vor Schaden verschont. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir erwarteten Windstärke sieben und banden bereits vor Anker das dritte Reff ins Gross, sodass wir unterwegs in Ruhe stressfrei segeln konnten. Das Sieben traf nicht ein, wir segelten leicht untertakelt, aber fuhren durchschnittlich gute fünf bis sechs Knoten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das erste Ziel im Golf von Marmaris war Kumlu Bükü und dort natürlich Holandali Ahmets bekanntes Restaurant. Wir kannten fast die ganze Mannschaft inklusive der jetzigen Besitzerin, entsprechend herzlich fiel die Begrüssung aus.  Das Essen war wieder eine Offenbarung und mit der neuen Sushi Bar kam eine spannende Alternative in die an sich schon vielfältige Küche. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir wanderten am Tag zwei aufs Top der umliegenden Berge und sahen von nahe, was das letztjährige Feuer angerichtet hatte. Im Juli und August 2021 brannte es an der Küste bis hinunter nach Antalya. Wir hatten dannzumal einen Mietwagen und besichtigten Avalon das erste Mal. Der Rauch war überall zu sehen. In Kumlu Bükü hatte Haus und Herd evakuiert werden müssen und der Wald brannte fast vollständig ab. Die Feuerwehren hatten Schneisen in die Landschaft gelegt, auf denen man jetzt wunderbar wandern konnte. Die Natur erholt sich langsam, aber die Bergstürze wegen des jetzt fehlenden Bannwalds werden die Gegend nachhaltig weiter verändern. Irgendwie erinnerte es uns an das grosses Theaterstück «Deschliken 1437 – letzte Stunden eines Dorfs», wo die Gier einiger Dörfler zur Abholzung des Bannwaldes und schliesslich zur Verschüttung des Dorfs geführt hatte. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hier in Kumlu Büku ist zwar kein Dorf und das Feuer konnte natürlichen Ursprungs gewesen sein, aber die Gefahr eines Bergsturzes wird latent bleiben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am Morgen des dritten Tages setzten wir wieder Segel und legten uns am Nachmittag vor Anker zwischern der Yat Marin und dem Joya Boutique Hotel auf der Ostseite der Bay. Hier fanden wir ein «Zigeunerschiff» der Sonderklasse – siehe Fotos. Wie der wohl segelt?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Netsel Marina in Marmaris ist seit Jahren eine feste Institution in unserer jeweiligen Törnplanung. Hier gibt es alles, was das Seefahrerherz begehrt. Wir hatten – wie erwähnt – wieder Probleme mit der Stopfbüchse (ein Garantiefall!) und dann wollten wir auch die Gremlins in der Elektronik loswerden, den Watermaker prüfen und schliesslich den Force10 Kocher überholen lassen. Letzterer führte sich mehr wie ein Schweissbrenner denn Kocher auf. Mit GMM hatten wir hier einen tollen und verlässlichen Partner, der uns unterstützen und die Arbeiten ausführen konnte ohne dass wir von Pontius zu Pilatus rennen mussten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Tage zogen sich etwas schleppend hin, aber das Resultat einer absolut dichten Stopfbüchse war es wert. Der Kocher gebärdete sich nach der Reinigung etwas zahmer, die übrigen Themen werden wir im Winterlager angehen müssen, da etwas aufwendiger. Da es sich nicht um überlebenswichtige Sachen handelt und die Navigation kaum erschwert, liessen wir es bleiben. Der Wassermacher braucht  einen neuen Dichtungssatz, der auf die Schnelle nicht besorgt werden kann. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Besuch eines befreundeten Paares mit eigenem Charterschiff lag an und wir segelten die Folgewoche mit Ihnen zusammen in den Hisarönü Körfesi bis nach Orhaniye. Ankern, Baden, gut Essen und Trinken. In jeder Bucht gab es Ah und Oh Effekte. Am Montag der Folgewoche verabschiedeten sie sich und wir gönnten uns zwei Ruhetage mit Schiffsputz und Wäsche. Wir bereiten die Ausreise nach Griechenland vor und wissen von anderen Reisenden, dass die Infrastruktur auf den griechischen Inseln nicht mehr so gut ausgebaut ist wie hier an der türkischen Küste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Andere Segler haben uns empfohlen, die Ausklarierung in Datça zu machen und dann gleich ca. sechs Seemeilen südlich, in Symi wieder einzuklarieren. Das sind die Pläne in den nächsten Tagen und dann geht’s ab nach Westen, wo wir Mitte Juni Alisha und Manuel erwarten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 May 2022 11:33:14 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>An der Grenze zur Aegäis</title>
      <link>https://www.sy-avalon.ch/an-der-grenze-zur-aegaeis</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die letzten Tage im Golf von Fethiye 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bevor wir das längere Stück zwischen den herrlichen Buchten im Golf von Fethiye und Marmaris unter den Kiel nehmen, wollten wir noch zwei Tage in der Amigo Bay verbringen. Caroline machte Bekanntschaft mit einer kleinen Qualle und litt während ein paar Stunden. Die Bucht hingegen entschädigte für jeden erlittenen Schmerz. Eine zweistündige Wanderung führte bis fast an die Spitze der umliegenden Berge und beim Schäfer am Top genossen wir eine Orange und kauften ihm zwei geschnitzte Kochkellen ab. Etwas Bewegung tat unseren Rücken gut. Da sich erneut das Wetter verschlechterte entschieden wir nach zwei Nächten den Schlag nach Ekinçik zu wagen. Eine schlechte Entscheidung, hatten wir doch die Dünung massiv unterschätzt. Wir schlugen acht Stunden gegenan. Am Nachmittag drehte der Wind mit 20 Knoten nach Süd-Südwest und wir konnten endlich noch das letzte Stück segeln. In Ekinçik legten wir uns vor dem Dorf an den Anker und nahmen den wohlverdienten Ankertrunk. Wetterbedingt blieben wir zwei Nächte am Anker und verlegten dann in die «My Marina», um das Schiff für den Tages-Trip auf dem Dalyan sicher vertäut zu wissen. Das Nachtessen im gleichnamigen Restaurant – notabene eines der besten an der ganzen Küste – ging ziemlich in die Hose. Sie boten nur Lieferservice aufs Schiff an, das Restaurant war noch geschlossen. Dass die Prawns und der Octopus vom Grill erst um 2200 Uhr geliefert wurde trug nicht zur Stimmung bei. Wir buchten die Sache ab und freuten uns auf den Dalyan, die lykischen Stätten und das Schlammbad anderntags.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt haben wir wieder an den Anker verlegt, wir schreiben den 4. Mai und erwarten etwas Starkwind. Vor Anker ist das Liegen Welten angenehmer als in einer Marina, wo das Schiff wie wild herumtanzt. Der Dalyan gestern war herrlich. Wir haben das volle Programm mit Kaunos, den Felsengräbern, dem Schlamm- und Thermalbad, einem delikaten Mittagessen und schliesslich noch Blaukrebsessen beim Turtle Beach gemacht. Ohne Zeitdruck macht es schon höllisch Spass. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn die Winde günstiger sind, fahren wir nach Marmaris und müssen einige Reparaturen in Angriff nehmen. Die Stopfbüchse hat wieder angefangen zu leaken, nicht viel, aber wir können das nicht anstehen lassen und die Gremlins in der Elektronik und vor allem die Aktivierung des AIS Senders müssen endlich gelöst werden. Marmaris ist am besten für solche Arbeiten geeignet. Es gibt dort Spezialisten für fast alles und auch unsere Kontakte sind hier am besten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir bleiben am Ball!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 May 2022 12:03:56 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Golf von Fethiye</title>
      <link>https://www.sy-avalon.ch/golf-von-fethiye</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den Golf von Fethiye
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf dem Weg von Kas nach Fethiye liegt Karacaören und Gemiler Reede mit seinen Ruinen steuerbords am Weg. Wir machten kurzerhand über Nacht an einer Boje in Karacaören fest und gönnten uns einen Grouper vom Grill.  Da wir Gemiler Reede gut kannten und bereits einige Schiffe an ihren Heckleinen dort festgemacht hatten, entschieden wir uns für die Buchten im Golf von  Fethiye. Hinter der Manastir Koyu gibt es einen wunderschönen Wanderweg, der wiederum einen Teil des lykischen Wegs bildet, dem wir am Folgetag ein Stück entlang wanderten und so unsere Bewegungslust wieder etwas befriedigen konnten. Schwimmen geht wegen des immer noch kalten Wassers nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die zwei Tage in der Bucht waren zauberhaft. Jetzt sind wir in der ECE Marina in Fethiye und haben die beiden Batterien des Bugstrahlers ausgebaut. Es scheint, dass wir diese auch ersetzen müssen. Der Ort für drei Tage Aufenthalt könnte kaum schöner sein. Fethiye ist einfach märchenhaft, hat seinen orientalischen Zauber trotz der zahlreichen Touristen über die Jahre bewahren können. Wir stöbern im Bazaar rum, essen Mezze, besuchen den Wochenmarkt und decken uns mit Gemüse, Früchten und Salat für die nächsten Tage ein. In einer Woche soll es wieder mit über vierzig Knoten Wind geben und wir wollen die Zeit, bis wir uns wieder verkrümeln müssen, noch in den Buchten nutzen. Die nächsten Stationen werden aber sicher Göçek und danach Ekincik Limani mit seiner «my marina» sein. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 26 Apr 2022 11:38:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kekova</title>
      <link>https://www.sy-avalon.ch/kekova</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach vier herrlichen Tagen in Kekova und erneuter Starkwindwarnung von bis zu 40 kn in den nächsten Tagen, haben wir uns entschieden, einige der uns gemäss Vertrag mit der Setur Marina zustehenden Freitage für einen Aufenthalt in Kas zu nutzen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hassan stand bereits am zweiten Tag in Kekova beim Boot und schlug vor, ihn nach Demre zu begleiten und bei dieser Gelegenheit Myra zu besichtigen. Es lohnte sich. Das Amphitheater ist super schön und sehr gut erhalten.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Beim Besuch von Kale Köy – der über der Lagune von Kekova thronenden Burg – haben wir ein kurzes Stück des lykischen Wegs zwischen Antalya und Fethye gemacht und befunden, bei Gelegenheit weitere Teilstücke dieses romantischen Wanderwegs unter die Füsse zu nehmen. Oberhalb von Kas verläuft ebenfalls ein Teil des Wegs, den wir während der stürmischen Ostertage noch machen könnten. Die Fahrt war ruhig, wir hatten erneut keinen Wind über 6 kn und verbrannten ein paar Liter des indonesischen Diesels der Vorbesitzer von Avalon. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der Kas Marina festgemacht besuchten wir den hübschen Ort. Etwas touristischer als Finike und Kekova kam Bazaar Stimmung auf und Caroline schoss ein paar wunderschöne, stimmungsvolle Abendbilder. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir gewöhnen uns langsam an die Bordroutine, stellen aber fest, dass uns der Sport fehlt. Wir  werden uns bald darum kümmern müssen, sonst drohen Rückenschmerzen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 17 Apr 2022 10:41:50 GMT</pubDate>
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      <title>bye bye Finike</title>
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         Ich sitze an Deck, der Wind pfeifft mit 25 – 35 Knoten durch die Tagelage, und wären wir nicht in einer der schönsten Lagunen der Südtürkei, hätte ich gesagt, die Lage sei beschissen.  Ein Tief hat uns erwischt und Gott sei Dank liegen wir fest vertäut in Kekova und sehen Hassans bekanntes Restaurant in 200 m Entfernung. Die letzten Wochen waren voller Arbeit. Die Stopfbüchse war nach der Revision endlich dicht, die Logge funktionierte und auch das AIS war mit unserer MMSI programmiert. Schliesslich bekamen wir den neuen Dinghi Motor und waren ready to go. Wir feierten mit Celal – unserem Weftmanager – und seiner Frau Merve bei einem hervorragenden Nachtessen Abschied und legten am 9. April ab. Aus der BOSE Box lief der Song Avalon von Roxy Music und gab dem Ganzen die angemessene Würde. 
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          Wegen fehlenden Winds mussten wir die 18 nm bis Kekova motoren. Nicht sehr lustig, aber auch nicht zu vermeiden. Auf der Ostseite der Lagune legten wir den Anker in herrlichen Schlick und verbrachten unsere erste Nacht vor Anker. Das Leben des Traums hatte begonnen. 
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 13:28:06 GMT</pubDate>
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      <title>Die Vorbereitungen gehen weiter, Tag 24</title>
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         Der 30. März ist angebrochen und wir sind noch in der Wohnung in Finike. Wir unternehmen immer wieder mal mit einem Mietauto Ausflüge, um die Wartezeit der Ersatzteile zu versüssen, Kas war ein zauberhaftes Städtchen.
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          Die Arbeiten ziehen sich hin, was zwar nicht unerwartet gekommen ist, aber dennoch für leichte Enttäuschungen sorgt. Wir wollen probefahren, können aber wegen  der immer noch leicht leckenden Stopfbüchse nicht raus. Ein Auswechseln hat auf den ersten Blick eine Verbesserung  gebracht, aber völlig dicht ist sie noch nicht. Ein anstehender Härtetest soll Klarheit verschaffen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.  Heute haben wir den neuen 27 kg schweren Hauptanker bekommen und angeschlagen. Wouwh, was für ein schönes Teil. So sind wir jetzt mit einem CQR und einem Bügelanker ausgerüstet, was wohl auch die schwersten Winde durchstehen lässt. Morgen werden wir – inshallah – die neue Logge/Tiefenmesser programmieren, damit die Daten auch auf dem iphone ersichtlich sind. Und schliesslich wäre da noch das AIS, das mit unserer MMSI umprogrammiert werden sollte. Vielleicht klappts. So vergehen die Tage im Flug und das Wetter wird wärmer. Gut für uns. Wir haben den Reflexofen noch nicht geputzt, in der Hoffnung, nicht mehr heizen zu müssen. Nun denn, die italienischen Marinewolldecken werden wohl noch ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. 
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           Morgen ziehen wir ins Schiff und lassen die Wärme und das grosse Bett hinter uns. Lasst uns sehen, wie’s wird.
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      <pubDate>Wed, 30 Mar 2022 17:39:33 GMT</pubDate>
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      <title>Es ist soweit - der 6. März rückt näher</title>
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         Wir starten unsere Reise am 6. März 2022
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         Sonntag, 20. März 2022. Wir sind seit zwei Wochen in Finike und haben interessante, arbeitsame Tage hinter uns.  Bereits am zweiten Tag nach unserer Ankunft konnten wir Avalon einwassern. Der Mast wurde gesetzt, die Wanten gespannt und die neue Stopfbüchse «gewässert». Ein erster Start des Motors war erfolgreich, aber, wie das Leben so spielt, hatte eine der Dichtungen an der Getriebekühlung keine Freude und nässte gewaltig, sodass ein Wechsel  vorgenommen werden muss. Da waren sie wieder, die kleinen Imponderabilien, die einem das Leben zur Freude gedeihen lassen. Wir erfuhren, dass auch die Wasserzuführung der Stopfbuchse – System Mane Craft für die Profis unter uns – noch überarbeitet werden müsse. Also machten wir eine kurze Probefahrt und legten dann dreissig Minuten später in der Marina das Schiff am Ponton B an die Leinen. Jetzt hiess es, Teile besorgen und vor allem Warten. Wir nutzten die Zeit, die Segel aufzuziehen und entschlossen uns, die Genua und die Fock vom Segelmacher überarbeiten zu lassen.  Wir machen täglich tolle Bekanntschaften, unter anderem lernten wir Boris, einen Hochseekapitän und seinen Sohn kennen, die beide ebenfalls mit Arbeiten an einer charmanten Oldtimeryacht beschäftigt sind und immer wieder Stories zum Besten geben, die uns zum Lachen bringen. So vergehen die Tage, mit schrittweisen Erfolgen, wenn wieder eine Arbeit beendet werden kann oder ein Teil verfügbar wird. Wir rechnen damit, gegen Ende März weitere Probefahrten vor Finike durchführen zu können und dann laufs April definitiv ablegen zu können.  Lassen wir es sich entwickeln, inshallah!
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      <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 15:28:43 GMT</pubDate>
      <author>183:893618455 (Caroline Wermuth)</author>
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